Hallo,

auch ich will mich mal jetzt vorstellen: Seit Mitte November schwebt bei mir das Projekt Kieferfehlstellungen korrigieren in der Luft und habe seit dem sehr viel Nützliches in diesem Fprum lernen können. Naja nun geht es bald auch richtig los mit Gummis einsetzen, Hyrax Schraube rein und ab auf den OP Tisch. Bin von der OP Variante nicht abgeneigt, da ich doch wahnsinnige Angst vor evtl Bukkalkippungen, Wurzelresorptionen und im schlimmsten Fall vor Zahnverlusten habe, falls das rein orthopädisch gemacht werden würde. Will ja am Ende schöne und immer noch gesunde Zähne haben und nicht schöne, aber kaputte.

Da ist mir diese Variante einfach sicherer und da hätte ich auch gleich mal eine Frage zu der Hyrax-Schraube an alle die gerade eine im Mund haben oder hatten:

Wieviele Ankerzähne wurden für die Einzementierung der Schraube bei Euch her genommen? Ich habe gelesen, daß zwischen 2 und 4 Zähnen je Hälfte möglich sind. Sinnvoll ist bestimmt, so viele wie möglich her zunehmen, um die wirkende Kräfte besser zu verteilen, oder gibt es auch Nachteile, je mehr Zähne als Ankerzähne herhalten?

Wie können die Zähne vor der Bänderung geschützt werden, so daß während der gebänderten Zeit keine Schäden an den Zähnen auftreten?

Ach ja kurz mein Befund: beideseitiger Kreuzbiss, Offener Biss, nach unten und zurück gelagerter Unterkiefer, Engstände im Oberkiefer.

Ich würde mich freuen, wenn ich Eure Erfahrungen mit euch teilen darf.

Logischerweise könnt ihr mich natürlich ausfragen!

Grüßle metallicteeth

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

Hallo,

Naja nun geht es bald auch richtig los mit Gummis einsetzen, Hyrax Schraube rein und ab auf den OP Tisch.

Wieviele Ankerzähne wurden für die Einzementierung der Schraube bei Euch her genommen? Ich habe gelesen, daß zwischen 2 und 4 Zähnen je Hälfte möglich sind.

Grüßle metallicteeth

Willkommen metallicteeth,

immer schön der Reihe nach ...

Hyrax sollte 4 Bänder haben, andere Zähne können durch Lötgestell

beteiligt werden.

Salve, :542:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

danke Agricola,

das ist schon mal gut zu wissen, daß Ankerzähne nicht zwangsweise gebändert sein müssen.

Was meintest Du eigentlich mit "immer der Reihe nach...". Meines Erachtens läuft doch noch alles der reihe nach, oder?

Schönen Abend noch

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo metallicteeth,

auch von mir ein Willkommen im Forum und ein Willkommen im Club der GNEler :mrgreen:

Als ich die Hyrax eingesetzt bekam, hatte ich die selben Befuerchtungen was eventuelle Schaeden an den Ankerzaehnen anbelangt. Mein KFO versuchte es bei mir zuerst ohne OP.... Ich kann nur sagen dass die befuerchteten Schaeden an den Zaehnen an sich trotz allem bisher ausblieben, obwohl meine Backenzaehne bei der erfolglosen Prozedur ganz schoen kippten :mad:

Ich habe mir fuer die Reinigung der Zaehne spezielle "Zahnspangenbuersten" besorgt (kleine feinborstige Rundbuersten mit langem Stiel), damit konnte ich nicht nur die Hyrax super abbuersten sondern auch jeden einzelnen Ankerzahn von allen Seiten. Es mag uebertrieben klingen, doch wenn ich etwas ablehne, dann sind das ewig verweilende Speisereste :? . Also bei einer ordentlicher Zahnplfege duerfte da nichts Grossartiges passieren.

Mein KFO hat mir nun vor ein paar Tagen die Hyrax wieder entfernt, da ich sie erst kurz vor der OP wieder eingesetzt bekomme - und an den Zaehnen sieht man absolut keine Spuren... Bei mir waren uebrigens 4 Zaehne bebaendert und ich denke, das ist auch der Normalfall bei der Hyrax.

