Chris80

Bimax (abgebrochen) am 11.11.2010 bei Dr. Faßnacht im Karl-Olga-KH, Stuttgart

82 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

ich bin wieder da. Wie der Titel es schon sagt, habe ich leider keinen positiven Bericht. Jedenfalls ist einer meiner beiden Albträume Realität geworden und ich bin nichtoperiert wieder aufgewacht. Nach dem ersten Schnitt oben, um den OK vorzuverlegen, hat eine extrem starke Blutung eingesetzt, die unkontrolliebar war und die OP wurde sofort abgebrochen. Die Ärzte sind sich bis heute unschlüssig, da alle Gerinnungsparmeter sowohl vorher als auch nachher eingehend untersucht wurden. Bislang sind alle Laborergebnisse ohne Aufschluss.

Der Kopf ist selbst nach diesem Schnitt bereits während der OP extrem angeschwollen. Ich sehe trotz eines einfachen Schnitts etwa so aus, wie die schlimmsten Post-OP Bilder von hier, die man so kennt.

Auf Intensiv war ich die ganze Zeit unschlüssig, warum kein Splint im Mund ist und warum die Kiefer nicht geschlossen werden konnten. Die Schwellung hatte die Gelenke lahm gelegt. Die Magensonde war Gott sei Dank gelegt und aktiv. Der Beutel wurde morgens getauscht und war randvoll. Da habe ich langsam begriffen, was los war.

Als ich mit dem Finger vorsichtig ertasten konnte, das alles wie vor der OP war, sind meine Nerven völlig zusammen gebrochen und die folgenden zwei Tage waren für mich die dunkelsten meines Lebens. Ich bin sonst sicherlich niemand, der zu Depression oder Trübsal blasen neigt - ganz im Gegenteil - , aber in den Tagen und Nächten bin ich mehrfach an meine körperplichen und psychischen Grenzen des "noch könnens" und "noch wollens" gekommen.

Heute war Entlassung, damit ich auch wieder anfange zu essen. Ich war während der gesamten Zeit nicht einmal zur Toilette.

Ich habe mich eigentlich perfekt vorbereitet gefühlt, aber gegen so etwas ist man wohl machtlos. Mein Chirurg hat so etwas in den Jahren seiner Dysnathie-OPs selbst noch nie erlebt. Er hat die richtige Entscheidung getroffen und abgebrochen. Ob es einen zweiten Anlauf überhaupt geben wird, mache ich schlicht davon abhängig, ob die Ursache gefunden wird. Wenn nicht, dann bleibt es bei meiner Fehlstellung. Sowieso werde ich in den nöchsten Monaten nicht aktiv werden in dieser Richtung und erstmal versuchen wieder auf die Beine kommen, vor allem psychisch.

Ich hätte sehr gern einen lustigen, positiven Bericht geschrieben und anderen Mut gemacht, leider hat es mich erwischt. VG

bearbeitet von Chris80

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Hallo Chris!

Das tut mir leid, dass dir sowas widerfahren ist, hoffe dass du schnell wieder auf die Beine kommst!

*dich mal drück*

Viele liebe Grüße

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Hey Chris

das tut mir echt so leid für dich das ist wohl das schlimmste was einem nur passieren kann

in gedanken bin ich bei dir wenn ich dir irgendwie helfen kann dann melde dich... alles gute

lass den Kopf nicht hängen es ist zwar schlimm aber trozdem lass dir den Mut nicht nehmen

und wie gesagt wenn ich dir helfen kann dann melde dich bitte

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Danke, auch für die netten Nachrichten. Ich war heute in seiner Praxis und nach wie vor ist die Ursache nicht gefunden.

Da auch eine allgersiche Reaktion nicht ausgeschlossen werden konnte, habe ich zwei Tage Post OP keine Schmerzmittel bekommen, um eine Reaktion darauf auszuschließen. Hat nur leider die nette "Nebenwirkung" dass man Tag und Nacht durch seine Schmerzen leben muss, ohne Linderung. Ich habe zwar ein paar Tropfen von einem harmlosen Zeugs bekommen, aber da hätte vermutlich selbst ein Schnaps mehr geholfen.

Ich bin sehr froh, dass ich in diesen Stunden nichts in greifbarer Nähe hatte, um meinen Zustand "erheblich" zu verändern, der Weg war nicht mehr weit. Die Schwestern haben sich sehr lieb gekümmert und da sie andere Fälle von OPs kennen, konnten sie gut vergleichen und eine meinte, dass sie sich an keinen "tatsächlich operierten" Fall erinnern könnte, bei dem die Schwellung so ausgeprägt war. Habe heute ein Rezept zur Lymphdrainage bekommen. Mal schauen, ob es hilft und wie lange ich die Pausbacken und Blut unterlaufenen Augen mit mir herumschleppen muss.

Zum Vergleich: mein Chrirug meinte, dass bei einer normalen Bimax-OP zwischen 0,75l und max 1l Blut fließen würden. Das in etwa habe ich auch durch den einen Schnitt verloren. Die Magensonde war randvoll plus das was während der OP abgesaugt wurde. Kaum vorstellbar, aber es muss wohl so gewesen sein, wenn ich in den Spiegel blicke.

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Das muss sehr heftig gewesen sein... Hast du im Moment Leute, die dir helfen, mit der ganzen Situation klarzukommen bzw. die sich um dich kümmern (also sowohl für Nahrung, Coolpacks usw. sorgen als auch zuhören und einfach da sind)?

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Mich trifft dein Schicksal, wie wohl jeden Operierten hier, wirklich sehr.

Drücke dir fest die Daumen, dass du diese schlimme Zeit schnell hinter dich bringst und nach vorn schauen kannst.

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Das muss sehr heftig gewesen sein... Hast du im Moment Leute, die dir helfen, mit der ganzen Situation klarzukommen bzw. die sich um dich kümmern (also sowohl für Nahrung, Coolpacks usw. sorgen als auch zuhören und einfach da sind)?

Ja, ich bin Gott sei Dank nicht allein. Seitdem ich zuhaus bin, geht es steil bergauf. Vor allem esse ich wieder richtig, also im Rahmen des Möglichen. Es schmeckt vor allem wieder.

ich wünsche dir auf deinem weiteren weg das allerbeste viel kraft und neuen mut!

Mich trifft dein Schicksal, wie wohl jeden Operierten hier, wirklich sehr.

Drücke dir fest die Daumen, dass du diese schlimme Zeit schnell hinter dich bringst und nach vorn schauen kannst.

Vielen Dank. LG

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Hallo Chris,

mir tut es sehr leid für dich. Es ist hart genug sich auf die OP einzulassen, aber so etwas zu erleben ist wirklich schlimm!

Nun kann ich dir nur noch gute Besserung wünschen und hoffen, die Ursache wird bald gefunden. Du hast wirklich nichts falsch gemacht, wie man im anderen Thread lesen konnte und deine Blutwerte waren allesamt ok vor der OP. Wirklich rätselhaft. :roll:

Hoffentlich findet ihr bald raus an welchen Faktoren die starke Blutung gelegen hat.

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Für Montagmorgen habe ich die erste Lymphdrainage. Zumindest hier hatte ich mal Glück und habe eine Praxis gefunden, die bequem zu Fuß erreichbar ist.

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Lymphdrainage ist gut! Ich hab schon nach dem ersten Mal eine deutliche Verbesserung feststellen können. Zumindest hilft es dir mal über die Schwellung hinweg :)

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Hi,

ja sie ist langsam auf dem Rückzug, sehr langsam. Die Lymphdrainage ansich war angenehm, einen Unterschied habe ich aber nicht feststellen können. Werde Anfang der Woche noch einen Enzymkur beginne, die auch dagegen arbeiten soll. Mal schauen, was es bringt. Zumindest kann ich seit drei Tagen durchschlafen und esse regelmäßig, wenn auch nicht besonders viel.

Danke und vG

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Hi Chris,

wollte mich gerade erkundigen, wie deine Lymphdrainage war. Was ist eine Enzymkur?

Und natürlich: Gute Besserung!

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Hi,

die Enzymkur ist eine Phlogenzym-Kur. Bevor ich starte, werde ich das aber noch mit dem Doc durchsprechen. Ist zwar rezeptfrei erhältlich, aber unkontrolliert einschmeissen möchte ich das nicht.

Die Lymphdrainage heute ware eine Offenbarung. Heute hat die Praxisbesitzerin Hand angelegt und die ist nicht nur sehr erfahren in dem Bereich (und nur 10min zu Fuß entfernt, echt Luxus), sondern hat eine UK-RV hinter sich. Was ein lustiger Zufall. Dementsprechend hat sie einen sehr guten Zugang zu dem Thema und kann meinen Frust auch sehr gut nachvollziehen.

Wir haben heute eine Doppelsitzung nur Lymphdrainage gemacht und dabei (Achtung ekelig) hat man teilweise die Flüssigkeit im Körper wandern gehört. Klingt schwer vorstellbar, aber wenn man sich vorsichtig mal auf die Tränendrüse drückt...dieses Geräusch länger und lauter aus dem Bereich des Jochbeins, da sitzt am meisten Flüssigkeit bei mir derzeit. Danach habe ich das erste Mal gespürt, dass der Druck im Gesicht weniger geworden ist. Bin sehr entspannt nach Hause, ein bisschen Streicheleinheiten (und der größte Teil der Drainagen ist es) tuen verdammt gut.

Die Mundöffnung ist im Moment 1,5cm, also auch ist dort noch eine Menge Arbeit. Da ich so nah zur Praxis wohne und zeitlich flexibler als jeder Kurierdienst bin, kriege ich alle Lückentermine und kurzfristigen Absagen anderer angeboten. :-)

Alle anderen Labor-Untersuchungen sind bislang ohne Ergebnis, Donnerstag bin ich wieder beim KFC. Er hat mir versichert, sofort anzurufen, wenn ein sicheres Ergebnis aus dem Labor gekommen ist...bislang hat es nicht geklingelt.

Ich musste meinen Eltern versprechen, mich kein zweites Mal unters Messer zu lesen, wenn die Ursache für die Blutungen nicht gefunden wird. Das ist allerdings auch unabhängig von ihnen meine Meinung.

Das bedeutet allerdings auch für den "worst case", dass eine Behandlung ohne OP auch orthopädisch nochmal einen völlig neuen (schlechten) Weg bedeuten würde. Darüber möchte ich noch nicht nachdenken. Dann wären die knapp zwei Jahre bis hierher wirklich umsonst gewesen. Die Höchststrafe.

VG

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ohwei, das macht mich ganz betroffen, wenn ich das so lese. und die ärzte haben sicher nicht eine ader getroffen die in sachen blutung einfach die falsche war?

phlogenzym kann ich dir nur empfehlen. ich hatte ja auch so eine monsterschwellung. habe 2x am tag eine tablette genommen, bis die packung leer war. damit ging es dann im gesamten verlauf gesehen nochmal richtig schnell. die nächste packung ist dann für die ME.

ganz viel kraft wünsche ich dir!

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Hey, das mit dem Phlogenzym mach ich auch... allerdings weiss ich bis jetzt noch nicht, was es konkret bringen soll... meine Mutter hat mich dann aber solange damit bedrängt, bis ich aufgegeben habe. Aber ich glaube, es ist was gutes :D

Die Antischwellungssalbe Heparin Ratiopharm 30000 hat mir (vermute ich zumindest) auch sehr gute Dienste geleistet.

Probieren kann mans ja mal...

@Chris: Auch wenn das nicht viel tröstet, aber immerhin ist Dir noch ein fehlerhaftes OP-Ergebnis erspart geblieben (siehe Ashanti, Golemia und co.).

Ich wünsche Dir aber so bald wie möglich den ersehnten Anruf der Ärzte: "Hallo Herr X., wir haben das Problem gefunden". TOI TOI TOI!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Ojeh, dass tut mir wirklich sehr sehr sehr leid!

So etwas wünscht man wirklich niemanden...

Ich drücke dir ganz ganz fest die Daumen, dass bald alles geklärt ist und du deine Behandlung weiterführen kannst!

Kopf Hoch!!

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Oh Mann Chris, das tut mir einfach unendlich leid, darauf kann man echt nicht vorbereitet sein...

Zum Phlogenzym hatte ich Dir ja schon geschrieben, dass ich da noch 2 Päckel habe, denn die sind relativ teuer.. Mir haben sie nach der OP sehr geholfen, nur wollte mein Chirurg nicht, dass ich sie vorher einnehme. Nur zur Heilung.

Ich hoffe dass Du mental wie körperlich ganz schnell wieder auf die Beine kommst und wünsche Dir das wirklich von Herzen.

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Ich wünsche dir, und bin selbst sehr gespannt darauf, eine baldige Diagnose weshalb diese Blutungen entstanden sind.

Deinen Frust kann ich absolut verstehen und wünsche dir weiterhin gute Besserung!

Ob es zu unverschämt wäre, dich nach Fotos zu fragen?

Es würde mich ziemlich interessieren, in welcher Form die Schwellungen bei dir aufgetreten sind - immerhin ist das sehr selten.

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So sah ich einen Tag danach aus (Handyqualität, sorry).

Und das sorgte für enormen Frust. Ein Gesicht, als wenn operiert wurde, bis auf den Schnitt wurde aber nichts gemacht.

Laborergebnisse gibt es noch keine neuen. Wenn da morgen auch noch keine brauchbare Aussage kommt, nehme ich das selbst in die Hand. Es gibt hier eine Laborpraxis und dann werde ich mich auf alle Mittel, die ich vorher und währenddessen erhalten habe (und Desinf.mittel) durchchecken lassen. Notfalls zahle ich das aus privater Tasche...

post-3793-130132870375_thumb.jpg

bearbeitet von Chris80

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Wahnsinn! :shock: Ehrlich gesagt habe ich nicht mit so einer krassen Schwellung gerechnet. Als (allergiegeplagter) Laie tippe ich eher auf eine Unverträglichkeit. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass so eine unglaubliche Schwellung von einem einzigen Schnitt herrührt.

So sehen die meisten ja noch nicht einmal nach eine Bimax, in der immerhin sogar Knochen gebrochen werden, aus.

Du Armer, ich wünsche dir baldige Besserung!

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