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nh-85

OP ja oder nei

Hallo zusammen!

Lese nun schon seit einiger Zeit hier im Forum und ich finde es wirklich super mal Erfahrungen aus erster Hand zu hören.

Wollte aber nun endlich auch mal meinen Senf hier dazu geben:-)

Bin leider auch von einer Kieferfehlstellung betroffen mit der ich auch bereits als Kind ca. 8 Jahre in Behandlung war. Und zwar mit allem was dazu gehört:lose Spange, Außenbogen, feste Spange...Jetzt bin ich fast 26 und es hat sich alles wieder zurückgebildet. Ich hätte auf meine erste Kieferorthopädin hören sollen, die mir im Kindesalter riet nichts zu machen und mich mit 18 operieren zu lassen. Umso ärgerlicher, dass ich jetzt doch wahrscheinlich eine OP machen muss.

Mein großes Problem ist nur, dass ich mich einfach nicht entscheiden kann. Also ich habe einen seitlich und frontal offenen Biss und dazu einen leichten Kreuzbiss. Das kommt davon, dass ich meinen Kiefer immer leicht nach rechts verschiebe um kauen und überhaupt aufbeißen zu können. Bei exakt geradem Schluss des Mundes beiße ich eigentlich nur auf einer Seite mit einem Zahn aufeinander. Die ganze Situation belastet wohl meine Kiefergelenke. Habe inzwischen hin und wieder Verspannungen im Kiefergelenk. Dazu knackt es auch wenn ich den Unterkiefer bewege. Habe jetzt eine Schiene bekommen die meine Muskulatur lockern soll. Die trage ich nur auch schon nicht mehr, da ich dadurch noch mehr Verspannungen bekomme wenn ich die Schiene dann ausziehe. Außerdem ist das ein riesen Klotz. Damit kann doch kein Mensch schafen:wink:

Naja jedenfalls bin ich total hin und hergerissen. Optisch fällt der Fehlbiss nicht so stark auf. Je nach dem wie ich lache sieht man es zwar, aber wenn ich zB wie auf einem Passfoto lächle fällt es gar nicht auf. Trotzdem stört es mich schon. Außerdem habe ich natürlich Angst später richtige Kieferproblee zu bekommen.

Zudem habe ich auch noch viel mit allgemeinen Zahnproblemen zu kämpfen: Zahnfleischrückgang an 2 Stellen, oft Karies etc. Mein Zahnarzt meint das würde auch durch die Fehlbelastung der Zähne zumindest mitverursacht. Außerdem habe ich beim schlafen auch immer den Mund auf, was auch daran liegt, dass der hintere Kiefer zu lang gewachsen ist und so den Mund "aufdrückt". Angst habe ich auch davor, dass es ungesund ist sein Leben lang das Essen nicht richtig zu kauen. Es fühlt sich für mich zwar normal an, aber wer weiß wie ich sonst kauen würde.

Einerseits würde ich sehr gerne meinen Fehlbiss korrigieren. Andererseits weiß ich was das für ein riesen Zeit- und Nervenaufwand ist. Nicht zuletzt habe ich tierische Angs vor einer OP. Außerdem habe ich ja auch keine wirklichen Schmerzen oder so. Verhungert bin ich auch noch nicht...

Es ist einfach wahnsinnig schwer eine solche Entscheidung zu treffen. War mittlerweile auch schon in 3 verschiedenen Kliniken zur Beratung. Jeder sagt mir nur, dass ich das selbst entscheiden müsse. Wahrscheinlich würde ich später Kieferschäden, Rücken- und Nackenschmerzen bekommen. Sicher ist das aber alles nicht. In manchen Fälle würde auch gar nichts passieren.

Also wenn ich jetzt wüsste das alles so bleibt wie jetzt, dann würde ich nämlich diese riesen Tortur nicht auf mich nehmen nur für ein etwas schöneres Lächeln. Es ist halt wirklich optisch tragbar und ich habe keinerlei Probleme damit, außer noch einem leichten Sprachfehler. Aber der ist auch nicht wirklich schlimm.

Würde mich riesig freuen wenn ich hier ein paar Meinungen hören würde. In meinem Umfeld hilft mir hier niemand wirklich. Jeder sagt, dass ich es selbst entscheiden müsse. Und die Ärzte klingen mal so mal so. Aber es ist auch wirklich nervlich belastend jeden Tag zu grübeln ob man es jetzt machen sollte oder nicht. Wenn dann mein Kiefer verspannt ist denke ich schon fast, dass ich es mir evt. auch nur einbilde da ich die ganze Zeit an die Operation denke. Eigentlich will ich keine Operation machen die nicht unbedingt erforderlich ist. Aber vielleicht muss ich sie auch in 20 Jahren eh machen weil mein Kiefer dann kaputt ist. Die Ärzte sagen mir natürlich auch, dass es in jungen Jahren viel leichter wäre so etwas wegzustecken. Aber wie soll man sich zu so einer schlimmen OP aufraffen wenn man sich eigentich gesund und munter fühlt.

Andererseits kosten mich diese Grübeleien im Alltag auch viel Zeit,so dass ich schon fast denke es wäre sinnvoller es einfach durchzuziehen. Zeit habe ich nämlich eigentlich keine. Was umso schlimmer ist wenn ich dann wieder nichts geschafft habe weil ich gedanklich bei den Zähnen war. Und hinterher regt man sich darüber auf.

Also ich denke wenn mich einer versteht dann sicher Leute hier im Forum.