Gruesse,

Nat

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Natacia,

danke für den Willkommensgruß!

Also sind die Bedenken, doch berechtigt, da bei Dir der Orthopäde wohl auch zu optimistisch war. Da ich diese Situation hier schon mehrfach gelesen habe, habe ich mit meinen KFC beschlossen, gleich die GNE OP in Angriff zu nehmen. Ich war auch dafür, um meinen Zähnchen die Strapazen zu ersparen und so machte ich einen OP Termin aus, und bat danach meinen KFO, die Hyrax entsprechend rechtzeitig fertig zu haben. Er war natürlich nicht so begeistert, das wir Ihm die Entscheidung abgenommen haben, aber ich fühle mich bei dieser Methode eifach wohler. Und nun hoffe ich, daß bis zu meiner OP alles fertig wird. Aber da passe ich schon auf;-)

Na dann wünsche ich Dir viel Glück für deine GNE OP, das alles gut vorüber geht.

Viele Grüße mt

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

hallo ich habe den distraktor an 4 zähnen verankert. hatte meine op am 8.2.2011 und bin gerade fleissig am abschwellen.

meine zähne wurden nach dem distraktor einsetzen fluoriert wenn man das so schreibt ;) und sie meinten das da nichts grossartiges passieren kann.??

von welchen bändern redet ihr die ganze zeit ??

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Aniza,

danke wir reden von den Metallbändern, die den kompletten zahn einschliessen - rund herum halt.

Na dann wünsche ich Dir gute Genesung!

Grüße

mt

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallöle,

meine GNE OP rückt immer näher und doch scheint Sie in Gefahr zu sein!

Ich habe diese Woche sämtliche Voruntersuchungen über mich ergehen lassen: Röntgen Lunge, Lungenfunktionstest, EKG, Bauch abtasten, Reflex-Test, Blutbild und ein Blutwert ist nicht in Ordnung, die Blutgerinnungszeit (PTT wert) ist zu langsam (42 s) - normal sind max. 37 s. Nun möchte mein Hausarzt den Wert nochmal überprüfen - kennt sich da jemand aus?

Ich hoffe so sehr, das es sich um eine Fehlmessung handelt, da der Wert bisher nie Probleme gemacht hat.

Besteht wirklich die Gefahr, daß die OP abgesagt werden muß?

Oder kann mann irgendwas tun, das der Wert bei der nächsten Messung besser wird?

Vielen lieben Dank für Eure Hilfe

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo,

also es doch tatsächlich mein Alptraum eingetreten - OP ist verschoben - um weitere 3 Monate, zum einen da die genauere Untersuchung des Blutes auf Gerinnung so lange dauert und zum anderen da ich warten muß, bis meine Kollegen wieder aus dem Urlaub kommen. Naja müßte vielleicht nicht, aber wäre ja schon richtig unfähr, die Kollegen zu zwingen, ihren Urlaub zu stornieren! Das würde ich auch nicht wohlen - zu mal wirklich keine Lebensgefahr besteht.

Nun habe ich noch nicht die wirklich gute Idee, wie man das Zeitempfinden beschleunigen kann, da die letzten 3 Monate mir schon wie eine Ewigkeit vorkamen!

Hat von Euch jemand Vorschläge, die das Überbrücken der Zeit vereinfacht!

Sorry für das Ausjammern, aber es hat gut getan.

VG

MT

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Ihr Alle,

ich war in letzter Zeit nicht aktiv und habe nur ab und an mal passiv mitgelesen, da sich der Beginn meines Projektes ja erstmal verschoben hat. Aber nun ist der 2. Versuch bald dran und bisher läuft alles noch planmäßig - hoffentlich bleibt das so!

