Kaninchen

Problem eröffnete Kieferhöhle(MAV)

Hallo,

ich hoffe das ist jetzt nicht zuviel geschriebenes. Habe versucht nur das wichtigste zu schreiben und einiges weggelassen.

Ich habe ein Problem mit meinem Kiefer/meiner Kieferhöhle und weiß absolut nicht mehr weiter. Darum suche ich hier um Rat. Im September 2009 wurde mir ein Backenzahn gezogen, der über mehrere Jahre hinweg unerkannt entzündet war. Als dieser Zahn gezogen wurde ist sehr viel schiefgelaufen. Unter anderem wurde die Kieferhöhle unbemerkt geöffnet. Dies wurde erst im Januar 2010 vom 12ten(!) Arzt den ich aufgesucht habe bemerkt. Zu diesem Zeitpunkt war der gesamte umliegende Kieferknochen entzündet sowie die KH, wo sich unter anderem eine Mukocele gebildet hatte. Die Kieferhöhle wurde im Februar 2010 operiert, wurde dabei aber nicht richtig verschlossen, ohne Besserung. Der Chirurg hat dann auch einen Nachbarzahn gezogen auf den einfach als Verursacher der Beschwerden nannte, obwohl daran sich weder Karies befunden hat noch irgendwelche anderen Beschwerde verursachte. Hat natürlich keinerlei Besserung gebracht und nur dazu geführt dass beim Zahnziehen nun auch dieser Bereich der KH eröffnet wurde(meine Wurzeln sind wohl sehr lang). Die Beschwerden besserten sich natürlich nicht, so dass im Juli '10 erneut versucht wurde die KH zu verschließen, wieder ohne Erfolg. Nach dieser OP war die Fistel größer als vorher.

Meine Zahnärztin hatte mich daraufhin ins Krankenhaus nach Saarbrücken geschickt zum Oberarzt dort, den sie wohl kannte. Geplant war eine größere OP Anfang September mit Kieferhöhlenballon, zum einen sollte die Fistel verschlossen werden, zum anderen wurde im vorderen Kieferbereich ein rechteckiges Knochenstück entfernt um durch diese Lücke die Kieferhöhle selbst zu operieren, entzündetes Gewebe zu entfernen und nach dem Eingriff den Knochen wieder einzusetzen. Zusätzlich wurde ein Nasenfenster angelegt. Ich hatte vor der OP meine Zweifel, ob hier nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird, weil das Hauptproblem nicht meine Kieferhöhle war, sondern eben die Mund-Antrum-Verbindung durch die ständig Keime und ähnliches in die KH gelangt sind. Das war auch die Ansicht des HNO Arztes. Aber meine Zahnärztin meinte es wäre besser so und der operierende Arzt wäre gut, demnach habe ich die OP durchführen lassen.

Die OP war nicht gut. Mir ging es noch nie so schlecht wie in den 6 Wochen danach. Zum einen kam die ersten 5 Tage direkt beim/nach dem Trinken oft Flüssigkeit aus der Nase gelaufen, zum anderen war die Kieferhöhle eitrig entzündet was aber erst nach dem KH-Aufenthalt beim HNO Arzt festgestellt wurde, durch Ultraschalldiagnose. Der operierende Arzt hat alles als Unfug abgetan und als unmöglich, wollte mir noch nicht einmal Antibiotika geben. Auch als mein Zimmernachbar ihn darauf hingewiesen hat, dass tatsächlich Flüssigkeit beim Trinken aus der Nase kam und das eben kein Unfug war, hat der Arzt es nicht für nötig gehalten das zu überprüfen. Ich habe tagelang nicht schlafen können und auch Schmerzmittel haben nicht/kaum geholfen. Trotz AB von der HNO Ärztin war die Kieferhöhle im Ultraschall auch nach mehreren Wochen AB Therapie noch entzündet. Von ihrer Seite aus ist eindeutig klar dass die OP nicht erfolgreich war, der Ultraschall zeigte dies. Auf Rat der HNO Ärztin habe ich das Krankenhaus in Mainz aufgesucht, dort wurde ich quasi auf der Türschwelle abgewimmelt mit dem Hinweis, dass sie nicht zuständig seien sondern der operierende Arzt, und dass ich nicht so empfindlich sein sollte, Beschwerden nach OPs wären normal. Ein weiterer Kieferchirurg hat mir alle Worte im Mund umgedreht, für alle Beschwerden eine an den Haaren herbeigezogene Erklärung gefunden und selbst für die Ultraschall Diagnose der HNO Ärztin hatte er nur den Kommentar übrig, dass man auch bei gesunden Menschen dort etwas sieht wenn man etwas sehen will, das hätte kaum Aussagekraft.

