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Anjadiegute

Bimax am 04.01.11 Frankfurt Uniklinik

Hallo ihr Lieben, hier nun auch mein OP-Bericht

am Dienstag, 04.01. checkte ich morgens in der Orthopädischen Uniklinik Friedrichsheim ein, verstaute mein Gepäck und wurde dann schon in die Kieferklink zur OP gefahren. Dort zog ich mich um und ging zu Fuß zum OP-Raum. Dort das übliche, verkabeln, Zugang legen, und mit ein wenig Schwindel war ich weg.

Als ich aufwachte, wurde ich gerade durch einige Gänge in den Aufwachraum gefahren. Ich hatte Blut im Hals, mir war übel und ich hatte noch den Tubus in der Nase. Mein erster Gedanke war: warum hast du das gemacht?

Der Tubus wurde gezogen, sehr unangenehm. Dann bin ich wohl wieder weggetreten. Als ich wieder aufwachte, saß ich aufrecht im Bett und übergab mich, gleichzeitig wurde mir die Nase ausgesaugt. Ich war bis Mittwoch im Aufwachraum und fühlte mich sehr elend. Ich hab viel geblutet und dementsprechen viel erbrochen. Wenn ich grad nicht erbrochen habe, röchelte ich gegen das Blut in meiner Kehle an. Ich war sehr schwach, konnte kaum die Augen aufhalten, aber ich habe viel mitbekommen was an meinem Bett gesprochen wurde. Mein Hb und die Sauerstoffsättigung waren nicht gut, und mehrmals waren die Chirurgen da um zu sehen, warum ich soviel blute. Ich glaube, die haben sich wirklich Sorgen gemacht.

Ich muss ziemlich schlimm ausgesehen haben. Ein Pfleger meinte einmal, er würde mir jetzt mal das Gesicht waschen, weil so wie ich aussehe, könnte ich ja bei der nächsten Twilight-Verfilmung mitspielen. Schmerzmittel bekam ich soviel ich brauchte und es waren alle sehr freundlich und fürsorglich zu mir, sonst wäre ich glaub ich verzweifelt.

Am Mittwoch

wurde ich nicht wie geplant nach Friedrichsheim verlegt, sondern auf eine Station im Haupthaus, wo ich mehr Überwachung habe. Dort ging es dann weiter mit Schlafen, Spucken, Brechen. Aber die Übelkeit wurde weniger und das Nachbluten hörte weitgehend auf. Trotzdem hatte ich den Hals voll Blut und Schleim und manchmal echt Angst zu ersticken. Wenn es schlimm wurde, habe ich mich durch die Nase absaugen lassen. Das ist zwar sehr unangenehm, aber dann bekam ich erstmal wieder Luft. Gekühlt habe ich mit Umschlägen.

Am Donnerstag

ging es mir besser. Der Blasenkatheter wurde gezogen und ich wurde an der Bettkante sitzend gewaschen. An dem Tag wurden die Drainagen gezogen, was nur gezogen hat aber nicht weh tat. Ausserdem wurden die Kiefer mit Gummis verschnürt. Da ich immer noch Angst hatte, nicht genug Luft zu kriegen, habe ich mich vorher nochmal absaugen lassen. Ich habe zum ersten Mal versucht, etwas Suppe zu trinken, das ging aber nicht gut. Am Nachmittag wurde ich dann, weil es mir besser ging, nach Friedrichsheim verlegt. So hatte ich dann auch endlich meine Sachen, die ich ja am Dienstag dort abgegeben habe. Und dort bekam ich die tolle Kühlmaske, eine grandiose Erfindung!

Am Freitag

wurde der Splint eingesetzt. Da die Nase immer noch zu war, hab ich nun sehr schlecht Luft bekommen, das war beängstigend. Allerdings konnte ich nun mit Splint wesentlich besser trinken, ich hab mich irgendwie sicherer gefühlt.