Vor 6 Tagen wurden bei mir Separiergummis eingesetzt. Tag 2-5 hat es beim Kauen und Zähneputzen etwas weh getan, aber absolut erträglich. Ich habe auch schon mein erstes Malleur mit diesen Dingern gehabt. Letzten Donnerstag Abends habe ich mir einen Gummi beim Zähne putzen rausgeholt und nun wollte ich natürlich auf gar keinen Fall 3 Tage ohne diesen Gummi rumlaufen, weil ich befürchtete, daß kommenden Donnerstag dann die Hyrax Schraube nicht reingesetzt werden kann und der OP Termin wieder davon schwimmt. Aber ich habe einen KFO gefunden, der wirklich Freitags arbeitet, obwohl ich Ihn nur in meiner Not aufsuchte, war sehr nett und hatte vollstes Verständnis für meine Situation und hat alles wieder in Ordnung gebracht.

Morgen muß ich zum Narkose-Arzt und am Donnerstag bekomme ich dann hoffentlich meine erste Apparatur eingebaut - zumindest freue ich mich bis jetzt noch;) Das Gefühl, dauern Dreck zwischen den Zähnen zu haben, daran habe ich mich recht bald gewöhnt, das ist auch nicht so ein Problem für mich - also bis jetzt alles noch ganz einfach - schauen wir mal, wie es weiter geht - ich halte Euch auf dem laufenden....

Bis denne MT

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo,

da bin ich wieder - war nun letzten Donnerstag wieder KFO, werde ich in nächster Zeit noch viel öfter besuchen dürfen. Jedenfalls hat er die Separariergummis entfernt und nun die Hyrax Schraube eingesetzt. Ungefähr eine Stunde war ich bei dem auf dem Stuhl, und durfte dann meine ersten Erfahrungen machen, die sich wie folgt äußerten:

Mein Körper hat sofort zur Gegenwehr angesetzt und Speichel ohne Ende produziert, hatte beim Sprechen immer die Befürchtung, daß ich ganze Wasserfontänen mit raus schieße, was mir sehr unangenehm wäre. Die erhöhte Speichelproduktion habe ich immer noch, aber nicht mehr so extrem wie nach dem Einsetzen. Das nächste Problem war das Sprechen - ich ging meinem üblichen Ritual nach und ging zu meinem Bäcker, um "Butterbrezen" zu kaufen. Vollständig habe ich das Wort nicht raus gebracht, aber der Bäcker wußte schon, was ich meinte und so bekam ich was ich wollte. Viel Spaß hatte ich mit meiner Brezen nicht, da die Zähne mit dem Gefangensein gar nicht einverstanden waren und so ließen sie mich beim Kauen Schmerzen verspüren. Der traditionelle Schokoriegel am Nachmittag ging auch nicht wirklich gut. An meinen Corn Flakes habe ich am nächsten Morgen bestimmt die vierfache Zeit verbracht, bis die weg waren. Meine Sprachprobleme wurden auch sehr schnell den Zuhörer auffällig, da diese manche Wörter nicht verstanden, und so mußte ich einiges wiederholen und versuchen besser auszusprechen. Ich habe raus bekommen, daß es mit langsamer reden schon viel besser geht. Aber manche Laute sind bis jetzt noch eine Totur, hängt vielleicht auch immer noch mit dem vermehrten Speichel im Mund zusammen, denn der soll ja drin bleiben oder auch in Rachen ablaufen, falls das überhaupt gut ist - ich weiß es nicht. Jedenfalls auf gar keinen Fall meinem Gegenüber im Gesicht sitzen. Am meisten Sorgen macht mir momentan meine Wange, denn ein Haken an den Bändern steht - fast horizontal - enorm ab und so bohrt der sich immer schön in die Wange. Dadurch habe ich schon eine so dicke Wange, daß meiner Schwester das sofort aufgefallen ist, die gestern zu Besuch kam und mich das letzte Mal vor 10 Wochen gesehen hat. Das eigenartige ist, daß dieser Haken nicht mit einer kleinen Metallkugel abschließt - die anderen haken enden alle mit einer kleinen Metallkugel. Kann soetwas sein oder ist die Schraube nicht korrekt gebaut oder wurde die beim Einsetzen beschädigt? Ich versuche mich nun mit Wachs über das lange Wochenende zu retten, und werde am Dienstag Morgen gleich beim KFO an die Tür klopfen! Hoffentlich wird die Wange nicht noch dicker, weiß jemand Rat, wie man das Pieksen in die Wange etwas verhindern kann oder ist Wachs schon das Beste?

