JanaxX

Bimax geschafft!! -> Am 04.Februar 2011 im Marienhospital Stuttgart

125 Beiträge in diesem Thema

Nach vielen Höhen und Tiefen, langem Warten und rund drei Jahre Leben mit Zahnspange, konnte ich es immer noch nicht ganz fassen, als ich zur Aufnahme ins Krankenhaus marschierte.

Als ich anreiste HATTE :)) ich eine:

Bissanomalie der Angle Klasse III

Mandibuläre Prognathie und

Laterognathie mit Abweichung des UK nach links,

→ Sprich, ein schiefes Lächeln.

(meine transversale Diskrepanz im OK wurde bereits mittels GNE im April'10 korrigiert ;) )

Aufnahme: Donnerstag, 3.Februar 2011, 11 Uhr

Nach dem obligatorischen Einchecken unten im Foyer bin ich oben auf der Station sehr nett empfangen worden. Manche haben mich sogar wiedererkannt (oh oh!?). Nach dem Zimmerbezug durfte ich dann rüber ins Behandlungszimmer, zu Dr. T., zum Aufnahmegespräch.

Sie schaut auf meine Akte, schaut mich an und meint „Aaaah....ich wusste doch der Name kommt mir bekannt vor, ich habe Sie operiert, stimmts?“ Ich nicke.

Sie verdrehte die Augen und sagte mit ihrem netten italienischen Akzent:“oooh ja...Sie sind meine schliiimst geschwooohllene Patiäntin bisher.“ UPS :D.

Dann wurde mir noch Blut abgenommen, meine bisherige Krankengeschichte geklärt und das wars (meine leichten Halsschmerzen sollte ich dem Anästhesisten schonend beibringen). Und ich erfuhr, dass ich als erste auf dem Plan stand.

Auf dem Zimmer gabs bereits Essen, Kartoffelbrei und Blumenkohl. Beides weich. Beides na ja.

Mit halbvollem Magen und der Patientenakte unterm Arm bin ich dann zur Anästhesie gestiefelt.

Da ich nix zum Lesen dabei hatte und wegen 3 Notfällen eineinhalb Stunden warten musste, musste eben meine Akte herhalten. Beim Lesen des GNE-OP-Berichts war ich dann bedient (welcher Meißel wann verwendet wurde, gehörte nicht unbedingt zu den Dingen, die ich unbedingt wissen musste, so ein Tag vorm Kieferbruch).

Das Gespräch an sich ging dann schnell. Meine Halsschmerzen fand er gar nicht schlimm, hat nur den Nachteil, dass mein Hals nach der OP mehr schmerzen könnte. Hat es auch, ging aber.

Da ich letztes Mal nach der OP erbrochen hatte, hat er mir noch ein Mittelchen aufgeschrieben, mit dem es gar nicht erst soweit kommen sollte. Und auch, dass ich letztes Mal so lange gebraucht hatte mit aufwachen, quittierte er mit einem Achselzucken („Sie haben danach ja keine Termine, oder?“ -Nö!? „ja...dann ist es doch egal, dann können Sie auch ruhig weiterpennen.“) Anästhesisten sind cool :D

Dann schrieb er mir noch was zum Schlafen auf und ich konnte wieder gehen.

Zurück auf Station kam auch gleich Dr. K. Vorbei und nahm mich zum Behandlungszimmer mit. Dort wurde mir dann genau erklärt was gemacht wird. Mein OK bleibt am Stück (der Palatinalbogen bleibt drin -“Wer hat Ihnen denn den Schwachsinn mit dem Durchfräsen erzählt??“), das Kinn kann auch bleiben wo es ist, bei der ME sei noch Zeit genug dafür, wenn es denn sein sollte. Mein OK sei wohl noch schiefer als gedacht und mein UK müsste gar nicht soooo viel verschoben werden. Und er lobte die kieferorthopädische Vorbereitung. Die sei wirklich gut „da brauchen Sie nicht mehr lange nach der OP“. Auch meinte er, dass es sein könnte, dass ich den Splint nur zwei Wochen tragen müsste, weil eben alles so gut passt und der Splint dann stören würde. Aber das würde man alles nach der OP sehen. Ich stellte mich also trotzdem auf fünf volle, lange Wochen ein.

Um 22 Uhr dann die Schlaftablette eingeworfen und gute Nacht.

OP-Tag, 4. Februar 2011; IMC

Pünktlich um 6.30 geweckt worden, Thrombosespritze bekommen. Dann bin ich nochmal duschen gegangen und um halb acht gings rüber ins Behandlungszimmer, dort werden alle OP-Patienten des Tages quasi nochmal „vorgestellt“.

Dr. K. trug noch einmal kurz seinen Plan vom Kieferbruch vor und erwähnte auch nochmal die Sache mit dem Splint. Auf die Frage, wann denn meine GNE gewesen sei, antwortete Dr. T. Ad hoc:“6.April 2010“ und zwinkerte mir zu. Hihi :)).

Dann wurde ich kurz etwas geschockt, denn Dr. K. blickte mich besorgt an und fragte ob ich irgendwas mit ASS genommen hätte?

Ein Blutwert sei wohl etwas unter der Norm. Kurz stand die Frage im Raum, ob man die OP verschieben soll (...ich entschied mich spontan mich selbst zu operieren, mit den Meißeln hatte ich ja gestern erst Bekanntschaft gemacht), da es aber „nur“ die Bimax, ohne Segment und Kinn sei, wäre die OP aber schon vertretbar. Zur Sicherheit wurde mir aber nochmal Blut abgenommen. Zurück auf dem Zimmer musste ich auch schon das nette OP-Outfit anziehen, die Tabletten einwerfen und los gings.

Vor dem OP wurde ich erst mal zwischengeparkt, da die Tür nicht aufging. Die zickige Transporttussi ging ohne ein Wort davon und ich lag allein im Bett vor dem OP. ÄÄÄHM...HALLO?^^

Sie kam dann aber doch wieder, schaute mich achselzuckend an und plötzlich ging die Tür wohl doch auf. Heiligsblechle aber auch!

Ich robbte also auf die OP Liege rüber, wurde freundlich begrüßt, Haube auf, warme Decke und ab in den nächsten Raum. Dort lief Musik (sehr eigenwillige Musikmischung- war aber cool).

Ein Narkosemensch stand im Takt wippend vor dem PC. Ich wertete das als gutes Omen, wenn er nachher im Takt meines Herzschlags genau so mitwippt, merkt er wenigstens schnell, wenn sich was verändert ;).

