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Protkenny

Volumentomographie / 3D-Röntgen notwendig?

Hallo!

Ich hoffe, ich habe nichts übersehen, aber die Suche brachte mir leider keine brauchbaren Ergebnisse. Deshalb:

Meine Freundin wird am Kiefer operiert um den Oberkiefer breiter zu machen. Dazu wird ihr nicht nur dieser Dehnungsapparat eingesetzt, sondern sie erhält auch noch später eine Spange, damit die Zähne richtig aufeinander aufsetzen (es besteht eine Lücke zwischen den oberen und unteren Schneidezähnen).

Zur Diagnose wollte ihre Kieferorthopädin eine Volumentomographie, also ein 3D-Röntgenbild anfertigen lassen, da dann die OP viel besser durchgeführt werden könne... Wie allgemein bekannt, werden die Kosten (150 €) hierfür nicht von der gKV übernommen. Da wir aber von der Notwendigkeit nicht überzeugt waren, fragten wir beim behandelnden Chirurgen nach und er sagte dann, dass er das 3D-Bild gar nicht bräuchte. Also haben wir es dabei vorerst belassen.

Jetzt hatte meine Freundin allerdings wieder einen Termin bei ihrer Kieferorthopädin gehabt, und diese sagte plötzlich, nachdem sie von der nicht durchgeführten Volumentomographie erfuhr, sie selbst (also die Ärztin) brauche das Bild - und hinzu kommt dann noch eine (vorläufig nicht erstattungsfähige) Physiotherapie des Kiefers bei ihr persönlich.

Jetzt sind wir natürlich arg verunsichert: Ist das 3D-Bild wirklich medizinisch notwendig (die Vorteile wurden uns schon zu genüge geschildert...) oder hat die Ärztin nur Angst um ihre (vermeintliche) Provision/Honorar für die Vermittlung (denn selbstverständlich hatte sie zufällig Fomulare des Röntgenarztes bei sich)?

Ich bin mir natürlich bewusst, dass aufgrund der abstrakt beschriebenen Behandlung keine exakten Antworten möglich sind. Aber mir würde es reichen zu wissen, ob es tatsächlich den Fall geben kann, dass der Kieferorthopäde (gerade dieser!) die Volumentomographie zur Behandlung zwingend/dringend bedarf.

Und abschließend noch die Frage: Welchen Druck könnten wir ggf. auf die Ärztin ausüben? Die Verträge sind schon unterschrieben, so dass ein Wechsel schwer vorstellbar ist. Und da die Ärztin so sehr darauf beharrt, fällt ein abschließendes "Nein, danke" auch schwer - dass meine Freundin offensichtlich nicht mit Geld um sich werfen kann, scheint sie jedenfalls nicht zu beeindrucken...

Ich bedanke mich im voraus, und freue mich natürlich auch über persönliche Meinungen. Allerdings wärs auch toll, wenn jemand konkrete Erfahrungen oder Wissen darüber hat - Kieferorthopäden anwesend? ;)

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Am besten liest du dir mal die Statements auf der Seite der DGKFO (dgkfo.de ?!) durch.. (Dt. Gesellschaft f. KFO)

Also generell gilt, dass DVTs bei verschiedenen komplexen Geschichten, z.B. bei stärkeren Fehlbildungen etc. indiziert sein können und ansonsten nicht zur STANDARD - Diagnostik zählen... d.h. deine Kieferorthopädin ist kein Scharlatan, wenn sie sagt, sie hätte gern so eine Aufnahme, immerhin ist eine Dysgnathie ja schon meist mehr, als nur ein schiefer Zahn oder so.. aber wirklich ZWINGEND ist das meiner Meinung nach nicht..

Ich weiß bspw., dass in der Uniklinik Münster selbst vor Operationen nie DVTs angefertigt werden.. sondern nur konventionelle Röntgenbilder.

Aus radiologischer Sicht kann man noch sagen, dass die Strahlenbelastung beim DVT erhöht ist im Gegensatz zum einfachen OPG oder Zahnfilm.

Überraschend finde ich am meisten, dass gerade die Kieferorthopädin das Bild meint zu brauchen. Ich muss dir ganz ehrlich sagen, ich halte das für den totalen Quatsch. Ok, man kann mit dem DVT Wurzelresoptionen erkennen und so, aber darum scheints ja hier nicht zu gehen.

An deier stelle würd ich sie mal fragen, was sie denn beurteilen möchte, dass nur auf dem DVT geht und was für ihre Arbeit umbedingt wichtig ist... da kann ich mir nämlich nur sehr wenig vorstellen.