Samstag und Sonntag

ist nichts bewegendes passiert. Ich hab viel geschlafen und gekühlt, habe aber auch versucht mich zu bewegen, um wieder auf die Beine zu kommen. Die Nächte waren sehr lang, auch wegen der Luftnot. Aber auch das wurde täglich besser. Schmerzmittel brauchte ich nun keine mehr. Nur gegen Übelkeit habe ich mir noch manchmal was geben lassen, aber mehr aus Angst als dass mir wirklich schlecht war. Ich wollte auf keinen Fall mit Splint erbrechen.

Am Montag

musste ich zum Röntgen und in die Poliklinik. Da ich immer noch sehr schwach war, wurde ich mit dem Transporter und mit Rollstuhl dahingebracht. Es hat sich alles sehr hingezogen, und ich war 3 Stunden unterwegs. Als ich wieder auf Station war, war ich fix und fertig. Ausserdem habe ich das Mittagessen verpasst, obwohlich an dem Tag das erste Mal ein bisschen Hunger hatte.:???: Mein Venenzugang wurde gezogen, weil nichts mehr durchlief, und Antibiotika bekam ich von da an als Tabletten, die ich zermörsert und in Wasser aufgelöst habe. Ich hätte an dem Tag schon heimgehen können, aber ich wollte noch nicht, weil ich noch so schwach war. Ich durfte noch bleiben.

Am Dienstag

musste ich nochmal für eine andere Röntgenaufnahme ins Haupthaus. Diesmal ging es recht schnell. Die Aufnahme zeigte, dass alles bestens war.

Am Mittwoch

wurde ich entlassen, und fühlte mich nun auch fit genug dafür.

Zuhause

geht es mir ganz gut. Ich hab weiterhin keine Schmerzen, nur einen unangenehmen Druck im Kopf und ich bin sehr schwach und erschöpft. Ich liege die meiste Zeit rum, sehe fern und schlürfe Suppe. Ich vermisse meine Freundin, die Kühlmaske. :wink: Da kommt kein Kühlakku gegen an. Trotzdem geht die Schwellung täglich zurück.

Heute, 14.01. hatte ich einen Kontrolltermin in der Klinik. Alles ist in Ordnung. Mir wurde gezeigt, wie ich den Splint selbst rausnehmen und einsetzen kann, denn ich darf ihn nun zum Essen rausnehmen. So kann ich auch breiiges Essen. Das hab ich heut abend ausprobiert. Kartoffelbrei mit Soße war noch nie so lecker! :-) Es ist komisch ohne Splint, ich habe immer darauf gewartet dass es knackt und etwas kaputt geht. Ich war froh als er wieder drin war. Ich bin da, glaub ich, überängstlich.

Vorläufiges Fazit:

die ersten Tage waren härter als erwartet, dafür geht es mir jetzt, nach eineinhalb Wochen, relativ gut. Die neue Zahnstellung gefällt mir, die Schwellung geht täglich zurück.

Die Uniklinik Frankfurt hat mich sehr überzeugt. Ich wurde rundherum, überall wo ich war, sehr kompetent und freundlich, ja fürsorglich gepflegt. Jedes Anliegen wurde ernst genommen. Gerade die ersten Tage wäre ich wohl verzweifelt, wenn nicht alle so lieb zu mir gewesen wären und mir Mut gemacht hätten. Dafür bin ich sehr dankbar.

Ich muss jetzt abwarten, wie sich alles entwickelt. Ob es sich gelohnt hat, dafür ist es denk ich noch zu früh. Das OP-Erlebnis ist noch zu frisch und der Erfolg noch nicht so zu sehen, es ist einfach noch zu früh. Ich werde weiter berichten, was sich tut, aber ich bin auf jeden Fall zuversichtlich.

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Hallo,

nun sind es 4 Wochen seit meiner Bimax. Seit heute muss ich keinen Splint mehr tragen :-D , sondern nur noch Gummis einhängen. Am Mittwoch geht dann die KFO-Behandlung weiter. Essen besteht weiterhin aus Suppe und Brei, evtl darf ich in 2 Wochen anfangen zu kauen. Mir geht es gut. Die körperliche Erschöpfung hat nachgelassen, auch wenn ich noch nicht so fit bin wie vorher. Schmerzen habe ich keine, ausser morgens wenn ich auf der Seite geschlafen habe. Aber das geht dann schnell wieder vorbei. Ich denke mittlerweile, dass es richtig war, mich operieren zu lassen.