Ich bekam noch den Zugang gelegt (während sie noch ihr Frühstück runterkaute :D), die Elektroden drangeklebt, Blutdruckmanschette um, Arm festgemacht und weiter gings in den OP. Zwei Anästhesieschwestern diskutierten noch über das Legen eines Katheters, ob oder ob nicht. Ich hoffte, dass ich das Ergebnis erst beim Aufwachen mitbekommen würde. Dann wurde mir die Sauerstoffmaske vor das Gesicht gehalten, gleichzeitig das Narkosemittel gespritzt, angenehme Träume gewünscht und weg war ich.

Aufgewacht bin ich gegen Mittag auf der IMC. Ich war sehr müde, fühlte mich aber nicht schlecht (ich dankte innerlich dem Anästhesisten). Lediglich das Schlucken war sehr unangenehm, ich vermute, dass es an der Magensonde lag. Das Aufwachen war in keinem Vergleich zum letzten Mal. Dieses Mal konnte ich meine Gliedmaße direkt zuordnen, letztes Mal wusste ich nicht mal mehr, ob ich überhaupt noch Arme und Beine habe.

Ich bin immer wieder eingeschlafen. Irgendwann hab ich mich dann mal abgetastet und fand raus, dass ich eine Blutdruckmanschette um den linken Arm hatte, einen Sauerstoffschlauch links und die Magensonde rechts in der Nase steckten, so wie einige Elektroden an mir klebten , ich die Kühlmaske auf hatte UND ich hatte einen Katheter UND SIE HABEN MIR MEINE UNTERHOSE GEKLAUT. Ich war geschockt. :shock:

Auch etwas aus der Fassung hat mich die Tatsache gebracht, dass ich mit meiner noch sehr tauben Zunge KEINEN Splint gefühlt hatte. Ich verdrängte den Gedanken, dass es grotten schief gelaufen ist und schob es auf die taube Zunge. Vielleicht fühlte ich ihn auch nur nicht. Geschlafen hab ich nicht allzu viel, mir ging es relativ gut, klar müde und unbequem, aber gut. Gegen halb drei bekam ich Besuch von Dr. K., der mir dann berichtete, dass die OP 3 ½ Stunden dauerte, ich wenig Blut verloren hätte, es super verlaufen sei und ich keinen Splint benötigt hätte, da alles schon so gut zusammenpasst. Ich freute mich, bedankte mich und schlief wieder ein. Meine Mutter kam auch noch zu Besuch und meinte ich würde viel besser als bei der GNE aussehen (sie sah bei ihrem ersten Blick auf mich übrigens auch viel besser aus als bei der GNE :D) Gut zu wissen!

Gegen Abend wurde ich gewaschen, auch wurde mir wenig bis kein Blut abgesaugt, Schmerzen hatte ich keine, bis auf die Schluckbeschwerden. Da man mir im Vorfeld mehrmals bestätigte, dass ich eigentlich nichts auf der Intensiv benötigen würde, da ich sowieso die ganze Zeit schlafen würde, habe ich auch nichts gepackt gehabt. Schade eigentlich ;). Mir war langweilig und ich hätte gerne so was wie eine Unterhose gehabt :D.

Die Nacht war lang, es war mega unbequem und ich konnte nicht richtig schlafen, teils weil auch die Müdigkeit einfach nachgelassen hat, teils aber auch, weil die ganzen Piepgeräusche extrem nervten (bis ich rausfand, dass ich für einen Teil des Gepiepes zuständig war, weil mir die Sauerstoffkappe vom Finger unabsichtlich öfters runterrutschte. UPSI :D)

Am frühen morgen kam dann endlich etwas Abwechslung. Ich stellte mit Freude fest, dass der gleiche Narkosearzt Dienst hatte, der gestern beim Gespräch dabei war. Er erkannte mich sogar wieder. Er schaute sich meine Werte an und nahm mir noch etwas Blut ab (er musste meine Venen erstmal "wachklopfen“ -„bitte nicht persönlich nehmen“^^), befand alles für gut und verschwand wieder. Ich wurde abgekabelt, Magensonde und Katheter wurden entfernt (Magensonde etwas ekliges Gefühl, aber nicht schlimm und Katheterziehen ist auch nicht der Rede wert) und ich durfte mich aufsetzen und ein bisschen waschen.

Nächster Schritt war Trinken und zu meinem Erstaunen konnte ich aus einem Glas trinken (ging nach der GNE erst nach 'ner Woche). Joghurt durfte ich auch noch essen (auch das ging um Welten besser als nach der GNE) und dann wurde ich auch schon abgeholt für die Station, nett war auch als die Intensivpflegerin dem Transport sagte, dass sie mir 'ne 1+ geben würde, weil alles so gut sei. Da freute ich mich doch glatt.

1. Tag post OP

Zurück auf Station durfte ich mich dann endlich anziehen und gleich rüber ins Behandlungszimmer zu Dr. P. (der auch glaube ich assistiert hatte). Ich fühlte mich gut, noch leicht wackelig und ich konnte reden. Während dem Warten hab ich auch Mery kennengelernt :D und noch ne Patientin ohne Splint getroffen. Dr. P. War überrascht und meinte ich sehe gut aus, für frisch operiert und frisch von der IMC. Dann spülte er kurz durch befand meinen Biss für gut und ich durfte wieder auf mein Zimmer wackeln.

Dort hab ich dann erst mal geschlafen und gekühlt. Das einzige was ich wirklich schrecklich fand, waren die doofen Zäpfchen. Damit konnte ich mich schon auf der IMC nicht anfreunden.

Wenig später bin ich dann ne kleine Runde gelaufen, verbrachte aber den größeren Teil vom Tag im Bett. Die Kühlmaske empfand ich wie bei der GNE schon als nicht so angenehm, zwang mich aber, sie zu tragen. Meine Zimmernachbarin war super, stellte mir immer was zum Trinken hin und unterhielt mich ;). Der Tag ging gut rum, das Essen klappte und ich hatte erstaunlich viel Gefühl schon in den Lippen. Also zumindest konnte ich erahnen, wo sie sich befinden und ich saute mich nicht mal beim Essen ein. Schwellung war auch gut vorhanden, aber alles im Rahmen (und weniger als bei der GNE). Farben hatte ich keine.

Die Nacht war doof, ich hab vielleicht drei Stunden geschlafen. Meine Nase war zu und durch die Kühlmaske ging Atmen durch den Mund auch nicht so gut. Dank Otriven Nasengel sind die drei Stunden überhaupt nur zu Stande gekommen.

