hendryk

Alternativen zur OP bei geringem Überbiss?

Hallo!

Seit nunmehr einem Jahr trage ich eine feste Zahnspange (oben und unten) wegen eines Überbisses, d.h. der UK lag bei Behandlungsbeginn etwa 7 mm zu weit hinten (was damals gerade so für die Zustimmung der Krankenkasse reichte). In drei Monanten soll ich wieder zum Chirurgen,der sich die Sache dann genauer ansehen möchte.

Zu rechnen ist allerdings damit, dass der UK infolge der Behandlung weiter nach vorn "rutschte". Genau lässt sich das derzeit (wegen der "Puffer" auf dem UK, die einen Crash der oberen Schneidezähne mit den unteren Brackets vermeiden sollen) nicht sagen, da ich ja den Mund nicht richtig schließen kann - meine KO vermutet jedoch, dass es sich nur noch um 4 mm handelt.

Das istja eigentlich schon fast eine Lapalie, derentwegen ich die Strapazen einer OP vielleicht gar nicht mehr eingehen möchte. Zwei Fragen stellen sich mir:

1. Gibt es eine Alternative zur OP, evtl. Physiotherapie oder sonst irgendsowas?

2. Wie hoch ist das Risiko, dass die Schneidezähne wieder ihre "Fassung verlieren" und aus der Form fallen? (Vorher war das so, gerade die oberen Eckzähne rutschten nach hinten und waren schief.)

Vielen Dank schon jetzt für die Beantwortung der Fragen.

Viele Grüße

h.

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hey, ich stand vor beginn meiner behandlung auch vor der alternative op oder zwei zähne im oberen kiefer ziehen und habe mich letztendlich für die opentschieden, da sie langfristig besser ist und das ergebnis besser ist.......wenn ich nicht operiere besteht eine hohe gefahr, dass ich später mal relativ früh zähne verliere wegen meinem tiefbiss wohl auch..........es ist wirklich eine sehr schwierige entscheidung, die dir leider niemand abnehmen kann..........was sagt denn dein kfo dazu? nicole

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Ohne eine OP wird dein KFO wahrscheinlich den Biss mit Elastics korrigieren (da gibt es die verschiedensten Konfigurationen, siehe z.B. http://www.ormco.com/damon/inTheClinic/caseStudies/elastics/) oder ein festsitzendes funktionskieferorthopädisches Gerät (z.B. ein Herbstscharnier, einiges dazu findest du unter http://www.progenica.net/forum/showthread.php?t=715) einsetzen. Ob bei dir damit ein (auch langfristig stabiles) zufriedenstellendes Ergebnis erreicht werden kann, sollte dein KFO abschätzen können. Gegen das Verschieben der Frontzähne werden oft Lingualretainer verwendet.

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Also ich würde mich nicht immer auf die KFO`s verlassen.

Viele wollen auch einfach nur Kohle schäfeln...

Und wenn du zu deinem KFO von Anfang an gesagt hast, dass

du gegen eine OP bist, dann schlägt er dir natürlich andere Alternativen

vor...

Ob die aber dauerhaft zufriedenstellend sind ist die andere Frage!

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Lieber Hendryk,

Als Alternative bei einem geringen Überbiß könnte man intermaxilläre Gummizüge,intermaxilläre Feder(z.B. Forsus ,SUS, JJ usw.) oder Herbstscharnier versuchen, wenn es die Unterkieferfrontzahnstellung erlaubt.

Sie haben in ihrer Anfrage die 7mm Stufe erwähnt,die zu einer Kassenerlaubnis führte. Wenn Sie aber schon über 18 Jahre alt sein sollten, muß nach Kassenspielregeln der Unterkiefer operiert werden, auch wenn es manchmal anders gelöst werden könnte, oder aber der Patient trägt die gesamten Behandlungskosten selbst.

Sofern eine Stufe bleibt ist die Frontzahnstellung instabil. Abhilfe kann dann evt. ein zusätzlicher OK Retainer schaffen

Gruß von KFO's

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Hallo, danke zunächst für die Antworten.

An solch "mechanische" Geräte wie das Herbstscharnier habe ich gar nicht gedacht. Mir ist auch ehrlich gesagt nicht daran gelegen, sowas zu tragen; wenn ich mir das mal anschau, vergeht's mir jedenfalls und ich frage mich, ob das soviel angenehmer wäre als eine OP ... ;-)

Zur KK: Es ist richtig, ich bin über 18 und dementsprechend auf die Freundlichkeit der Kasse angewiesen. ;-) Dr. Menz/Dr. Werner, ich verstehe Ihre Antwort so, dass die Kasse bei Nichtdurchführen einer OP die gezahlte Summe zurückfordern kann. Ist das richtig?

Ich bin bislang davon ausgegangen, dass ich nur meinen gezahlten Eigenanteil nicht zurückerstattet bekomme. Im letzteren Fall würde ich mir dann vielleicht Lingualretainer anfertigen lassen und auf die OP verzichten.

Und, weil's so gar keiner erwähnt hat: Eine Korrektur eines geringfügigen Überbisses per Physiotherapie bzw. Übungen ist nicht möglich? Ich meine, das irgendwo gelesen zu haben, kann mich aber nicht daran erinnern wo.

Noch einmal vielen Dank für die Antworten.

Viele Grüße.

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Lieber Hendryk,

die Übungen kann man bei Marcel Korn, einem amerikanischen Kieferorthopäden finden.

Zu der kassentechnischen Sache nur soviel:es geht hier nicht um den Eigenanteil,sondern um die Gesamtkosten der Behandlung. Die Kassenrichtlinien legen bei den Erwachsenenbehandlungen eindeutig fest, dass nur die ausgeprägten Gebißanomalien, wo kombiniertes kieferorthopädisch /kieferchirurgisches Vorgehen unumgänglich ist(Umstellungsosteotomien) und auch durchgeführt werden, von den Kassen mitfinanziert werden. Manchmal kommt es vor, dass der Unterkiefer aus einer Zwangsposition befreit in die richtige Position rutscht und sich eine Operation tatsächlich erübrigt. Wenn dass der KK mitgeteilt wird, können sie sich über eingesparte OP Kosten freuen und aus Kulanz auf die Rückzahlung der Kieferorthopädischen Kosten verzichten, aber eigentlich ist die OP zwingend.

Man kann sich sicher darüber streiten, ob diese Regeln irgendeinen Sinn machen, aber alle Ärzte mit Kassenzulassung müssen sich an diese Regeln halten, oder ihre Zulassung zurückgeben.

Gruß von KFO's

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