Mit dieser Aussage würde ich mir eine zweite Meinung von einem anderen Kfo einholen. Das wird sicher auch weiterhelfen.

Darüber hinaus solltet ihr euch keinen Druck machen lassen. Die Ärztin hat keinerlei Handhabe, euch zu einer solchen Maßnahme zu zwingen. wenn sie euch ausreichend aufgeklärt hat über mögliche konsequenzen, wenn ihr kein dvt machen lasst, dann hat sie ihre pflicht erfüllt und kann euch aber auch nicht zu mehr nötigen (der arzt kann euch generell nie zu etwas zwingen, außer es ist gerichtlich verordnet, wie z.b. eine zwangsenweisung oder dabehalten auf einer geschlossenen oder so...).

Ist sie der Meinung, dass sie ohne DVT nicht ordentlich ihre Arbeit erledigen kann, dann kann sie und könnt ihr vom Vertrag zurücktreten (was ja auch als gute Alternative scheint)..

Also zusammenfassend: Ein DVT ist schon eine tolle Sache. Ich hab mal eins gesehen und man kann echt prima Spielereien damit anfangen und die Sachen super beurteilen, aber solange es sich nicht um eine ganz spezielle und komplexe Fragestellung handelt, denke ich, lässt sich alles auch durch normale Röntgenbilder in ausreichendem Umfang beurteilen...

Das heißt, mein Tipp:

auf seite der DGKFO gehen, genau nach der indikation in eurem fall fragen, zweite meinung einholen und zu nichts zwingen lassn!! (sie hat keine rechtliche handhabe!)

Naja, hoffe, ich konnte ein wenig helfen. Würd mich freuen zu hören, wie die Geschichte weitergeht.

Liebe Grüße, Fronnie

bearbeitet von fronnie

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Hallo,

ich beschäftige mich seit etwa 1,5 Jahren sehr intensiv mit dem Thema Kieferchirurgie und meiner Erfahrung nach werden DVT-Scans eher in wenigen speziellen Fällen benötigt. Sicher nicht für die Standard-Diagnostik. Ich habe einen machen lassen, aber da ging es um den Nervverlauf im Unterkiefer, vom Oberkiefer war nie die Rede. Die Aussage der Ärztin, damit könne die OP besser durchgeführt werden, halte ich für gewagt - nachdem was Du schreibst, wird bei Deiner Freundin eine Gaumenahterweiterung (GNE) durchgeführt, das ist ein so standartisierter Eingriff, den zig Forumsmitglieder hinter sich haben, vom DVT in diesem Zusammenhang hab ich hier noch nie etwas gelesen. Gesägt, geschnitten bzw. gebohrt wird so oder so, ob mit oder ohne 3D-Röntgenbild.

Viele Grüsse, fragt einfach solange nach, bis ihr zufrieden seid.

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Hallo, 

wollte nicht extra ein neues Thema eröffnen, sondern mich einfach mal anschließen um meine Erfahrungen mitzuteilen. Ich war in einer ähnlichen Situation und habe mich dafür entschieden... Allerdings stellte es mir der Zahnarzt "relativ" frei. Er nannte aber einige Vorteile von den gefertigten 3D-Bildern: höhere Sicherheit und Präzision für ihn bei der OP und auf jeden Fall dadurch auch kürzere Operationszeit und weniger Betäubungsmittel. Klar, es ist nicht umsonst und von der Krankenkasse wird es nicht in allen Fällen übernommen aber für mich persönlich gilt - sicher ist sicher. Hatte vorher echt schon einige nicht so positive Erfahrungen mit anderen Zahnärzten, deswegen entscheide ich mich heutzutage lieber für extra Behandlungen, Scans, etc. Noch mehr dazu steht hier: http://zahnzentrum-nidderau.com/index.php/3D-röntgen-scan . Habe es selbst dort machen lassen - alles super ohne jegliche Komplikationen verlaufen und  schnell nach der OP abgeheilt. 

Also wie gesagt meine persönliche Meinung, möchte keinen dazu überreden sondern einfach nur meinen Standpunkt zeigen :)

Viele Grüße an alle.

 

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Bei mir wurde eine DVT gemacht, um zu sehen wie breit /tief mein Kieferknochen an einer bestimmten Stelle ist wegen eines Implantates, was ich bekam und wo viele Jahre eine Lücke war und der Knochen sich zurückgebildet hatte.  Außerdem könne man den Verlauf der Nerven genau lokalisieren. Trotzdem habe ich 1 Jahr nach der OP noch eine relativ große taube Stelle, obwohl der Nerv nicht verletzt wurde :-( man sagte mir, dass es dafür schon reicht, wenn der Nerv nur touchiert wird ...

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