2.Tag post OP

Ich bin aufgewacht und hab schon gemerkt, dass es wohl der berühmte zweite Tag ist. Mein Kreislauf wollte nicht mehr ganz so sein wie gestern und auch Schwellungsmäßig hab ich ordentlich zugelegt. Mein kleiner Spaziergang war dann auch eher kontraproduktiv.

Gegessen hab ich auch nicht so tierisch viel, irgendwie war das nicht so mein Morgen.

Kühlen empfand ich nach wie vor als störend, ohne wurden meine Backen aber so tierisch heiß. Das hat mir dann beim Warten auf den Arzt vor dem Behandlungsraum ordentlich Mitleid eingebracht. Mir war tierisch warm und ich merkte, wie ich immer mehr anschwoll. Da vermisste ich zum ersten Mal meine Kühlmaske.

Auch Dr. P. Meinte gleich „oh...gestern sahen Sie unverhältnismäßig gut aus, heute eher...etwas kaputt“. Dann gab es noch die Spülung und die Gummis wurden gewechselt. UND ich durfte doch tatsächlich die doofen Zäpfchen gegen Tabletten eintauschen und er setzte mich auf die Liste für die Physiotherapie. Tschakka!!

Zurück auf dem Zimmer war ich etwas genervt von meinem Zustand, also trank ich viel, kühlte, holte etwas Schlaf nach und nach dem Mittagessen sah die Welt dann wieder gut aus, auch ging ich nochmal raus an die frische Luft, das tat gut. Die Nacht war auch viel besser. Sieben Stunden fast durchgängig geschlafen, das ist gut. Auch wurde mir die Nadel gezogen und ich freute mich wie Bolle auf die Dusche morgen.

3.Tag post OP

Da man ja zuverlässig um 6.30 geweckt wird, bin ich auch direkt danach duschen gegangen. Sehr guter Start in den Tag und ich fand es sehr verwunderlich, wo man doch überall noch Klebereste von Elektroden und sonstigem Kram an sich finden kann.

Mit sauberem Gefühl wagte ich mich also an die Antibiotikatablette ran. Ich hab eigentlich keine Probleme mit Tabletten, aber die ist wirklich fies. 1.schmeckt sie widerlich und 2. ist sie verdammt groß. Nach 'nem gefühlten Liter Kaba hatte ich dann auch endlich mal das Gefühl, dass sie im Magen angekommen ist.

Essen ging eigentlich gut, solange es vom Löffel rutscht und ich nicht nachhelfen muss^^.

Leider wurde meine Zimmernachbarin heute entlassen (sie war wegen eines Abszesses da), fand ich sehr schade. Aber um den Trennungsschmerz zu lindern, wurde ich zum Röntgen geschickt.

Dieses Mal wars wirklich eine sehr kurze Wartezeit. Dafür aber stickige Luft. Die Röntgenassistentin guckte mich an und fragte ob ich schon operiert sei!? Ne...der Kugelfisch hat sich nur im Meer verirrt.

Sie brauchte ewig, aber gut, sie war auch laut eigenen Angaben „heute nicht so auf Zack.“ Merkte man auch. Leider. ;)

Bei einer Aufnahme dann schüttelte sie nur den Kopf und murmelte:“ Also...i muss des Kinn uff jeden Fall draufbringa, sonsch'd steigt mir dr ******** wieder aus Dach. Der hot erschd letztscht Woch wieder mit mir g'schumpfa.

Aber wisset se,... da war letztschtens so an Kerle doa, der hot so a saumäßig langs G'sicht ket, i wusst gar net wohin damit.“

Ich hoffte nur inständig, dass sie wusste wohin sie MEIN Kinn schieben muss, die Luft war wirklich schlecht. Irgendwie hats dann auch geklappt. Und ich war froh, als ich wieder gehen konnte,

Dr. B. Machte heute die Kontrolle, alles nach wie vor gut. Das ich auf der Seite schlafe fand er nicht schlimm (ich bin mit totalen Gewissensbissen aufgewacht), irgendwie müsse man ja schlafen. Auch das Knacken überall sei noch nicht beunruhigend.

Gegen Mittag schaute Dr. K. Vorbei. Er meinte nur, dass alles gut aussieht, die Schwellung sehr moderat sei und ich auch schon sehr fit aussehen würde, die Werte würden auch super sein und wenn ich will, dann könnte ich schon am 5.Tag post OP gehen. Ich war überrascht, damit hatte ich nicht gerechnet, zumal er es von sich aus anbot. Ich hatte nicht einmal daran gedacht danach zu fragen. Ich freute mich, er freute sich, alles gut also.

Den Tag verbrachte ich mit viel Laufen, lesen, langweilen, laufen, lesen, langweilen, laufen.

Die Nacht war auch okay.

4.Tag post OP

Heute war Visite. Pünktlich um halb acht kam die weiße Lawine.

Chefarzt begrüßt mich. Auch er hat nix gegen meinen Splintlosen Kiefer, vielmehr interessierte er sich für meine Gelenke. Ich sollte ihm nochmal die Hand geben, er bog sie hin und her. "Hat Ihnen schon mal jemand gesagt, dass Sie locker sitzende Gelenke haben?

Hab ich nämlich gerade gemerkt, als Sie mir die Hand gegeben haben." "äääh...nö." "Nicht? Aha...na ja, Menschen mit solchen Gelenken sind mehr rezidivgefährdet (sieht meinen Blick)....aber auch gelenkiger!" :shock:

Mehr erfreulich war dann wiederrum die Aussage (auch wenn es wirklich Standardaussage von jedem im MH war, mit dem ich die letzten Tage zu tun hatte ;)), dass ich wirklich schon sehr fit wirke und die Schwellung sich ja auch sehr in Grenzen hält.

Und dann war die weiße Wolke auch schon wieder weg.

Ich hatte mittlerweile schon tierischen Hunger und war sehr geschockt von meinem Essen: Toastbrot.

Auf meinem Tablett sah es hinterher schlimmer aus, als nach dem Krieg, der Pfleger hat mich ausgelacht :D.

Zwischendurch kam noch eine Physiotherapeutin und verpasste mir eine Lymphdrainge, hach....

Bei der täglichen Kontrolle sprach ich dann Dr. B. auf meine morgige Entlassung an, da ich das bei der Visite vergessen hatte zu fragen. Er lachte los und fragte, wie ich denn auf die Idee käme!? Etwas irritiert verwies ich auf Dr. K.