Dann wünsch Euch allen ein Schönes und vor allem sorgenfreies Wochenende

Viele Grüße

metallicteeth

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo metallicteeth,

mit irgendwelchen Drähtchen, die sich in die Wange bohren, habe ich keine Erfahrung (noch...Brackets am 12.07.2011...), dennoch wünsche ich dir alles Gute für deine GNE-OP. Genieß die letzten Mahlzeiten vorher und gönn dir nochmal so richtig was - danach wirds erstmal schwieriger ;)

Toi toi toi,

Steffi

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Steffi,

ich habe soeben deinen OP Bericht gelesen und das klingt ja, als sei es ein Spaziergang für Dich gewesen - freue mich sehr für Dich. Hoffentlich ist das bei mir und all den anderen auch so einfach. Vorher noch so richtig geniessen, ist nicht so einfach, da ich leider jetzt schon mit Hyrax Schraube nicht ganz problemfrei essen und trinken kann. Aber es ist zu verkraften und vielleicht kann ja der KFO morgen was machen, das es komfortabler ist.

Ich werde berichten, wie es bei mir war.

Bis bald

MT

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hey MT,

ja - so wars bei mir auch bzw. bin die Sache ganz locker angegangen und habs einfach durchgezogen. Gottseidank hatte ich Glück und es ist nichts "Außergewöhnliches" vorgefallen!

An die Schraube gewöhnst du dich ganz schnell, wirst sehen. Hilft ja außerdem nix, bleibt ja eine ganz schöne Zeit lang im Mund ;)

Ich wünsche dir eine ebenso positive Zeit! Bin auf deine Erfahrungen gespannt!

Gruß,

Steffi

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

So war nun heute bei meinem KFO und der hat den einen Haken etwas weg gebogen und nun macht es schon viel mehr Spaß wieder den Mund zu benutzen ohne sich jedes Mal die Wange zu pieksen / verletzen.

Da ich nicht weiß, ob ich nochmal Gelegenheit finde, hier reinzuschauen - verabschiede ich mich erstmal und melde mich wieder, wenn ich die OP überstanden habe und mich in der Lage fühle. Hoffentlich geht das an mir auch so problemlos vorüber.

Bis denne MT

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Nachdem ich die GNE OP gut überstanden habe, durfte ich nun endlich das Krankenhaus verlassen, Zeit und Kraft genug, Euch meine Erfahrungen zu schildern:

Am 15.6. späten Nachmittag bin ich in das Krankenhaus eingezogen. An dem weiteren Abend passierte nichts spektakuläres, außer das ich so gegen 23:00 Uhr informiert wurde, der erste OP-Patient am nächsten Morgen zu sein. Die OP sollte 07:00 Uhr beginnen.

OP-Tag 16.6.:

Um 05:30 Uhr wurde ich geweckt, damit ich um 06:30 Uhr fertig für den Abtransport in den OP-Saal bin. Ich habe diese letzte Gelegenheit nochmal genutzt, um mich komplett zu duschen, Haare waschen, Rasieren, Zähne putzen. Überraschenderweise habe ich das alles in sehr entspannten und ruhigen Zustand gemacht - von Nervosität keine Spur. Danach kam noch das schicke OP Outfit an - das Höschen war ja besonders goldig und dann habe ich mich gegen 06:10 ins Bett gelegt und auf meine Zeit gewartet. Dann kam die Schwester, bat mich noch eine Tablette zu nehmen - was immer das war - war mir in diesem Moment nicht so wichtig und schob mich dann gleich durch das KH in den OP Bereich. Ich sah immer nur, wie die Decke an mir vorüber zog und fühlte mich auf einer Fahrt in die Hölle, von der ich hoffentlich wieder komme. Gott sei Dank wurde ich nicht auf irgendwelchen Gängen abgestellt, sondern wurde direkt in die Schleuse gefahren. Dort wurde mir dann eine Nadel gelegt und danach umgebettet auf den Spezialtisch. Auf diesem wurde ich dann in den OP Raum gefahren, soviel um mich herum konnte ich gar nicht sehen, sah eigentlich nur die OP Lampen an der Decke und den Zeitpunkt wo ich eingeschläfert wurde, habe ich gar nicht genau mitbekommen.