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Hei - das freut mich riesig, das zu hören.

Alles Gute weiterhin & es ermutigt mich auch, da ich die OP noch vor mir habe.

Hoffe, bald wieder Erfolgsnachrichten von dir zu lesen,

Grüße,

Sanne

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Also angenehm klingt das Ganze jetzt ja nicht. Bin eher erschrocken.

Aber du hast es ja geschafft, und wenn das Ergebniss schön ist, bereut man es bestimmt auch nicht =)

Toll, dass du es so gut durchgestanden hast, hoffe ich schaffe das eines Tages auch so gut (nur bitte nicht das ganze mit dem Blut)

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O je, Angst machen wollte ich eigentlich nicht. Aber es soll ja ein ehrlicher Bericht sein.

Ich merke aber, dass mir, je mehr Zeit vergeht, die OP nicht mehr ganz so schlimm vorkommt. Es sind halt die ersten Tage, die unangenehm sind, und man kann sich da nicht wirklich vorstellen, dass es einem schon bald wieder relativ gut geht. Ich bin bisher sehr zufrieden.

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Hallo Anja,

ich kann dir nur zustimmen - so nach und nach vergißt man die Schrecken der Tage nach der OP....

Es ist schön, dass du mit deinem Ergebnis auch sehr zufrieden bist!

LG

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Mir geht es gut und ich bin sehr zufrieden.

Die Schwellung ist komplett weg. Das Gefühl in der Oberlippe ist wieder voll da. Und mein Aussehen gefällt mir. Auch mein Umfeld reagiert positiv.

Mit dem Essen bin ich noch sehr vorsichtig. Ausser Nudeln, Klößen und weichem Brot hab ich noch nicht viel gekaut, aus Angst dass etwas kaputt geht.

Kfo-mässig konnte noch nicht viel gemacht werden, da meine Mundöffnung noch nicht für einen Bogenwechsel gereicht hat. Nächste Woche hab ich den nächsten Termin und hoffe, dass es dann geht.

Seit 2 Wochen arbeite ich wieder. Da ich sehr viel reden muss, hatte ich davor ein bisschen Angst. Aber es geht sogar besser als vorher. Denn durch die Fehlstellung konnte ich manche Worte nicht so gut aussprechen. Da musste ich mich oft sehr konzentrieren, um nicht zu sehr zu nuscheln. Und jetzt nach der Op geht das viel einfacher.

Die körperliche Kondition ist noch nicht so wie vor der OP. Ich mach nur leichten Sport und hab das Gefühl, viel Schlaf zu brauchen.

Was mir im Moment Sorgen macht, ist ein Knacken im Oberkiefer, gestern auch in der Nase. Wobei ich nicht wirklich weiss, wo es herkommt. Ich hör es beim Essen und beim Reden. Es tut nicht weh, aber ich hab Angst, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Ich bin sehr zufrieden. Die paar Probleme die ich noch habe, belasten mich nicht sehr, da ich davon ausgehe, dass es besser wird. Nur das Knacken macht mir Sorgen…

Soweit geht es mir nach 8 Wochen besser, als ich erwartet hatte.

Viele Grüsse und HELAU

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Hallo Anja,

schön, das es dir gut geht.

Ich hab jetzt auch die erste Woche Arbeit hinter mir - allerdings tut mir das reden noch total weh...nach 2 Stunden ist es echt aus und ich gebe das Telefon an die Mitarbeiterin ab - sofern sie denn da ist.

Am Montag werden es jetzt bei mir auch 8 Wochen post OP...wahnsinn wie die Zeit verrennt.

Es beruhigt mich zu lesen, dass du auch noch nicht 100%ig hergestellt bist - denn ich bin auch immer noch extrem müde und recht leicht schlapp...