Er schaute mich scharf an:"Stimmt das wirklich? -Wissen Sie, manche Patienten erfinden das, nur damit sie heimkönnen"

Er glaubte es mir dann aber doch und trug mich also für morgen als entlassen ein. Dankeschöööön! :))

5.Tag post OP

Heute wurde ich also ganz offiziell und mit viel Erstaunen, früher als geplant entlassen.

Vorher gabs noch eine Spülung und eine Tüte mit vielen, vielen Gummis.

Auf das Gummiwechsel-Spiel (ich muss Trapeze spannen, dabei war Mathe doch noch nie so meine Stärke..!?) freu ich mich nicht so. Das könnt noch was werden. Ansonsten bekam ich noch meine Verhaltensregeln, Kontrolltermine und die Aussicht, dass ich ev. früher mit der KFO-Behandlung weitermachen kann. Ich hab mich noch artig bei allen bedankt und dann gings mit neuem Biss (und irgendwie mehr Gepäck!?) wieder nach Hause.

6.-9-Tag post OP zu Hause

Alles gut soweit. Essen ist deutlich leckerer, aber ich hab immer den Drang zu kauen, wenn ich etwas "normales" in pürierter Form esse (Reis in Paprikasauce etc), macht wohl der Geschmack aus ;).

Das Gummi-Wechseln endet jedes Mal in einer Selbstverstümmelungsaktion mit mäßigem Erfolg,... aber ich mach mich.

Mittlerweile kann ich auch mit einem normalen Esslöffel essen, man freut sich auch über kleine Dinge^^.

Schwellung geht sehr gut zurück, ich hab trotzdem Lymphdrainage verschrieben bekommen von meiner KFO, da gehts dann auch ab Montag los. Vielleicht hat dann auch mein Gefühl Lust wiederzukommen, das stagniert irgendwie mächtig.

Tabletten nehm ich nur noch vor dem Schlafen gehen, wobei ich das jetzt auch reduzieren möchte.

Heute Nacht hab ich keine genommen und es ging auch, auch wenn ich öfters aufgewacht bin.

Körperlich bin ich auch fast wiederhergestellt. Nach einem Ausflug in die Stadt, muss ich mich kurz ausruhen, aber nach 'ner Viertelstunde ist auch schon wieder alles okay.

Das Ärzteteam, so wie das Pflegepersonal sind wirklich super! Man wird als Mensch behandelt und wahrgenommen, sie haben Humor UND Verständnis, selbst für die kleinsten Problemchen :)).

Ich bin mehr als froh, dass ich es hinter mir habe. Das war schon eine große Belastung im Voraus. Mir ist es auch egal, wie lange ich die Spange noch haben werde, weil jetzt ist wirklich alles absehbar.

Und ich bin wirklich dankbar, denn ich glaube ich hatte Riesenglück. Mir ist das auch erst zu Hause richtig bewusst geworden. Im Prinzip ging es mir schon nach dem Aufwachen wieder relativ gut, auch glaube ich, dass es meiner Genesung gut tut, dass ich mich normal (viel besser auch als nach der GNE) verständigen kann. Schmerzen hab ich so gut wie keine. Ich merke einfach nur, dass es arbeitet und das nervt, aber es ist verkraftbar.

Ich habe wirklich jeden Tag auf den Knall gewartet, an dem es mir richtig schlecht geht, da jeder so überrascht war. Das hat mich manchmal eher verwirrt, als gefreut ;). Ich kann nur hoffen, dass es so weitergeht :))

Und- ich konnte den Taschentuchbox-Trend leider nicht richtig in Gang bringen, WEIL ICH BISHER NOCH KEIN EINZIGES MAL GESABBERT HABE :D.

Viele Grüße,

Jana

P.S.

Ein Hoch auf Joe Clever!!! Ohne das Erdbeer-Kaba-Vanille-Gesöff hätte ich so manches Essen knicken können ;)

bearbeitet von JanaxX

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Hallo Jana,

ein toller Bericht, der bei mir wieder viele Erinnerungen hervorrief und viele Lacher produzierte! :mrgreen: Schön, dass bei dir alles so rund lief! Weiter so...

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Ich wünsch es dir sehr, Chris!!

Ich hätte nie gedacht, dass aus dem großen Wort Bimax dann doch eher ein "Bimäxle" geworden ist. Ich will trotzdem nix schön reden, es hätte auch anders laufen können. Im Krankenhaus selbst war mir das noch gar nicht so bewusst, ich hab mich einfach nur gefreut, dass es mir nicht schlecht ging.

Jetzt zu Hause merke ich immer mehr, wie viel Glück ich hatte.

Morgen hab ich meine erste Lymphdrainage. Die Schwellung ist mittlerweile schon so gut wie weg, aber ich hoffe es bringt meiner Mimik was. Ich kann zwar alles bewegen, Grimassen machen etc, aber sieht trotzdem noch etwas steif aus. Aber ist ja auch erst 10 Tage her...

(und hey, warnt mich doch vor und sagt mir, dass man von Tomatensoße rote Gummis bekommt AAAAAH!!!!)

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Juhuuu.. dein Bericht ist toll und noch toller wie gut es dir geht!

Haha, ich musste echt so lachen als ich das gelesen hab:

Bei der täglichen Kontrolle sprach ich dann Dr. B. auf meine morgige Entlassung an, da ich das bei der Visite vergessen hatte zu fragen. Er lachte los und fragte, wie ich denn auf die Idee käme!? Etwas irritiert verwies ich auf Dr. K.

Er schaute mich scharf an:"Stimmt das wirklich? -Wissen Sie, manche Patienten erfinden das, nur damit sie heimkönnen"

Den Trick muss ich mir merken :mrgreen::mrgreen:

Alles Gute weiterhin und gehs trotzdem langsam an :)

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Liebe Jana...

Ich freu mich, dass es dir ganz gut geht und hoffe das es bei dir wenigstens alles gut verheilt! Gute Besserung!!

PS: Stimmt ja, du hattest gar kein Splint drin, bin zwar stark davon ausgegangen, dass du einen drin hast, aber dafür konntest du echt zuuu gut reden!!

grüsse

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Hey Jana :)

Glückwunsch zur überstandenen OP :) Hab schon sehnlich auf deinen Beitrag gewartet und bin total überrascht wie gut es doch laufen kann :)

Ist super, dass du keinen Splint brauchst.