Bin irgendwann im Aufwachraum aufgewacht und nur gemerkt, daß mein Gesicht sehr eingebändert war. Tamponaden hatte ich in der Nase. Schmerzen oder ein anderes/fremdes Empfinden im Mundraum konnte ich nicht verspüren. Kurz darauf wurde ich dann auch wieder auf mein Zimmer gefahren. Dort bin ich sehr bald wieder eingeschlafen, da ich mich doch sehr geschwächt fühlte. Nachmittags habe ich dann vorsichtig mit Trinken von stillen Wasser begonnen. Natürlich doch mit einer gewissen Angst, daß das Trinken weh tun könnte, aber die Schwestern sagten, ich solle mit dem Trinken anfangen. Überraschenderweise verspürte ich keine Schmerzen. Aber es strengte sehr an, und fühlte mich immer schnell wieder müde. Essen durfte ich bis zum nächsten Morgen noch nichts. Mundpflege war auch komplett tabu, auch Mund ausspülen. Obwohl ich ehrlich sagen muß, daß ich doch ganz vorsichtig mit Wasser gespült habe. Im Laufe des Tages durfte ich mir mein "Essen" für den nächsten Tag zusammenstellen. Da ich überhaupt keine Mundhygiene betreiben durfte, wählte ich eigentlich immer klare Brühe und Kompott, welches sich möglichst nicht im Mundraum ablagert. So bestand mein Essen aus klarer Brühe, Kompott und das 4 Tage lang rund um die Uhr!

1. Nacht post-OP - eine Horror-Nacht:

Auf einmal hat ich permanent blutiges Gewebe im Mund, welches ich ausspuckte. Teilweise war das richtig zähes Gewebe und ich hörte gar nicht mehr auf dieses blutige Gewebe zu spucken. Es kam Panik in mir hoch, ob irgendwelche Wunden aufgerissen sind. So bat ich die Schwester, meinen Doktor zu rufen - diese weigerte. Erst nach dreimaligen Bescheid geben, daß das nicht aufhört, wurde ein Arzt vom KH hinzugezogen. Dieser war sich wohl auch unsicher und rief deshalb meinen Doktor an! Der war sich der Sache aber wohl sicher und versicherte der Schwester, daß alles im normalen Bereich liegt. Naja ich mußte mich mit der Situation abfinden und hoffen, daß es stimmt. In der selben Nacht begann mein Gesicht vom Kinn bis hoch zu den Augenhöhlen ordentlich anzuschwellen, auch bekam ich überall blaue Flecken (Blutergüsse). Daraufhin empfahl mir die Schwester, das Kopfteil des Bettes in eine aufrechte Position zu stellen und diese auch in der Nacht und am Tag so zu lassen, damit die Blutergüsse möglichst bald nach unten absickern. Somit habe ich während des gesamten Krankenhausaufenthaltes nie richtig schlafen können, bin zwar immer für 2 Stunden weggeknickt, dann wieder aufgewacht und so wiederholte sich das Spiel die ganze Zeit am Tage und in der Nacht.

1. Tag post-OP - 17.6.:

Nun registrierte ich erstmals, wie sehr mein Gesicht in alle Richtungen angeschwollen war, selbst die Ärzte machten mir den Eindruck, daß eine derart extreme Ausprägung untypisch ist. Das ließ meine Stimmung erstmals auf einen Tiefpunkt fallen und fragte mich, warum ich das nur begonnen habe, aber ich bin jemand der recht schnell wieder vorwärts schaut und die Zeit einfach für sich arbeiten läßt - mehr war da jetzt nicht zu machen. Natürlich habe ich mein Gesicht immer fleißig mit Kühlbeutel gekühlt, übrigens habe ich das seit dem Aufwachen nach der OP begonnen. Die Schwestern wollten mir immer ganz höflich zeigen, wo ich die Kühlbeutel selbst wechseln kann, aber ich verzichtete darauf, da ich mich noch gar nicht so in der Lage fühlte, großartig umherzulaufen. Der Doktor schaute noch nach mir und bestätigte, daß alles planmäßig gelaufen und auch jetzt die Abheilphase vom Ablauf her normal ist, aber in meinem Fall eben die Schwellungen sehr extrem ausgeprägt sind. Das soll alles wieder verschwinden nur langsam. Um Nachblutungen zu vermeiden, ließ er die Tamponaden weiterhin in der Nase stecken - Schade, aber wenn es der sichere Weg ist, hatte ich sehr schnell Verständnis. Das alles soll nicht unnötig gewesen sein.