Hoffe ich bekomme ein paar Anregungen und wünsche allen die sich bereits zu diesem großen Schritt entschlossen haben viel Mut und Durchhaltevermögen

LG

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Hallo,

vielleicht kann ich dir ein paar Impulse geben: Also ich hatte vor Behandlungsbeginn keine Probleme wie äußerlich sichtbare Fehlstellung oder Kiefergelenksschmerzen. Erst mit Beginn der Zahnspange kam der Stein ins Rollen... Irgendwann gab es kein Zurück mehr oder eben ein sehr schlechtes Ergebnis, was ich ja auch nicht wollte. Also musste ich mit der OP und ihren Risiken anfreunden. Von daher war ich nicht genau in deiner Situation, denn ich wusste ja nicht von Anfang an, dass eine OP unbedingt notwendig sein wird. Das ist natürlich eine schwere Entscheidung. Auf der anderen Seite lese ich heraus, dass du ja doch schon einige Probleme hast. Und ich kann dir sagen, es sind öfter folgende Sätze bei meinem KFC gefallen: "Vom Alter her, sind Sie ganz hinten am auslaufenden Ende der Kurve" oder "Gut, dass Sie jetzt hier sind und nicht in oder nach den Wechseljahren". Gut, ich bin über 30 und du hast noch ein wenig Zeit. Und ich glaube: Beruflich und privat wird es nie richtig passen. Wenn du dich so sehr damit beschäftigst wirst du irgendwann einen Schritt wagen müssen - in die eine oder andere Richtung.

Alles Gute!

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Hey nh-85!

Ich habe die ganze zeit nach einer richtigen erklaerung fuer mein problem gesucht, aber habe nie den nagel auf den kopf getroffen..aber nachdem ich deinen beitrag gelesen habe, kann ich nur sagen, dass ich exakt das selbe problem wie du habe .. Ich erzaehl dir mal meine geschichte, vielleicht hilft es dir weiter..

Es hat alles bei mir begonnen dass ich, als ich noch juenger war, auch diverse spangen und schreckliche andere ,,geraete'' sag ich mal, tragen musste .. Nichts davon hat geholfen, mein unterkiefer hat sich immer weiter nach vorne verschoben.. Vor zwei jahren ungefaehr bekam ich dann als erstes diese alternative mit der op mitgeteilt und damals hatte ich weder schmerzen, noch hat man meinen ueberbiss auf bildern oder sonstwas sehen koennen, es war eigentlich noch im rahmen, also hab ich mir gedacht ,,wozu eine op?!'' und ich hab damals keinen einzigen gedanken daran verschwendet, diese op zu machen..so, nun 2 jahre spaeter hat sich mein kiefer noch mehr verschoben. Es ist immer noch nicht sehr stark zu erkennen, wenn mein mund geschlossen ist, da hab ich schon viel krassere bilder gesehen, also stoert mich vom rein optischen eigentlich nichts, vielleicht minimal. Aber nun hat sich mein kiefer so verschoben, dass nur noch drei backenzaehne aufeinander greifen, was auch diese verspannungen und somit meine schmerzen im gelenk verursacht.vom kiefer aus bekomme ich dann nacken und kopfschmerzen.wenn ich lange kauen muss, werden die schmerzen besonders stark. Abber die schmerzen sind jetzt nicht so schlimm, dass ich schmerztabletten nehmen muesste oder so, es ist eher so ein druecken, aber es schraenkt mich jetzt im leben ein, weil mein kiefer, so, wie er jetzt ist, stehen geblieben ist, also ausgewachsen sozusagen :) ich kann zum beispiel schlecht von brot oder pizza abbeissen und harte oder zaehe sachen kann ich fast gar nicht essen, weil mein kiefer einfach so belastet wird, dass es rivhtig anstrengend ist, zu kauen.. Ich soll nun auch so eine komische schiene bekommen, die ich ueber nacht tragen soll, damit mein kiefer entspannt..ich bin fuer mich zu dem schluss gekommen, dass ich die op sehr wahrscheinlich in betracht ziehen werde, weil ich schmerzen habe und im leben eingeschraenkt bin kwenn man das so nennen kann, nur weil ich keine pizza abbeissen kann :D) und weil mir mein arzt gesagt hat, dass es die zaehne kaputt macht, wenn ich nich richtig beisse und weil es wie arthrose in den gelenken im alter schlimmer werden kann...ich denke, dann hab ich es fuer mein ganzes leben lang hinter mir.ich denke, wenn man im juengeren alter schon oefter mit dem gedanken an eine op gespielt hat, macht man es irgendwann sowieso, weil einen irgendwas stoert..also mein fazit ist, dass wenn man keine schmerzen hat und nicht eingeschraenkt ist und von der kieferfehlstellung rein gar nichts mitbekommt, sollte man auch die op nicht machen, das waere ien unnoetige op..hat man aber probleme mit dem aussehen oder schmerzen oder auch verspannungen im kiefer, sollte. Man auch die hoechste lebensqualitaet, die man erreichen kann, fuer sich in betracht ziehen.. :)

Und so wie du beschrieben hast, dass du den ganzen tag darueber gruebelst, ja oder nein, bin ich der meinung, solltest du einfach die zaehne zusammen beissen und es durchziehen :) es kann ja nur schoen werden, oder? Aber trotzdem, auch wenn du das nicht hoeren willst, ( das will ich auch nie von jemandem hoeren) aber du musst das wirklich fuer dich selbst entscheiden ...

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen :)

Gruesse, alina

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