Weiterhin noch alles Gute :)

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Erst mal gute besserung !!

das ist ja super gelaufen :) wie bei meiner bettnachbarin.

aber dafür hattest du ja auch bei der GNE genug mitgemacht.

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2 Wochen post OP, 1. Nachkontrolle

Zu einer Zeit, die zu meinem derzeitigen "ich-bin-krankgeschrieben"-Tagesablauf so was ähnliches wie mitten in der Nacht bedeutet (8.30 Uhr), durfte ich also heute zum ersten Nachkontrolltermin im MH anrücken.

Ich hab mich schon sehr weit vorne im Bimax-Prozess gesehen, als ich die Patientengruppe belauscht hab, die heute entlassen wurde. Alle haben noch sehr nasal und angestrengt gesprochen. ÄÄÄTSCH das war mal.

Dr. K. befand meinen Biss für gut, rechts ist der Biss schon gut geschlossen, links noch nicht ganz, das wird aber wohl noch. Meine Gummis hat er irgendwie anders wieder eingehängt als bisher, es aber unkommentiert gelassen. Da ich aber merke wie ich jetzt mit so ziemlich allen Zähnen spürbaren Kontakt habe, denke ich, war das beabsichtigt ;).

Abgeschwollen bin ich auch schon so gut wie, ich hab lediglich noch Restschwellbäckchen, dort wo die Platten sitzen neben der Nase, aber das passt schon. Mein Gefühl kommt auch so langsam wieder. Es wird also :).

Dass mir jetzt schon zum zweiten Mal ein Gummi gefatzt ist während dem Gähnen (total bescheuert! :D) wertet er als gutes Zeichen, das würde für meine stetig wachsende Mundöffnung sprechen. Aha ;).

KFO-technisch kann es eigentlich auch weitergehen und den dritten Nachkontrolltermin nach 6 Wochen brauch ich nicht, der ist nur dazu da, um zu schauen wie sich der Biss ohne Splint verhält. Aber der verhält sich bei mir ja eh schon die ganze Zeit ohne Splint, also weg mit dem Termin :D.

Und noch etwas erfreuliches:

Ich hab während meines Krankenhausaufenthaltes 6kg abgenommen

->ich war shoppen, heo theo....schon lange nicht mehr so fündig geworden :D

Was das Essen angeht, ich mach alles platt. Rücksichtslos. Hat dann zwar optisch den "Sieht-aus-wie-ausgekotzt"-Charakter, aber schmecken tuts trotzdem :). Ich bin momentan noch nicht so vom Konzept überzeugt, Dinge am Gaumen zu zerdrücken, da hab ich irgendwie Hemmungen, deshalb gibts überwiegend passiertes Zeug.

Das Gummi-Wechseln klappt auch immer besser, ich entwickel da grad eine neue Technik.

Dr. K. hat zwar gemeint ich kann die Gummis zum Essen ruhig rausnehmen (ist auch eigentlich deutlich angenehmer zum Essen),

aber auf das Gefummel hinterher hab ich noch keine Lust...mal sehen wie sich das noch entwickelt.

Aussprachetechnisch ärgert mich meine Zunge, ich lispel was das Zeug hält, weil die blöde Zunge noch immer den offenen-Biss-Dreher drin hat. Nervt.

Körperlich würde ich mich seit spätestens heute als wieder vollkommen hergestellt beschreiben.

Ich war heute sehr viel unterwegs und hab viel gemacht und bin nicht müder oder schlapper als vor der OP.

(GNE war erst nach gut einem Monat wieder alles ok). Reden finde ich nach einer gewissen Zeit doch noch anstrengend,

irgendwie krampft dann immer mein Unterkiefer ein wenig.

Tabletten hab ich auch nur noch drei Tage nach der Entlassung zum Schlafen genommen.

Ich merke zwar nach wie vor wie es arbeitet, aber es lässt doch auch deutlich nach.

Lymphdrainage hab ich mir trotz Allem verschreiben lassen (gehört zu einem richtigen Bimax-Patienten dazu, finde ich ;)).

Leider sind meine Termine immer mit einem Riesenabstand dazwischen,

das zieht sich jetzt bis Mitte März durch...na ja, ich brauchs ja auch nicht sooo dringend.

Ich bin derzeit auch am überlegen, früher wieder mit arbeiten anzufangen,

bin mir aber noch nicht so schlüssig. Da ich viel, viel reden muss und nicht so scharf darauf bin,

einen unabsichtlichen Stoß von eines meiner Fröschle abzubekommen, warte ich lieber noch mal

zwei Wochen ab und entscheide dann neu.

(dabei vermiss ich meine Kinder schon so! Ich hab heut ein Päckchen bekommen, mit einem Album mit lauter selbstgemalten Bildern und Wünschen ("Ich wünsch dir, dass dein Zahn schnell heilt" usw :)) ) aaaaaah Sehnsucht!)

Noch 'ne Frage:

Wann habt ihr nach der Bimax mit Logopädie angefangen?

(KFC hat zwar nix gesagt, aber ich hab das Gefühl, dass es ganz gut wäre, meine Zunge mal ein bisschen zu zähmen ;)).

und

Darf man eigentlich schnäuzen??

Ich traus mich momentan noch nicht. Nach der GNE hatte ich sechs Wochen Schnäuzverbot und jetzt?

Viele liebe Grüße,

Jana

bearbeitet von JanaxX

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Hei Jana,

da freu ich mich ja riesig für dich. Hab grade dein Update gelesen.

Fang aber nicht zu früh an, zur Arbeit zu gehen. Ist ja doch anstrengend mit so kleinen Fröschchen.

Aber: schön, dass es dir soweit gut geht. Weiter so.

LG Sanne

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Mann, Jana, jetzt legst du aber einen vor... :mrgreen: Ganz toll, wie du das wegsteckst, davon hätte ich nur träumen können. Kurze Antworten auf einige deiner Fragen: Also ich hab auch erst später was am Gaumen zerdrückt und grundsätzlich alles passiert, was ging (hmmm Zwiebelkuchen). Du merkst das ganz schnell, ob es nun geht oder nicht. Tipp: Käse- oder Rahmkuchen oder Sahnerolle eignen sich sehr gut für den Anfang. Also mir wurde bei der Entlassung auch nicht gesagt, dass ich die Gummis aushängen darf. Das hat mir dann auch Dr. K. bei der ungeplanten Nachuntersuchung nach 3 Wochen mitgeteilt. Und ich hab sie trotzdem meist dringelassen - bis es mit dem Rein- und Rausmachen einfacher ging (außer beim Putzen). Und dass jeder dort ein anderes System hat, die Dinger einzuhängen ist mir auch aufgefallen. Ich hatte mal nachgefragt, es ist wohl nicht so wichtig.