Wünsch dir weiterhin das es so gut weiter geht

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Heute hatte ich den 1. Bogenwechsel nach der Bimax, bisher hatte ja die Mundöffnung nicht gereicht. Mein KFO ist zufrieden. Das Öffnen der Brackets hat allerdings doch etwas wehgetan, vor allem unten. Da sind die Zähne sehr empfindlich geworden.

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Hey!

Erst mal herzlichen Glückwunsch zur Überstandenen OP! Anscheinend bereust du es nicht oder? Auch wenn sich dein Bericht nicht gerade ermutigend anhört. Kämpfe auch noch mit mir so eine OP durchzuziehen. Aber habe super Angst. Darf ich mal fragen wie alt du bist? Habe gehört, dass man die OP in jungen Jahren besser verkraften soll. Bin jetzt 26. Denke, dass es bei mir also eigentlich das richtige Alter wäre bevor Zähne/ Kiefer zu sehr durch die Fehlstellung Schaden nehmen. Aber der Gedanke an die OP ist ziemlich abschrecken:-( Was ist denn eigentlich ein Tubus von dem du gesprochen hast? Und was hast du sonst noch so für Schläuche angelegt bekommen? Stelle mir zB so einen Blasenkatheter ziemlich furchtbar vor. Wenn ich wenigstens wüsste, dass man so ne OP auch ohne tausend Schläuche überstehen könnte...

Wünsch Dir weiterhin alles Gute!

Gruß

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Hallo.

Nein, ich bereue es nicht und würde es wahrscheinlich wieder machen. Ich bin stolze 36 (habe 20 Jahre gebraucht um mich für die OP zu entscheiden). Ein Tubus ist ein Beatmungsschlauch, mit dem man während der OP beatmet wird. Den Blasenkatheter hab ich überhaupt nicht gemerkt, auch das Ziehen hat nicht wehgetan. Genauso war es mit den Drainagen. Sonstige Schläuche hatte ich nicht, ausser natürlich die Infusionen. Überhaupt hat nichts, was mit mir gemacht wurde, wehgetan, weder Drainagen/Katheter ziehen noch das Einsetzen bzw. das rausnehmen des Splints. Fäden ziehen hatte ich nicht, weil ich selbstauflösende Fäden hatte. Schmerzen hatt ich generell wenig - dank Schmerzmittel - ich hab mich halt nur sehr krank gefühlt. Aber jetzt geht es mir wieder sehr gut, und ich freu mich, dass ich die nächsten 50 Jahre mit schönen Zähnen und geradem Kiefer rumlaufen kann. Dafür hat sich die OP schon gelohnt, auch wenns hart war.

viele Grüsse und alles Gute

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... wie schön, dass alles gut ging und du es nicht bereust! ;)

Ich stehe noch ganz am Anfang *uha* bekomme erstmal am Montag meine Brackets! Hab die 30ig auch schon überschritten :blink:

Bin sehr gespannt, was alles auf mich zukommen wird! Seit ich die Separiergummis gesetzt bekommen habe, denke ich schon ab und an,

ob ich wohl die richtige Entscheidung getroffen habe, da schon etwas Angst vor der OP und wie ich im Anschluss aussehen werde mir

im Kopf rumspukt!

Aber es ist immer wieder ermutigend, wenn man die Beiträge derer liest, die es schon hinter sich haben und nur positives berichten können! :D

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Hallo,

schön dass jemenaden wie Dich gibt, der zwar mit und nach der OP ne harte Zeit hatte, es aber nochmal machen würde.

Das gibt mir Mut, denn ich stehe leider noch ganz am Anfang, war erst beim KO und hab erst mal Vorstellungsterm bei Chirurgen.

Kann mir einer die schlimmsten Risiken sagen, die bei der OP sind?

Wenn ich das hier alles lese, kommt man trotz allem wieder ins Grübeln, ist wirklich ein steiniger Weg den man da selbst so einschlägt.

Aber das Ziel ist der Weg :-)

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