Anne_Fragen

Kostenübernahme Schweiz

Hallo

Ich mache demnächst in der Schweiz eine kieferorthopädisch-kieferchirurgische Behandlung. Da die Krankenkassen hier nach dem 21. Lebensjahr nichts mehr zahlen, wollte ich mal wissen, inwiefern ich die Kosten steuerlich absetzen kann? Hat hier jemand Erfahrungen damit gemacht? Oder kennt jemand eine Krankenkasse, die ein bisschen "großzügiger" ist?

Danke, Anne

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Hi Anne

Bist du ein IV Fall gewesen, oder ist deine Fehlstellung zu wenig stark für IV? Wenn du nämlich ein IV Fall warst bzw. bei der IV angemeldet warst, aber nicht vor dem 20. Lebensjahr operiert hast, dann muss die Krankenkasse eigentlich bezahlen.

Ich habe leider ein ähnliches Problem. Ich wäre eigentlich ein IV Fall gewesen, aber mein damaliger KFO hat behauptet, dass meine Fehlstellung zu wenig stark wäre und hat erst gar nicht die Unterlagen bei der IV eingereicht. Leider hat sich das jetzt als falsch herausgestellt und weil sich die Krankenkasse weigert zu zahlen muss ich die Kosten selbst übernehmen. Aber ich werde noch ein bisschen streiten mit denen. Ich kenne leider keine Kasse die etwas freundlicher ist. Bei dem Kostendruck der herrscht verweigern sie so oder so jegliche Leistungen die sie nicht übernehmen müssten. Bei welcher KK bist du denn?

Lg Berlino

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Hallo Anne

dazumal als ich meine Kiefer-OP hatte, war ich auch bei der IV. War da gerade 19 Jahre als die OP stattfand und meine IV endete mit 21 Jahren. Als ich dann später für Nachuntersuchungen zum Kieferchirurg musste, bezahlte es mir die Krankenkasse nicht.

Normalerweise hat jede IV-Versicherung eine Frist, wenn diese Frist abgelaufen ist und du danach operiert wirst, bezahlt die Krankenkasse es warscheinlich nicht.

Liebe Grüsse aus der Schweiz

Steffi

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Ja, mir wurde auch erklärt, dass die IV nach 20 nichts mehr bezahlt, ebenso wenig die Krankenkasse, dies ist wohl mit ein Grund, warum mein Sohn schon mit 17 operiert werden soll, obwohl er eher spät in die Pubertät kam. Offenbar gehen die Behandlungen nach der OP sehr oft noch jahrelang weiter, das war mir vorher nicht bewusst.

Wahrscheinlich hast du keine Chance eine freigiebige Krankenkasse zu finden, dazu bräuchtest du eine Zusatz-Versicherung und die kannst du nicht abschliessen mit deiner Vorgeschichte...

Araun

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Hallo,

ich habe mal eine Frage an diejenigen, die sich mit Schweizer Krankenversicherungen auskennen.

Ich komm aus D und habe eventuell vor, nach Zürich zu ziehen um dort die nächsten 3-5 Jahre fest angestellt zu sein.

Dann müsste ich mich als in der Schweiz-Wohnender neu krankenversichern.

Jetz ist es allerdings so, dass die TK in D mir die KFO/KFC Behandlung bereits genehmigt hat (Habe aber noch nicht damit angefangen).

Mein Fall ist auch kein medizinischer "Notfall", zwar besteht laut sämtlichen Ärzten eine

medizinisch Indikation, aber habe keine akuten Beschwerden.

Jetz habe ich gehört, dass die Schweizer Grundversicherung solche Behandlungen nicht abdeckt.

Ist das wirklich so (bin 24) ?

Bzw. kann man sich dagegen zusatzversichern? Kann ICH mit meiner bestehenden Diagnose mich dagegen überhaupt noch zusatzversichern?

Ich vermute ja eher nicht, d.h. wahrscheinlich kann mir ich mit dem "Auswandern" die Behandlung knicken.

Für mich wäre das natürlich dann ein Grund, doch eher in D zu bleiben..

