Haihappen25

Offener Biss, Problem "Zunge" gelöst mit OP?

Hallo,

ich habe mich nun doch entschlossen mein Problem hier zu schildern. Vielleicht gibt es ja jemand der mir Antworten geben kann.

Also kurz zur Vorgeschichte:

Behandlung gegen Progenie

1994/95-1998 lose Spange

1998- 2004/2005 feste Spange oben und unten

2004 Entfernung der oberen Spange und dann einige Montate Behandlung mit plaste Spange oben zur Stabilisierung bis die untere feste Spange raus kam

Nach Beendigung der Spangenbahandlung hat sich nach und nach ein offener Biss entwickelt.

Daher logopädische Behandlung, mit Schluck- und Zungenübungen usw.

Irgwndwann meinte meine Kieferorthopädin, dass man meine Fehlstellung nur noch operativ behandeln könnte.

Also war ich im Sommer 2005 oder 2006 (weiß nich mehr so genau) zur OP- vorstellung.

Es wurde geplant UK vor zu verlagern und auch der OK sollte operiert werden(leider weiß ich nicht mehr was genau gemacht werden sollte)

Zu diesem Zeitpunkt war ich 17jahre alt und hätte nach 1jähriger Vorbehandlung operiert werden können. Krankenkasse hatte auch Kostenübernahme bestätigt.

Ich lehnte damals die OP ab, da ich zu viel Angst vor der OP ansich hatte, ich mich noch sehr gut an die schmerzen der festen Spange erinnern konnte, Angst vor Rezidiev hatte und sowie so noch nicht wusste wie es nach dem Abi weiter geht. Außerdem war der offne Biss noch nicht so schlimm und ich hatte die Hoffnung, dass er wieder verschwindet, wenn ich ordentlich die logopädischen Übungen mache.

Nun bin ich fast 24 und habe nur noch mit dem letzten Backenzahn rechts und links kontakt.

Meine Zunge hab ich beim Schlucken, Trinken und Essen soweit gut im griff, dass sie sich nicht mehr vorne zwischen die Zähne presst. Aber nachts will es nicht so recht funktionieren. Jeden Morgen beim Aufwachen ist meine Zunge zwischen den Zähen und ich spüre Druck auf den oberen Schneidezähnen.

Kosmetisch hab ich echt keine Probleme. Aber beim Sprechen und Essen natürlich. Besonders zu schaffen machen mir "S"- laute und ich mag es nicht in der Öffentlichkeit zu essen. Hinzu kommen nun allmählich auch Verdauungsprobleme (was mir vor 5 jahren schon prognostiziert wurde)

Habe die ganzen letzen 5/fast 6 Jahre hin und her überlegt ob ich nicht doch zur OP sollte.

Ich wohen jetzt im Ausland und war vor Weihnachten erneut zur Op- vorstellung in Oslo. Und nun wurde gesagt, dass sie nur den OK operieren wollen (nach unten verlagern, LeFort1).

Meine Bedenken sind nun, wie das postoperativ mit der Zunge aussieht.

Ich hab generell das Gefühl, dass meine Zunge zu groß im Verhältnis zum Kiefer ist. Habe nun Angst, dass die Zunge die Kiefer wieder auseinander drückt. Und mehr als eine Op möcht ich echt nich übermich ergehen lassen.

Laut dem Kieferchirurg in Oslo brauch ich auch kein Kieferschloss und soll nur im OK eine feste Spange bekommen, da die Zahnstellung i.o. ist.

Meiner (unprofessionellen) Meinung nach als Leihe, hab ich gedacht man müsste den OK erweitern, so dass die Zunge mehr Platz hat. Wie gesagt weiß ich nich was 2005 mit dem OK geplant war und bin nun völlig verunsichert, ob diese Op die Ursache behebt.

Meine jetztige Kieferorthopädin hat leider keine Erfahrung mit orthognather chirurgischer Behandlung und kann mir keine Auskunft geben. Sie ist sowieso der Meinung, dass es genetisch ist. Aber ich bin die Einzige in der Familie mit offenem Biss. Meine Mutter hat auch Progenie, einige ihrer 7 Geschwister haben Überbiss, genau wie einige meiner 15 Cousinen/Cousings. Von der väterlichen Seite weiß ich nichts. Dennoch bin ich mir sicher, dass die Zunge die Ursache ist. Und das war ja auch die Ansicht meiner früheren Kieferortopädin. Hab als Kind/Baby nie Schnuller oder Daumen im Mund gehabt.