Problem ist dass der operierte Bereich optisch gut aussieht und verschlossen scheint. Ich bin mir zwar ziemlich sicher dass er nicht verschlossen ist, aber die Ärzte glauben mir nicht. Und keiner will nach meiner Krankengeschichte da nochmal operieren. Ich vermute dass ich auf kleinste Entzündungen heftig reagiere, was den Nachweis auch schwer machen dürfte. Es geht sogar soweit, dass ich Beweisfotos von z.B. verfärbten Sekret, dass aus der Nase kommt machen muss, damit man mir glaubt.

Meine Beschwerden (4 ½ Monate nach OP):

- Dauerhaft kleinste Mengen gelblichen und grünlichen Sekrets, das aus der Nase kommt bzw. in den Rachen fließt. Rechte Nasenseite ist oft zu. „Leider“ ist die Kieferhöhle inzwischen laut Ultraschall nicht mehr entzündet.

- Nach dem Trinken oft Beschwerden an den beiden operierten Kieferbereichen. Zusätzlich entsteht nach dem Trinken oft ein schlechter Geschmack im Mund.

- Beim Trinken manchmal das Gefühl, Flüssigkeit in der Nase zu haben. In den ersten 5 Tagen nach der OP kamen tatsächlich kleine Mengen Wasser aus der Nase gelaufen beim Trinken.

- Die Nase wird beim Trinken sehr häufig feucht. Es kommt dann verstärkt Sekret. Oft kommt beim Schnäuzen vor dem Trinken nichts oder kaum etwas, nach dem Trinken ist beim Schnäuzen das Taschentuch dann oft nass. Das habe ich mehrfach getestet.

- TNF Alpha, ein Entzündungswert, ist erhöht (einmal 10fach und einmal 20fach über Grenzwert). Laut Hausarzt ein eindeutiges Zeichen, dass im Körper eine Entzündung sein muss. Laut Kieferchirurgen ist dieser Wert ohne Aussagekraft (wobei ich eher das Gefühl hatte dass die beiden Kieferchirurgen mit dem Wert nichts anfangen konnten) und nur der CRP-Wert wäre schlimm wenn er erhöht wäre. Kein Grund zu handeln.

- Trinke ich etwas anders als Wasser, z.B. Saft dann bekomme ich heftige Beschwerden, oft kommt dann in der nächsten Zeit auch verstärkt gelbes Sekret. Genauso sieht es beim Zähneputzen mit Zahnpasta aus. Ich putze mir die Zähne nur noch mit Wasser und trinke nur noch Wasser.

- Seit der OP mehrmals Nasenbluten, das sich aber erst durch einen Blutgeschmack im Mund andeutet, etwa 20-30 Sekunden bevor das Blut aus der Nase kommt.

- Grippebeschwerden mit starken Gelenkschmerzen, bin an manchen Tagen praktisch bettlägerig. Aber auch an guten Tagen bin ich körperlich durch einfache Dinge wie einkaufen gehen meist überfordert.