Das Schnäuzen wurde mir nicht direkt verboten, aber das hat ne ganze Weile gedauert, bis ich mir das zugetraut habe. Musste grade vorhin lachen, als ich während eines Telefonats mit meiner Zimmernachbarin niesen musste - wir haben uns beide dran erinnert, was das vor 5 Monaten noch ein Drama war! :shock:

Und hey: Bleib ja zuhause, die Fröschle sind wahre Energiefresser, so süß wie sie sind - sprech da aus Erfahrung!

Ach, ich bin so neidisch auf deinen geschlossenen Biss, bei mir zieht sich das so hin...

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Dankeschön für eure Antworten :)

Ja, meine Mutter hat mich auch schon mit bösen Blicken verfolgt, als ich ihr von meinen Arbeitsplänen erzählt hab. Und stimmt schon, man wird ja nicht ohne Grund so lange krank geschrieben. Und ich weiß auch, wie platt ich nach manchen Arbeitstagen bin, auch ohne Kieferbruch.

Wir werden sehen, sprach der Blinde...

Den Vorschlag, die Gummis auch zum Essen und Putzen rauszunehmen, hat er mir schon am Entlasstag unterbreitet. Aber ich bin manchmal schon zu doof die Dinger überhaupt AUSzuhängen. Das dauert fast genau so lang wie diese dann wieder reinzumachen. Muss man auch erst mal schaffen :D.

Kuchen ist gut! Da bin ich grad auch schwer dabei. Marmorkuchen, eingeweicht in Kaba. In memory of GNE! Ich finds lecker und es lässt sich irgendwie lutschen bzw. leicht am Gaumen zerdrücken.

Das find ich übrigends auch einen Vorteil der Bimax gegenüber der GNE. Bei der GNE fand ich Essen viel anstrengender, weil der Gaumen, beziehungsweise der Teil, der nicht durch den Distraktor besetzt war, doch sehr empfindlich war. Jetzt zwar auch, aber ich hab wenigstens Platz.

Das Schnäuzen hab ich vorerst mal auf Eis gelegt. Meine Nase ist sowieso noch etwas empfindlich. Ich putz meine Nase nach wie vor mit Feuchttüchern. (Niesen ist übrigends wirklich ein ganz schreckliches Gefühl. Ich hab jedes Mal Angst, mir meinen Kiefer wegzuniesen.)

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hey jana!

naaa noch am niesen? ;-) DAS ist wirklich eine naturgewalt! :D putze jetzt mit wattestäbchen und nasensalbe ausm Dm. da ist meerwasser, panthenol und thymian drin. riecht also auch noch lecker ;-)

wie gehts dir denn sonst so?

wir alle der letzten wochen könnten ja einen club aufmachen: I SURVIVED my BIMAX :D :D :D

hehehe ;-)

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Hallo ihr Operierten,

mensch, ich beneide euch total, aber ihr gebt mir auch ganz viel Mut.

Ich stehe noch ganz am Anfgang der Behandlung und lese mir fast alles durch "was neu reinkommt". Eure Mails lesen sich herrlich und ich bekomme immer mehr das Gefühl, dass "man" es durchaus überleben kann ;)

Mich plagen ständig neue Themen, Zur Zeit das Thema Sport. Wann kann ich nach der OP wieder laufen gehen? Letzte Woche war es die Gewichtsabnahme, weil ich nicht gerade ein Schwergewicht bin. So gibts ständig neue Dinge, die uuuunbedingt und sofort geklärt werden müssen (obwohl ich noch so viel Zeit habe).

Also, wünsch euch allen weiterhin alles Gute - das macht ihr super und ihr gebt uns "Greenhorns" viel Mut und Durchhaltevermögen :190:

Viele liebe Grüße

Antje

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Hallo Jana,

dein OP-Bericht macht wirklich Mut. Ich wünsche dir weiterhin gute und schnelle Wundheilung und Erholung.

Liebe Grüße,

vanilleeis

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Hi mitzie,

niesen muss ich zum Glück nicht soooo häufig, aber ich halte meine Kiefer immer fest :D Am Anfang hab ich noch Nasengel gegen Schnupfen fleißig in die Nase geschmiert, aber mittlerweile ist meine Nase wieder frei.

Was ich noch schlimmer finde ist Gähnen! Das ist ja grausam,

das sind Geräusche und Gefühle im Kiefer...wuuuuah.

Auch bekloppt: Mir reißt jeden Tag der Gummi auf der linken Seite. Immer nur links. Ganz toll vor allem dann, wenn man abends unterwegs ist und sich nicht unbedingt auf öffentlichen Toiletten neben kajal-nachziehenden Mädels die Gummis mit ner Pinzette (!) erneuern will :D

Ansonsten ist bei mir alles voll im Lot. Mein Kiefer fühlt sich wieder relativ normal an. Zumindest "arbeitet" es nicht mehr.

Ich muss mich eher immer bremsen, dass ich nicht zu übermütig werde.

Aber auf der anderen Seite denke ich auch, wenn ich die Dinge unbewusst mache (wie schnelles Treppenrunterlaufen o.Ä.), dann wird das auch okay sein und ich freu mich sehr darüber, wieder am normalen Leben teilzunehmen. Ich war sogar schon abends Essen mit Freunden (ich hatte ein Eis ;) ).

Und danke auch an euch anderen, die ihr mir immer so nett schreibt :))

Das ist gut, wenn ich euch Mut machen kann! Das hab ich gehofft :).

Durchhalten lohnt sich! Und egal wie es euch nach der OP geht, immer dran denken "das geht wieder weg" und selbst die größte Schwellung hat noch was Positives (hab ich bei der GNE festgestellt): Man bekommt tierisch viel Mitleid :D.

In diesem Sinne.....I survived my Bimax :))

P.S.