2. Tag post-OP - 18.6.:

Der Tag verlief genauso wie der vorherige, außer das ich am Nachmittag das kontrollierte Husten / Schneuzen / Niesen durch den Mund etwas vergeigt hatte. Somit schoß auf einmal eine meiner Tamponaden aus der Nase raus, bis die Schwester da war, war die dann schon komplett rausgefallen und konnte nicht mehr eingesetzt werden, wenigstens eine war mal raus. Nachblutugen traten keine auf, somit hatte ich keine Nachteile oder Rückschläge zu erleiden. Abends kam wieder der Doktor vorbei und bestätigte, daß alles in Ordnung sei, die andere Tamponade ließ er trotzdem noch drin! Ab diesem Zeitpunkt ging es mit meiner Stimmung wieder enorm bergauf und fühlte mich mehr und mehr heimgehtauglich.

3. Tag post-OP - 19.6.:

Somit wurden die restlichen Tage mehr und mehr zum Absitzen der Zeit, bis der Entlassungstermin anstand. Heute hat der Doktor auch die zweite Tamponade aus meiner Nase entfernt und erstmals auch meine Hyrax Schraube aufgedehnt (3x). Dieses Ritual soll ab heute täglich 3x durchgeführt werden.

5. Tag post-OP - 21.6.:

Endlich durfte ich nach Hause, vorher noch kurz in der Praxis zur Nachkontrolle vorstellen

Grundsätzliches:

Ich war ab dem Aufwachen zu jeder Zeit schmerzfrei. Auch Essen, Trinken, Schlucken, Husten bereiteten nie Schmerzen. Das hätte ich so nicht gedacht und war darüber sehr überrascht und natürlich froh!

Solltet Ihr noch irgendwelche Details wissen wollen, auf die ich nicht eingegangen bin, dann bitte schreiben!

Hoffe Euch gefällt der Bericht

MT

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo MT,

herzlichen Glückwunsch - jetzt hast die OP auch hinter dir! Hast es ja mehr oder weniger gut überstanden, überdurchschnittlich geschwollen sein und blutiges Gewebe spucken ist war nicht so angenehm, aber im Großen und Ganzen hörst du dich sehr gut an!

Ich wünsch dir weiterhin gute Besserung und dass du mitm Drehen klar kommst, dass alles "schön aufgeht" (wie meine KFO sagen würde..).

Und keine Angst vor der Lücke! Jetzt im Nachhinein denke ich mir war "wow, da hast ganz schön was durchgemacht", aber in diesen Dreh-Wochen empfindet man es gar ned als so arg und sobald man fertig ist mitm Drehen, geht die Lücke auch wieder ganz schnell zu!

Alles Gute und halt uns aufm Laufenden!

Steffi

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hey, wir wurden ja fast am gleichen Tag operiert.

Ich wurde einen Tag vor dir operiert,durfte aber schon am zweiten Tag nach Hause.

Wie gehts dir mit der Lücke? Und bist du schon wieder abgeschwollen?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@fish and flowery,

ich bin mit dem Verlauf der OP und der Abheilphase sehr zufrieden, läuft alles wie es soll; nur eben in etwas extremerer Form, aber das soll ja wieder verschwinden; nur eben langsamer und somit etwas später. Damit kann ich leben. Die Schwellungen sind etwas zurückgegangen, aber noch nicht komplett weg, auch habe ich immer noch Blutergüsse im Gesicht. Mir wurde prophezeit, daß es sich noch 2-3 Wochen hinziehen kann, bis nichts mehr zu sehehn ist.