Derzeit helfen nur Hausmittel die Beschwerden zu lindern. Nasentropfen, Inhalationen, Nasendusche nutze ich regelmäßig. Ohne die geht es noch schlechter, ich merke es direkt wenn ich einen Tag lang die Nase nicht behandle. Wobei ich mich frage, ob das die Beschwerden nicht noch schwieriger zu diagnostizieren macht (die Symptome werden ja gelindert). Eine Entzündung der KH ist zwar im Ultraschall nicht mehr zu sehen, aber das war auch schon zum Teil vor den OPs der Fall als die Fistel eindeutig war, so dass ich mich da nicht 100% darauf verlasse (denn es ist ja während der OPs festgestellt worden, dass die KH tatsächlich offen war). Die Beschwerden sind großteils die gleichen wie vor den OPs.

Ich denke auch, dass das eingesetzte Knochenstück falsch sitzt. Zum einen ist der Kiefer in diesem Bereich verändert, auch meine Zahnärztin hat sich darüber gewundert. Zum anderen treten dort verstärkt die Beschwerden auf (siehe angehängte Zeichnung). Hier ist auf jeden Fall ein Problem hinzugekommen, ich vermute, dass eine kleine Verbindung zur Kieferhöhle besteht. Ob der alte Problembereich in Ordnung ist oder erneut nicht richtig verschlossen wurde, kann ich leider nicht sagen.

Ich stehe momentan also ohne ärztliche Hilfe da und weiß wirklich nicht mehr weiter. Der operierende Arzt nimmt mich nicht ernst, alles was ich sage ist Humbug, die Diagnose der HNO Ärztin ist Schwachsinn und kann nicht sein. Und wenn ich andeute, dass seine OP nicht erfolgreich war, werde ich persönlich angegriffen und beleidigt. Von seiner Seite aus ist alles ok und ich soll nicht wiederkommen. Meine Beschwerden werden gar nicht richtig wahrgenommen. Ich bin auch ein sehr schüchterner Mensch und habe Probleme mich durch zusetzten. Ich habe so schlechte Erfahrungen gemacht mit Ärzten dass ich regelrecht eine Phobie habe und richtig Angst habe hinzugehen. Ich wurde zum Teil von Ärzten beleidigt, ausgelacht, als Pinse die nicht mit kleinsten Schmerzen umgehen kann bezeichnet, nicht ernst genommen oder manche waren auch einfach nur genervt.

Die Ärzte reden mir die Fähigkeit aus, meinen Zustand selbst beurteilen zu können. Sie können das ja besser als ich und reden mir ein ich bin gesund (bis auf meinen guten Hausarzt). Ich kann mein Studium deshalb nicht fortführen, da es körperlich zu belastend ist. Ich schlafe schlecht. Ich habe niemanden zum reden, mein Vater ist eine Person mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung ohne jegliches Mitgefühl, macht mir im Gegenteil das Leben zur absoluten Hölle. Meine Schwester, die Medizin studiert interessiert sich absolut nicht für mich. Meiner besten Freundin wurde das zuviel und sie hat den Kontakt abgebrochen. Ich bin psychisch total am Ende. Alleingelassen, kein Arzt zu dem ich gehen kann (mein HNO Arzt ist vor einigen Wochen umgezogen in eine andere Stadt und der hatte mich immer gut unterstützt, das fehlt nun auch), ich komme nicht mehr damit klar, kann nicht mehr damit umgehen, denke immer öfter an Selbstmord als einzige noch mögliche Lösung. Ich weiß nicht mehr was ich machen kann. Diese wirklich schlimmen unerträglichen Beschwerden sind kaum auszuhalten. Das ist die schlimmste Situation meines Lebens.

Vielleicht kann mir hier jemand helfen. Einen guten Arzt empfehlen, am besten im Rhein Main Gebiet, oder sonst Rat geben. Gibt es denn einen Arzt der auf eröffnete Kieferhöhlen-Probleme spezialisiert ist? Ich denke auch, dass bei mir vielleicht die normale OP Methode, eine Fistel zu verschließen (mit Schleimhautlappen) nicht so gut funktioniert, wieso auch immer. Gibt es andere Methoden? Ich weiß nicht mehr weiter und brauche Hilfe.

Gibt es vielleicht eine Selbsthilfegruppe oder ähnliches. Dass mir da jemand Rat geben kann?

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Ich habe ein Problem mit meinem Kiefer/meiner Kieferhöhle und weiß absolut nicht mehr weiter. Darum suche ich hier um Rat. Im September 2009 wurde mir ein Backenzahn gezogen, der über mehrere Jahre hinweg unerkannt entzündet war. Als dieser Zahn gezogen wurde ist sehr viel schiefgelaufen. Unter anderem wurde die Kieferhöhle unbemerkt geöffnet. Dies wurde erst im Januar 2010 vom 12ten(!) Arzt den ich aufgesucht habe bemerkt. Zu diesem Zeitpunkt war der gesamte umliegende Kieferknochen entzündet sowie die KH, wo sich unter anderem eine Mukocele gebildet hatte. Die Kieferhöhle wurde im Februar 2010 operiert, wurde dabei aber nicht richtig verschlossen, ohne Besserung. Der Chirurg hat dann auch einen Nachbarzahn gezogen auf den einfach als Verursacher der Beschwerden nannte, obwohl daran sich weder Karies befunden hat noch irgendwelche anderen Beschwerde verursachte. Hat natürlich keinerlei Besserung gebracht und nur dazu geführt dass beim Zahnziehen nun auch dieser Bereich der KH eröffnet wurde(meine Wurzeln sind wohl sehr lang). Die Beschwerden besserten sich natürlich nicht, so dass im Juli '10 erneut versucht wurde die KH zu verschließen, wieder ohne Erfolg. Nach dieser OP war die Fistel größer als vorher.

Meine Zahnärztin hatte mich daraufhin ins Krankenhaus nach Saarbrücken geschickt zum Oberarzt dort, den sie wohl kannte. Geplant war eine größere OP Anfang September mit Kieferhöhlenballon, zum einen sollte die Fistel verschlossen werden, zum anderen wurde im vorderen Kieferbereich ein rechteckiges Knochenstück entfernt um durch diese Lücke die Kieferhöhle selbst zu operieren, entzündetes Gewebe zu entfernen und nach dem Eingriff den Knochen wieder einzusetzen. Zusätzlich wurde ein Nasenfenster angelegt. Ich hatte vor der OP meine Zweifel, ob hier nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird, weil das Hauptproblem nicht meine Kieferhöhle war, sondern eben die Mund-Antrum-Verbindung durch die ständig Keime und ähnliches in die KH gelangt sind. Das war auch die Ansicht des HNO Arztes. Aber meine Zahnärztin meinte es wäre besser so und der operierende Arzt wäre gut, demnach habe ich die OP durchführen lassen.

Die OP war nicht gut. Mir ging es noch nie so schlecht wie in den 6 Wochen danach. Zum einen kam die ersten 5 Tage direkt beim/nach dem Trinken oft Flüssigkeit aus der Nase gelaufen, zum anderen war die Kieferhöhle eitrig entzündet was aber erst nach dem KH-Aufenthalt beim HNO Arzt festgestellt wurde, durch Ultraschalldiagnose. Der operierende Arzt hat alles als Unfug abgetan und als unmöglich, wollte mir noch nicht einmal Antibiotika geben. Auch als mein Zimmernachbar ihn darauf hingewiesen hat, dass tatsächlich Flüssigkeit beim Trinken aus der Nase kam und das eben kein Unfug war, hat der Arzt es nicht für nötig gehalten das zu überprüfen. Ich habe tagelang nicht schlafen können und auch Schmerzmittel haben nicht/kaum geholfen. Trotz AB von der HNO Ärztin war die Kieferhöhle im Ultraschall auch nach mehreren Wochen AB Therapie noch entzündet. Von ihrer Seite aus ist eindeutig klar dass die OP nicht erfolgreich war, der Ultraschall zeigte dies. Auf Rat der HNO Ärztin habe ich das Krankenhaus in Mainz aufgesucht, dort wurde ich quasi auf der Türschwelle abgewimmelt mit dem Hinweis, dass sie nicht zuständig seien sondern der operierende Arzt, und dass ich nicht so empfindlich sein sollte, Beschwerden nach OPs wären normal. Ein weiterer Kieferchirurg hat mir alle Worte im Mund umgedreht, für alle Beschwerden eine an den Haaren herbeigezogene Erklärung gefunden und selbst für die Ultraschall Diagnose der HNO Ärztin hatte er nur den Kommentar übrig, dass man auch bei gesunden Menschen dort etwas sieht wenn man etwas sehen will, das hätte kaum Aussagekraft.

Problem ist dass der operierte Bereich optisch gut aussieht und verschlossen scheint. Ich bin mir zwar ziemlich sicher dass er nicht verschlossen ist, aber die Ärzte glauben mir nicht. Und keiner will nach meiner Krankengeschichte da nochmal operieren. Ich vermute dass ich auf kleinste Entzündungen heftig reagiere, was den Nachweis auch schwer machen dürfte. Es geht sogar soweit, dass ich Beweisfotos von z.B. verfärbten Sekret, dass aus der Nase kommt machen muss, damit man mir glaubt.

Meine Beschwerden (4 ½ Monate nach OP):

- Dauerhaft kleinste Mengen gelblichen und grünlichen Sekrets, das aus der Nase kommt bzw. in den Rachen fließt. Rechte Nasenseite ist oft zu. „Leider“ ist die Kieferhöhle inzwischen laut Ultraschall nicht mehr entzündet.

- Nach dem Trinken oft Beschwerden an den beiden operierten Kieferbereichen. Zusätzlich entsteht nach dem Trinken oft ein schlechter Geschmack im Mund.

- Beim Trinken manchmal das Gefühl, Flüssigkeit in der Nase zu haben. In den ersten 5 Tagen nach der OP kamen tatsächlich kleine Mengen Wasser aus der Nase gelaufen beim Trinken.

- Die Nase wird beim Trinken sehr häufig feucht. Es kommt dann verstärkt Sekret. Oft kommt beim Schnäuzen vor dem Trinken nichts oder kaum etwas, nach dem Trinken ist beim Schnäuzen das Taschentuch dann oft nass. Das habe ich mehrfach getestet.

- TNF Alpha, ein Entzündungswert, ist erhöht (einmal 10fach und einmal 20fach über Grenzwert). Laut Hausarzt ein eindeutiges Zeichen, dass im Körper eine Entzündung sein muss. Laut Kieferchirurgen ist dieser Wert ohne Aussagekraft (wobei ich eher das Gefühl hatte dass die beiden Kieferchirurgen mit dem Wert nichts anfangen konnten) und nur der CRP-Wert wäre schlimm wenn er erhöht wäre. Kein Grund zu handeln.

- Trinke ich etwas anders als Wasser, z.B. Saft dann bekomme ich heftige Beschwerden, oft kommt dann in der nächsten Zeit auch verstärkt gelbes Sekret. Genauso sieht es beim Zähneputzen mit Zahnpasta aus. Ich putze mir die Zähne nur noch mit Wasser und trinke nur noch Wasser.

- Seit der OP mehrmals Nasenbluten, das sich aber erst durch einen Blutgeschmack im Mund andeutet, etwa 20-30 Sekunden bevor das Blut aus der Nase kommt.

- Grippebeschwerden mit starken Gelenkschmerzen, bin an manchen Tagen praktisch bettlägerig. Aber auch an guten Tagen bin ich körperlich durch einfache Dinge wie einkaufen gehen meist überfordert.

Derzeit helfen nur Hausmittel die Beschwerden zu lindern. Nasentropfen, Inhalationen, Nasendusche nutze ich regelmäßig. Ohne die geht es noch schlechter, ich merke es direkt wenn ich einen Tag lang die Nase nicht behandle. Wobei ich mich frage, ob das die Beschwerden nicht noch schwieriger zu diagnostizieren macht (die Symptome werden ja gelindert). Eine Entzündung der KH ist zwar im Ultraschall nicht mehr zu sehen, aber das war auch schon zum Teil vor den OPs der Fall als die Fistel eindeutig war, so dass ich mich da nicht 100% darauf verlasse (denn es ist ja während der OPs festgestellt worden, dass die KH tatsächlich offen war). Die Beschwerden sind großteils die gleichen wie vor den OPs.

Ich denke auch, dass das eingesetzte Knochenstück falsch sitzt. Zum einen ist der Kiefer in diesem Bereich verändert, auch meine Zahnärztin hat sich darüber gewundert. Zum anderen treten dort verstärkt die Beschwerden auf (siehe angehängte Zeichnung). Hier ist auf jeden Fall ein Problem hinzugekommen, ich vermute, dass eine kleine Verbindung zur Kieferhöhle besteht. Ob der alte Problembereich in Ordnung ist oder erneut nicht richtig verschlossen wurde, kann ich leider nicht sagen.

Ich stehe momentan also ohne ärztliche Hilfe da und weiß wirklich nicht mehr weiter. Der operierende Arzt nimmt mich nicht ernst, alles was ich sage ist Humbug, die Diagnose der HNO Ärztin ist Schwachsinn und kann nicht sein. Und wenn ich andeute, dass seine OP nicht erfolgreich war, werde ich persönlich angegriffen und beleidigt. Von seiner Seite aus ist alles ok und ich soll nicht wiederkommen. Meine Beschwerden werden gar nicht richtig wahrgenommen. Ich bin auch ein sehr schüchterner Mensch und habe Probleme mich durch zusetzten. Ich habe so schlechte Erfahrungen gemacht mit Ärzten dass ich regelrecht eine Phobie habe und richtig Angst habe hinzugehen. Ich wurde zum Teil von Ärzten beleidigt, ausgelacht, als Pinse die nicht mit kleinsten Schmerzen umgehen kann bezeichnet, nicht ernst genommen oder manche waren auch einfach nur genervt.

Die Ärzte reden mir die Fähigkeit aus, meinen Zustand selbst beurteilen zu können. Sie können das ja besser als ich und reden mir ein ich bin gesund (bis auf meinen guten Hausarzt). Ich kann mein Studium deshalb nicht fortführen, da es körperlich zu belastend ist. Ich schlafe schlecht. Ich habe niemanden zum reden, mein Vater ist eine Person mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung ohne jegliches Mitgefühl, macht mir im Gegenteil das Leben zur absoluten Hölle. Meine Schwester, die Medizin studiert interessiert sich absolut nicht für mich. Meiner besten Freundin wurde das zuviel und sie hat den Kontakt abgebrochen. Ich bin psychisch total am Ende. Alleingelassen, kein Arzt zu dem ich gehen kann (mein HNO Arzt ist vor einigen Wochen umgezogen in eine andere Stadt und der hatte mich immer gut unterstützt, das fehlt nun auch), ich komme nicht mehr damit klar, kann nicht mehr damit umgehen, denke immer öfter an Selbstmord als einzige noch mögliche Lösung. Ich weiß nicht mehr was ich machen kann. Diese wirklich schlimmen unerträglichen Beschwerden sind kaum auszuhalten. Das ist die schlimmste Situation meines Lebens.

Vielleicht kann mir hier jemand helfen. Einen guten Arzt empfehlen, am besten im Rhein Main Gebiet, oder sonst Rat geben. Gibt es denn einen Arzt der auf eröffnete Kieferhöhlen-Probleme spezialisiert ist? Ich denke auch, dass bei mir vielleicht die normale OP Methode, eine Fistel zu verschließen (mit Schleimhautlappen) nicht so gut funktioniert, wieso auch immer. Gibt es andere Methoden? Ich weiß nicht mehr weiter und brauche Hilfe.

Gibt es vielleicht eine Selbsthilfegruppe oder ähnliches. Dass mir da jemand Rat geben kann?

Hallo, geh doch mal nach Würzburg in die Zahnklinik, wurde dort selber operiert, haben dort sehr gute Zahnärzte.

glg.

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