Antje, ich hab sechs Wochen komplettes Sportverbot. Danach kann man mit Laufen etc wieder anfangen. Kontaktsportarten (Handball/Fußball,...) erst nach drei Monaten wieder. Wobei ich das deutlich ausdehnen werde. Mir ist mein Kiefer da zu heilig, als dass ich gleich wieder ins Training einsteigen werde...

bearbeitet von JanaxX

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na jana da hast du ja fast schon einen wellness urlaub gebucht gehabt hihihi :D :D :D

also klasse freut mich dass du nur so davoneilst mit der heilung, motiviert uns doch auch gleich wieder!! :D

du gähnen ja da hilft nur festhalten hehe wohl wahr ;-)

hey da hätt ich auch keinen bock neben den teenies an der zahnspange zu fummeln. geb zwar nix auf die blicke, aber unter druck wird man dann doch mal nervös. muss ja ned sein ;-)

also du bist ja 5 tage weiter als ich und ich lass mich hier gern anstecken mit guter laune und heilungserfolgen!! schreib ruuuuuhig weiter davon :-) *freu

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3 1/2 Wochen post OP

Mein erster offizieller KFO-Termin ist somit vollbracht.

Ich hab mich erst der glücklichen Illusion hingegeben, dass dieser Termin nur zur Kontrolle ist. Als ich eine halbe Stunde später mit meinen weiterhin zu tragenden Gummi-Trapezen, einem neuen netten, zusätzlichen Gummi-Dreieck links, einem Block vorne und anderen komischen zusätzlichen Drähten im Mund die Praxis verließ, wusste ich es besser.

Ich hielt meine Mundöffnung eigentlich für ganz gut (zwei Finger passen rein!?), als es ans Durchspülen ging, hoffte ich, dass sich das noch steigern lässt :D.

Ich hatte mir den 1. Termin nach der OP ehrlich gesagt ziemlich schmerzhaft und unangenehm vorgestellt. War es aber zum Glück nicht. Tschakka!!

Die Gummis muss ich immer tragen, nächster Termin ist in vier Wochen.

Und ich hab nach einem Rezept für Logopädie gefragt und es zusammen mit zwei Visitenkarten bekommen. Das sind beides Praxen die keine expliziten Erfahrungen mit Kiefer-Patienten haben, konnte bisher aber auch keine Ausfindig machen hier in der näheren Umgebung.

Seid ihr bei solchen "Experten" oder ist das nicht so wichtig? Es geht ja auch eigentlich nur darum, meine Zunge richtig zu trainieren, das muss ja jeder Logopäde hinbekommen, oder?

Die Schwellung ist mittlerweile fast weg. Es sind wirklich nur noch minimale Bäckchen neben den Nasen bei den Platten. Ich hab jetzt noch zwei Lymphdrainage-Termine, danach muss es von selbst verschwinden.

Taubheitsmäßig weiß ich nicht so genau, inwieweit das vorangegangen ist. Ich weiß auf Berührung wo ich mich im Gesicht befinde. Das ging bereits nach der OP schon. Leichte Berührungen (wie eine Träne) nehm ich erst wahr, wenns schon am Kinn tropft :D.

Zahnfleisch innen ist oben und unten noch fast gar nicht vorhanden (oben war es aber seit der GNE schon weg). Wenn ich mit der Pinzette beim Gummis einhängen allerdings abrutsch, merk ich es sofort ;).

Bei mir kribbelt fast nie irgendwas, es kommt einfach schleichend. Hat nach der GNE ewig gedauert und ich nehme an, es wird wieder genau so sein. Wird schon werden.

Essen ist auch okay, wobei ich mich echt bremsen muss, nicht zu kauen. Keine Ahnung, ich hab einen großen Drang danach :D. Nur noch zwei Wochen, dann ist das auch Geschichte.

Schnäuzen darf ich ab Freitag wieder (also vier Wochen danach). Vier Wochen deshalb, damit die Wunden gut abheilen können.

(Im Falle einer Erkältung bekam ich den Tipp vom KFC:

"Halten Sie sich das Taschentuch an die Nase und warten Sie, bis das Sekret abgelaufen ist" Aaaah ja ;) )

Meine süße Käpt'n Sharky Zahnbürste hab ich übrigens schon lange aus meinem Sortiment verbannt. Zähne putzen mit normaler Zahnbürste ging sehr schnell wieder.

Meine Krankschreibung endet auch in zwei Wochen...auf der einen Seite kann ich mich an meinen äußerst entspannten Tagesablauf gut gewöhnen, auf der anderen Seite sagen mir meine mittlerweile ordentlich sortierten Unterlagen und die immer aufgeräumte Wohnung, dass arbeiten gehen so verkehrt nicht sein kann :D.

Sätze wie "WAS du darfst sechs Wochen NICHT kauen?? Du Aaaaarme!!"

oder "Oh Gott...das müssen ja Schmerzen sein!!" lassen so langsam auch nach. Mittlerweile freut man sich mit mir über das Ergebnis ;).

Das einzige "Problem" das ich habe, ist beim Mundöffnen. Vor allem beim Gähnen ist es ganz komisch. Gähnen an sich ist ja schon 'ne Angelegenheit für sich, aber manchmal hab ich das Gefühl an der Bruchstelle im UK (ich vermute! es ist dort), dass irgendwas im Knochen nicht richtig verankert ist. Das rutscht leicht hin und her beim Mund auf und zumachen. Ist aber auch nur manchmal.

Komisch oder normal? KFC Termin hab ich nächste Woche. (Könnten das die Kiefergelenke sein?)

Ansonsten nimmt alles seinen Lauf. Wie gesagt, ich hab mich zwei Wochen nach der OP wieder resozialisiert gefühlt ;) und zwar auch deutlich besser als vor der OP. Ich finde die psychische Belastung vor der OP (egal ob Angst, Zweifel, das ewige Verzögern, unschöne Vorgeschichten,...) ist der härteste Teil der ganzen Behandlung. Nach einem Beinbruch hat man Schmerzen und wird innerhalb kürzester Zeit operiert. Hier arbeitet man drauf hin, setzt alle Hoffnungen in jeden beknackten KFO/KFC-Termin und will es einfach nur hinter sich haben. Ich glaube ich hab mich schon beim Aufwachen auf der IMC berfreiter gefühlt, da ich wusste, ich habe es geschafft. Ich hab wirklich so lange auf diesen Moment gewartet, dass es mir jetzt manchmal fast unwirklich vorkommt, dass es jetzt tatsächlich vorbei ist. Aber es ist ein schönes Gefühl, ein sehr schönes :)).

Tschau miau,

Jana

P.S.