Mit dem Drehen an der Schraube habe ich gar nicht versucht klar zu kommen, mein Arzt meinte, das solle lieber jemand anders für mich machen, dann muß nicht blind im Mund rumgestochert werden, um das korrekte Loch zu finden. Es sollen 3 Drehungen täglich gemacht werden. Heute ist der 7. Drehtag. Ich soll auf jedenfall noch bis Dienstag drehen, dann will der Arzt den Fortschritt begutachten und entschieden, ob weiter gemacht wird. Mein momentanes Aussehen und die Lücke - ist das allerkleinste Übel - stören mich überhaupt nicht. Ich habe auch keine Probleme, in die Öffentlochkeit zu gehen. Ich weiß ja wofür ich das mache und das ist es mir immer noch wert. Ich schätze, die Lücke hat momentan so 5 mm erreicht. Allerdings drückt das an der Oberlippe ordentlich - ich habe immer das Gefühl, als hätte ich einen riesen Kaupgummi an der Oberlippe zu kleben. Hattet oder habt ihr auch dieses Gefühl?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Und hast du eine Ahnung warum das bei dir "in etwas extremerer Form" so ist?

Ich fand das Drehen kein Problem, hab das Loch gut gesehen, Stäbchen rein, einmal hintergedrückt und fertig ;) Meistens hats aber mein Freund gemacht, weil er sich da weniger "geschissen" hat wie ich ;)

Einen gewissen Druck an der Nahtstelle a.d. Schneidezähnen hab ich aber auch gespürt, v.a. beim Lachen hats gezogen, da musst ich dann immer gleich noch mehr lachen, was es nicht besser gemacht hat ;)

Alles Gute weiterhin!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo,

ich hatte vor eineinhalb Jahren meine GNE, vor 5 Tagen meine Bimax.

Hatte mir im DM einen 5fach Vergrößerungshandspiegel gekauft und immer eine Taschenlampe vor mir auf die Fensterbank gelegt. Saß dann auf einem Stuhl davor und hatte keinerlei Probleme die Schraube immer selbst weiter zu drehen. Mit einem normalem Spiegel wäre das sicher schwierig geworden.

Ich war nach der GNE lange Zeit an den Schneidezähnen sehr empfindlich, da ich eine fast 8mm breite Lücke zwischen den Schneidezähnen hatte, nach Ende des Drehens. Habe dann ewig beim neue Bögen in die Brackets einziehen und Gummis befestigen, leichte Schmerzen an den Schneidezähnen gehabt. War aber auch sehr empfindlich, weil mein Knochen sich wohl nicht schnell genug festigte und die Schraube so fast 7 Monate drin bleiben musste.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

mein KFC meint, es könne vielleicht doch mit meiner Gerinnungsstörung zusammenhängen. Mein Blut wurde auf alle speziellen Gerinnungsfaktoren getestet, da wurden leichte Schwächen festgestellt. Aber genau wissen tut das niemand, er sagt auch - bei der nächsten OP könne auch alles besser verlaufen.

Das Drehen lasse ich von jemanden machen und bin sehr froh darüber, denn mein KFO hat die Schraube etwas unkomfortabel gebaut, denn bei mir muß die Schraube von Rachen in Richtung Mundöffnung gedreht werden, d.h. null Chance überhaupt das Loch zu sehen, wenn ich selbst probieren würde. Ich habe Ihn deswegen schon zusammen geschissen, er meinte, daß ich die Schraube sowieso nicht selbst drehen müßte, da der Chirurg die Schraube während der OP komplett aufdreht?! So ein Quatsch, das wußte sogar ich als Laie, das das niemals funktioniert, sondern post-OP nach und nach gedreht wird. Ich hoffe mal, das er von seinem orthopädischen Fach wesentlich mehr Ahnung hat, sonst mache ich mir echt Gedanken um meine Behandlung. Bis jetzt ist noch nichts gravierendes passiert, außer unkomfortable Drehen, aber das beeinträchtigt ja gott sei Dank den Behandlungserfolg nicht. Man muß den Ärzten bei jedem Schritt auf die Füße schauen, ob die das alles richtig machen. Mein KFC hat anfangs die Schraube in die falsche Richtung gedreht, habe Ihm aber gesagt, daß er sich nochmal vergewissern soll, welche Richtung die richtige ist, denn ich vermute, er dreht falsch! Meine Vermutung hat sich bestätigt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallöle,