Viele Grüße

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Hi David

Ja das kannst du sozusagen knicken. Weder die Grundversicherung noch Zusatzversicherungen übernehmen die Kosten für eine KFC oder KFO Behandlung. Es gibt zwar Zusatzversicherungen für KFO Behandlungen, aber die meisten bezahlen nur bis zum 25. Lebensjahr, nur einen sehr kleinen Teil der Kosten und die Prämien sind ziemlich hoch. Zu dem ist es so, dass sie dich gar nicht mehr nehmen wenn die Diagnose schon gestellt wurde.

In der Schweiz kommt bei ganz schweren Fällen (da gibt es bestimmt Kriterien die erfüllt werden müssen) bis zum 20. Lebensjahr die Invalidenversicherung für die Kosten auf. Dazu musste man aber vom KFO bei der IV angemeldet werden. In Ausnahmefällen übernimmt dann die KK die Kosten wenn die OP erst nach dem 20. Lebensjahr durchgeführt wird. Es müssen aber medizinische Gründe bestehen, warum man die OP nicht vor dem 20 Lebensjahr machen lassen kann bzw. hat machen lassen. Wenn man die OP freiwillig rausschiebt, dann ist die KK nicht mehr in der Pflicht und die IV muss auch nicht mehr bezahlen.

Es gibt nur 3 Gründe bei denen die KK in der Schweiz eine Dysgnathiebehandlung bezahlen müsste:Dysgnathien, die zu folgenden Störungen mit Krankheitswert führen:

1. Schlafapnoesyndrom,

2. Schwere Störungen des Schluckens,

3. Schwere Schädel-Gesichts-Asymmetrien.

Bei dir könnte höchstens der 3. Punkt zutreffen, aber wenn ich mir so deine Bilder anschaue, dann wirst du keine Chance haben. Die Asymmetrie ist viel zu wenig ausgeprägt. Und eine drohende Kiefergelenksarthrose ist in der Schweiz leider KEIN Grund für eine KC Behandlung. Da bekommst du dann wenn du die Arthrose hast Schmerzmittel und Entlastungsschiene verschrieben, mehr nicht.

Also wenn du eine OP machen möchtest, dann musst du das wohl in Deutschland machen bzw. vor allem dort versichert bleiben!

Sorry für die lange Ausführung :rolleyes:

Lg Berlino

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Hallo Berlino,

danke für deine ausführliche Antwort.

Hmm, sowas habe ich schon befürchtet.

Es gibt zwar auch glaub ich die Möglichkeit, eine deutsche Zahnzusatzversicherung abzuschließen, aber

bei meiner Diagnose wird mich da vermutlich auch niemand mehr nehmen.

Liebe Grüße

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Also die einzige Möglichkeit die du noch hättest wenn du in Zürich arbeiten möchtest:

In der ersten Phase (in der dann auch die OP wäre) in Deutschland wohnen zB. bei Schaffhausen einfach auf deutschem Boden. Von dort ist man mit dem Zug in 40 min in Zürich.

Dann bist du Grenzgänger und hast die Möglichkeit in Deutschland versichert zu bleiben.

Nur so eine Idee

Gute Nacht!

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Wie das bei uns in der Schweiz abläuft finde ich eine totale Frechheit.

Bis 21 zahlen die dir alles wenn du bei der IV bist. Und nachher ist schluss...

Macht einfach überhaupt keinen Sinn. Da muss man die Behandlung einfach davor machen, auch wenn das aus Gründen von Wachstum und Ausgewachsen sein überhaupt keinen Sinn macht...

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Hm bin grad überlegen ob ich die Kosten selbst übernehme.

Sind 20.000 Euro für die OP + KFO realistisch wenn man komplett privat bezahlt (in deutschland)?

Bei Dr. Kater haben Sie gemeint die schweizer kommen alle zu ihnen und zahlen da die OP privat (14 000 €)

Dann müsst ich in Zürich halt etwas kürzer treten.

mit nem studentischen lebensstil müsste man dort ja mit 30.000CHF / jahr lebenskosten auskommen oder ?

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