Wer auch in der Bimax-Zeit nicht auf Schoki verzichten kann/will:

Ich löffel wie bekloppt Philadelphia Schokoaufstrich. Sau lecker :D

bearbeitet von JanaxX

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Ansonsten nimmt alles seinen Lauf. Wie gesagt, ich hab mich zwei Wochen nach der OP wieder resozialisiert gefühlt ;) und zwar auch deutlich besser als vor der OP. Ich finde die psychische Belastung vor der OP (egal ob Angst, Zweifel, das ewige Verzögern, unschöne Vorgeschichten,...) ist der härteste Teil der ganzen Behandlung. Nach einem Beinbruch hat man Schmerzen und wird innerhalb kürzester Zeit operiert. Hier arbeitet man drauf hin, setzt alle Hoffnungen in jeden beknackten KFO/KFC-Termin und will es einfach nur hinter sich haben. Ich glaube ich hab mich schon beim Aufwachen auf der IMC berfreiter gefühlt, da ich wusste, ich habe es geschafft. Ich hab wirklich so lange auf diesen Moment gewartet, dass es mir jetzt manchmal fast unwirklich vorkommt, dass es jetzt tatsächlich vorbei ist. Aber es ist ein schönes Gefühl, ein sehr schönes :)).

Das hast du schön gesagt :)

Freue mich total, dass alles so super geklappt hat. Schön wenn man einfach vieles mit Humor nehmen kann, dann ist alles nur noch halb so schlimm.

Genieße die 2 Wochen noch, der Alltag hat dich ganz schön schnell wieder zurück...

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Hallo JanaxX

Vielen Dank für deinen ermutigenden Bericht. Er liest sich wie Schlagsahne und macht wirklich Mut!

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Ich freu mich für Dich, dass bei Dir alles so super klappt! Du kannst Dich wirklich glücklich schätzen:)

Hoffen wir mal, dass die Kleinen Dich in zwei Wochen nicht voll aus den Socken hauen. Wer weiß, wer weiß!

Aber das mit dem drauf warten, bis es endlich soweit ist...da kenn ich auch was von. Ewiges Hoffnungen machen und nicht aufgeben. Da fällt einem bestimmt ein Stein vom Herzen, wenn man aufwacht und den ersten großen Schritt geschafft hat. Und dann kommen die kleinen Ziele und Nachrichten, die einen dann hoffentlich so schnell wie möglich Zahnspangenlos und KFO-Termin frei machen;)...und das man sich über die ganze Kiefer-Geschichte keinen Kopf mehr machen muss, jaja...Traum weiter:( Aber das wird alles...

Lad doch mal neue Bilder hoch von Dir?

Das ermutigt immer so Deine Bilder zu sehen und Deine Berichte zu lesen:)

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5 Wochen post OP, 2. Nachkontrolltermin

Auf dem Programm für heute stand der 2. Nachkontrolltermin im Marienhospital. Mittlerweile werd ich nur noch durchgewunken und nicht mal mehr nach meinem Namen gefragt, das macht mir Angst :D.

Zuerst wurde ich in die Radiologie geschickt, wo erstmal ein afrikanisch aussehender Röntgenassistent bei der Auf-dem-Bauch-liegen-Aufnahme mit den Worten "sorry, ick muss ein bickken durch die Haare wuscheln, sind im Weg" meine Frisur komplett zerstörte :D.

Wieder unten in der Ambulanz erwartete mich schon Dr. P.

Es wurden drei Okklusions-Fotos gemacht, dann wär der Spaß auch schon erledigt gewesen.

Pflichtbewusst erzählte ich ihm jedoch von dem Knacken/Reiben im Unterkiefer. Das hab ich jetzt seit etwa einer Woche, allerdings nicht immer beim Mundöffnen, es ist unregelmäßig und ich konnte bisher auch keine Indikatoren ausfindig machen.

Er tastete außen und innen ab, mit viel Druck, mit wenig Druck. Zimperlich war er jedenfalls nicht ;). Da er nichts ungewöhnliches entdeckte, knöpfte er sich noch einmal das Röntgenbild vor. Darauf erkannte er auch nichts, schickte mich aber nochmal zum Röntgen, um eine dritte Aufnahme zu machen (die im Stehen), da er den Verdacht ausschließen wollte, dass sich eine Platte gelockert hat.

Also gings wieder in die sonderbare Welt der Radiologie. Das was man unten in der Ambulanz wartet, wartet man das dreifache dort. Nervt.

Wieder zurück im Wartebereich zog eine Zahnarzthelferin mit meinem neuen Röntgenbild ab zu Dr. P. und der wiederrum ging nach reiflicher Überlegung damit zu Prof. W.

Vor meinem geistigen Auge sah ich mich schon im OP-Bereich wieder...

Das war aber zum Glück nicht der Fall. Dr. P. meinte, dass es an der Stelle an der ich dieses Knacken spüre, tatsächlich etwas aussieht, als ob der Knochen sehr dünn sei. Die Platten seien aber fest und es sehe eher danach aus, als ob man an der Stelle nochmal die Platte versetzen musste, während der OP. Und da auch nichts geschwollen ist oder schmerzt, ist alles in der Norm. Ich soll aber zur Sicherheit in drei Wochen nochmal kommen.

Das Kauverbot wurde auch aufgehoben, ich darf also ab jetzt offiziell kauen. Zwar als Vorsichtsmaßnahme erstmal nur Dinge mit Bananenartigerkonsistenz, beim nächsten Termin sehe man dann weiter.

Meine Wunsch-Logopädie-Praxis kann ich leider nicht aufsuchen, da die dort eine 3-4 monatige Wartezeit haben und er das für zu kritisch hält. Er meinte, es sei besser direkt mit logopädischer Therapie anzufangen.

Frage an die Stuttgarter:

Könnt ihr mir eine Praxis empfehlen? (gerne auch per PN)

Im MH wurde mir der hauseigene empfohlen, jemand anderes ist ihnen nicht eingefallen. Das ist für regelmäßige Besuche aber zu weit entfernt.

Ansonsten werd ich ab Montag wieder arbeiten gehen...

ich werd wahrscheinlich platt sein ohne Ende. 5 Wochen "Urlaub", da ist man den Alltag nicht mehr gewöhnt. Aber ich fühl mich fit und bereit, das sind denke ich gute Voraussetzungen :)).

Viele Grüße,

Jana

Edit:

Vorhin hab ich zum Abendessen Kartoffelsalat gegessen und mich getraut zu kauen.

OH. MEIN. GOTT.

Ich hab sogar ausversehen auf meiner Lippe rumgekaut :D

Nicht mal vor dem Spiegel hats richtig geklappt. Oh man...da hab ich ne Aufgabe vor mir...

bearbeitet von JanaxX

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