Ich würde mich wirklich sehr freuen und wäre sehr dankbar für Kommentare und Antworten, die mir weiterhelfen würden mich für oder gegen die Op zu entscheiden.

unten mal ein Bild wie es aussieht, wenn ich "zubeiße"

liebe Grüße

post-5536-130132874727_thumb.jpg

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Hallo,

meine Zahnstellung vor gut 2 Jahren ähnelt deinem Foto! Bei mir wurde der offene Biss auch durch die Zunge, die immer gegen drückt, verursacht.

Zu Beginn der KfO-Behandlung (mit 38 Jahren) wurde ich von dort gleich zur Logopädin überwiesen, ao dass ich zwar weiß, worauf es ankommt, aber halt auch nur, wenn ich daran denke, wo ich die Zunge "hinpacke".

Meine gesundheitlichen Probleme und der extreme Fehlbiss haben sich erst mit Mitte 30 bemerkbar gemacht und da du erst 24 bist, könnte ich mir vorstellen, dass ohne Behandlung noch einiges auf dich zukommt...

Nach gut 2 Jahren festen Brackets ist jetzt zwar der offene Biss geschlossen, aber die Zähne stehen genau aufeinander (Kopfbiss), so dass eine operative Vorverlagerung des OK ansteht.

Inwiefern dieser Eingriff sich positiv auf die Zungenstellung auswirkt, kann ich natürlich noch nicht sagen :???:.

Aber: ich werde mir auf jeden Fall nach der OP noch einmal eine Verordnung für Logopädie geben lassen!

LG

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Hallo,

vielen Dank für Deine so ausführliche und interessante Beschreibung. Offensichtlich liegt in Eurer Familie eine ungünstige Wachstumsrichtung in der vertikalen Relation, so dass trotz aller Anstrengungen manchmal nur der operative Eingriff eine echte Verbesserung bringen kann. Zur Frage des operativen Verfahrens kann man von der Ferne nicht Stellung nehmen. M.E. muss immer im Oberkiefer operiert werden, um (wie von Dir super beschrieben!) der Zunge mehr Raum zu geben.

Mn kann natürlich auch nur die Vor- und Nachteile der operativen Eingriffe beschreiben, um für Dich zu einer Entscheidung zu finden. Du hast sehr treffend formuliert, dass Deine Lebensqualität deutlich leidet - denn Aussprache und Essen in der Öffentlichkeit gehören zu einem schönen Leben...

Hoffentlich konnte ich Dir helfen!

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Danke für die Antworten :-)

Ja ich weiß es ist sehr schwierig von der Ferne her zu sagen welches Op- verfahren das richtige ist. Und sicher ist es auch abhängig vom Operateur und dessen Erfahrungen.

Aber mal allgemein gesprochen: bekommt die Zunge mehr platz, wenn der Oberkiefer vorverlagert (sprich eine LeFort1 gemacht)wird?

Kann mir das halt schlecht vorstellen. Ich könnt mir vorstellen, dass dann zwar vorne der Biss geschlossen ist, aber die Zunge sich an der Seite wieder dazwischen drängelt und da halt der Biss wieder aufgeht. Oder ist das nich der Fall??

Würd mich über nähere Aufklärung freuen. Wenn möglich ;-)

Liebe Grüße und vielen Dank

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hallo haihappen,

bin erst 4 tage post op und habe wirklich noch viel zu jammern, weils ein heftiger eingriff war, aber mein OK kam 9mm nach vorne und wurde auch wg offenen biss geschwenkt.

meine zunge hat endlich platz und muss nicht mehr im unterkiefer liegen oder zwischen den zähnen parken! und ich bekomme mit einem nasenloch mehr luft als vorher mit beiden zusammen.

ich denke eine op würde das verbessern bei dir.

es ist ein heftiger eingriff, den einige hier super weg stecken oder solchen wie ich die halt mehr zu jammern haben. das muss du dir bewusst machen.

wenn nur dein ok vorgeholt werden muss, ists vielleicht nicht so dramatisch und du bist bald wieder auf den beinen.

lies doch mal die op berichte von denen, die es schon ne weile hinter sich haben. dann weiß man ungefähr was einen alles erwartet.

die meisten würden es wohl wieder machen und die zahl derer, die mit komplikationen zu kämpfen haben, ist gott sei dank klein.

alles gute!!

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