ich weiß - ich habe lang nichts mehr geschrieben, aber ist auch nichts spannendes passiert in der Zeit - Gott sei Dank kann man ja auch sagen. Im Moment warten wir alle darauf, daß der Oberkiefer ordentlich verheilt und die bei der OP gebrochenen Knochen wieder ordnungsgemäß zusammen gewachsen sind. Meine Zahnlücke ist mittlerweile nur noch 1-2mm groß. Beim Zähne putzen habe ich immer noch an den vorderen Zähnen im OK einen leichten ziehenden Schmerz, aber absolut zu ertragen. Ich vermute mal, daß es damit zusammenhängt, daß die Zähne die neue Platzverteilung willkürlich selbst übernehmen;) und ständig in Bewegung sind. Hattet ihr diesen "Schmerz" nach der GNE auch ?

Ende September gehe ich wieder zum KFO, dann will er voraussichtlich die Hyrax Schraube ausbauen und zur weiteren Stabilisierung irgendso einen komfortableren Bogen einsetzen. Die Brackets will er dann auch als nächstes einsetzen.

Ich bin mit der Behandlung bis jetzt sehr zufreieden und bereue die Restaurierung meiner Kiefer bisher überhaupt nicht. Hoffentlich bleibt das so!

Bis denne

metallicteeth

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo,

bei mir gibt es wieder mal interessante Neuigkeiten!

Vor 8 Tagen wurde meine Hyrax Schraube ausgebaut, man das hat überall geknackt - ich hatte echt Angst, daß der KFO mir den ganzen Kiefer raus reißt. Naja, aber dann folgte die Ernüchterung - mir wurde der Behandlungsplan vorgestellt mit den Kosten, die die Kasse nicht übernimmt. Ich habe erstmal Gedenkzeit erbeten;) Danach wurde sofort ein neues Gerät eingebaut, ein sog. Gaumenbogen, also wieder neue Bänder einzementieren und reingebaut den Bogen. der ist aber viel komfortabler als die Hyrax Schraube und stört mich überhaupt nicht. Das Zähne putzen geht damit auch viel besser! Dann wurden noch Separiergummis eingesetzt, damit die Bänder für die feste Zahnspange beim nächsten Termin einfacher eingesetzt werden können.

Vor 2 Tagen war es dann soweit - Einbau der festen Zahnspange (Metallbrackets) - hat ca 3.5 Stunden gedauert, da die Zähne im Unterkiefer sehr eng stehen. Auf den 7'er wurden erstmal keine Bänder gesetzt, wegen dem extremen Engstand. An diesen Stellen wurden Druckfedern installiert, um für das nachträgliche Setzen der Bänder auf den 7'er mehr Platz zu schaffen. Der erste Blick in den Spiegel war schon komisch, aber habe sofort davon abgesehen, mich anders zu verhalten und sogar zu versuchen, die Zahnspange zu verstecken, was ja schier unmöglich ist. Am Tag darauf auf Arbeit war natürlich meine Kollegin gleich sehr neugierig, wie ich wohl damit aussehe. Naja ich zeigte ihr die und Sie war sehr positiv angetan, und meinte, das die mir echt gut steht;)

Das hat bestimmt auch ein klein wenig dazu beigetragen, daß ich mich schneller dran gewöhnt habe und das Ding jetzt auch schön finde, aber vielleicht auch eher deshalb, weil ich genau weiß, welches Ziel sich damit verbindet.

Natürlich habe ich momentan auch die gewissen Ess-Schwierigkeiten, aber das stört mich nicht, da komme ich schon durch.

In 4 Wochen ist der nächste Termin

Ich hoffe, ihr mögt Eure zahnspangen auch;)

In diesem Sinne

VG Metallicteeth

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden