Pepino

Beratungsgespräch bei Prof.Ewers in Wien

Hallo liebe Kiefergemeinde!

War heute zu einem BG bei Prof.Ewers (Vorstand MKG-chir. AKH Wien)und muß sagen, daß ich jetzt um einiges schlauer bin: Habe mit ihm u.a. ausführlichst über das berüchtigte erblindungsrisiko bei der OK osteotomie gesprochen und bin vorerst mal etwas beruhigt, denn er meinte das sei in den USA einige male vorgekommen, weil in den US brachialer operiert wird als in europa-So wird dort übertrieben gesagt der OK "schlampiger" mit der säge vorbereitet (angesägt) um dann mit beiden daumen und relativ hoher muskelkraft brutal herausgebrochen zu werden,was die gefahr eines bad splits mit der fatalen auswirkungen einer sehnervverletzung (und damit erblindung) drastisch erhöht. Die chirurgische feinarbeit und genaue vorbereitung sowie durchführung der abtrennung des OK kostet zwar viel zeit, senkt aber das risiko des bad splits dramatisch. (Hängt also offensichtlich sehr stark vom chirurgischen geschick und der bereitschaft sich ausreichend zeit für die osteotomie zu nehmen, ab). Dazu hat er alles genau am schädelmodell erklärt und am schluß gemeint,daß die OK-verlagerung unterm strich nahezu komplikationslos ist und das augenrisiko auch nicht zu unterschreiben ist,da bewußt im aufklärungsblatt gar nicht angeführt,weil allgemein unter 0,1 % .

Zum UK wurde gesagt, daß da die größte komplikation die unterkiefernervverletzung sei und er mir im gegensatz zum augenrisiko nicht garantieren könne ihn nicht zu beschädigen,da der knochen vergleichbar mit marmorgestein bricht und das sei durch noch so behutsame technik nicht beinflußbar. In fast allen fällen geht es gut,kann aber auch zu einem bad split im UK führen. In 18 jahren am AKH ist in seiner abteilung ein fall aufgetreten,wo ein/e kollege/In den UK nerv völlig beschädigte und einige fälle wo eine leichte gefühlsstörung im UK bereich auftrat :-?

Angesprochen auf die "Bad homburger methode" von dr Kater meinte er, die sei ca. 150 jahre alt und es ist auch richtig daß dadurch das risiko der UK-nervverletzung geringer sei, dafür aber das risiko des schlechten verwachsens der knochen höher,weil die durchtrennte fläche kleiner sei. Es gehe aber in der großzahl und beiden fällen gut aus.

Prof. Ewers kennt noch ca.20 andere methoden und ist eindeutig überzeugt von der metode nach obwegeser-dalpont.

Übrigens hat er erst vor kurzem einen ex-patienten von dr.kater behandelt und gemeint wenn man patienten eines kollegen kennt, dann sind es meistens die reparaturfälle :???: (Hoffe es ist nicht auch umgekehrt :roll: )

Langer rede kurzer sinn,er hat mir eine gesichtsanalyse vorgeschlagen wo 2 varianten (Nur UK und bimax) ausgearbeitet werden, um dann die entscheidung zu erleichtern. Vom biss her gesehen würde u.u. nur die UKV ausreichen.

Mein eindruck nach dem gespräch war ein überaus positiver-denke er ist ein extrem erfahrener alter hase. Hoffe nur, daß sein mit internationalen auszeichnungen gespicktes wartezimmer auch auf eine rege operationstätigkeit schließen läßt, denn ich habe vergessen zu fragen wieviele solche op´s er pro monat macht.... :neutral:

Wie ist denn das allgemein so?: Habe schon mal gehört, daß der vorstand einer abteilungen (In österr."Primar") auch viel papierkram und kongresstätigkeit um die ohren hat-Ist da noch genug zeit zum operieren? Und wie wichtig ist es die betreffende op (z.B. bimax) sagen wir 2 mal pro woche zu machen?

Ausserdem würde ich gerne mal einen Ewers-patienten treffen oder be-mailen ("Watzke-rianerInnen" kommen ja toller weise schon einige zum forumstreffen ins alte AKH) :D Also vielleicht meldet sich ja jemand od.schreibt mir eine PM. Würde mich sehr freuen!

Habe in 2 wochen auch noch bei prof. Watzke einen termin-Bin schon gespannt,denn es muß bald eine entscheidung her-Werde euch am laufenden halten!

LG an alle,

Pepino :D

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Hallo Pepino,

Primar muss nicht gleich ein Abteilungsvorstand sein. Außerdem sind das alles nur Titel. Auf die darf man nicht immer Vertrauen!!! Geh doch mal zum Prof. Millesi, oder zu seiner Frau sollen beide auch gut sein!

l.g sabine

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Hi Sabine,

danke dir für deine antwort, würde mich niemals nur auf den titel verlassen- ich weiß daß Prof.Ewers u.a.10 und mehrstündige, schwierigste rekonstruktions- und andere ops macht und einen ausgezeichneten ruf hat (er ist zweifellos eine sehr interessante und imposante persönlichkeit), auf der anderen seite ist er ständig in den usa und europa um vorträge zu halten, "nebenbei" noch uni prof. und muß die abteilung leiten: Da frag ich mich einfach,ob da genug zeit bleibt um eine bimax oder UKV oft genug zu praktizieren. Werde ihn ambesten noch selber befragen.. Die beiden Millesis waren übrigens unter ihm OA ("Sie" ist noch dort, "er" mittlerweile selber vorstand in lainz) ,nur will ich nicht von pontius zu pilatus laufen,denn in den nächsten wochen muß eine entscheidung her!

Würde mich jedenfalls freuen, wenn sich noch ein patient von ihm od. jemand der erfahrungen mit dem AKH in wien hat, meldet.

PS: Sabine: Is nicht mehr lange zum forumstreffen, gell? Freu mich schon!

LG P. :D

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Hi,frag doch mal Blümchen, ich glaub sie wurde von der Fr. Prof. Millesi Operiert!! Was ich so weiß sind die im AKHwirklich gut. Unsere Station arbeitet mit der Kiefer im AKH zusammen und die Patienten sind bisher immer zufrieden gewesen. Von Lainz kann ich nicht viel Erzählen ausßer die Grußelgeschichten der lezten Jahre die eh schon jeder kennt. l.g sabine

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