lamees

Kostenübernahme nach Fehlbehandlung im Kindesalter?

Hallo liebe User,

ich bin neu hier und habe gestern zufällig dieses Forum gefunden. :-)

Ich hoffe ihr könnt mir bei meinem aktuellen Problem helfen.:sad:

Ich bin über 18 Jahre alt, Auszubildende und war in meinem Teenageralter mehrere Jahre in kieferorthopädischer Behandlung bei der AOK und hatte in Zuge dessen eine lose und eine feste Klammer. Meine Zähne waren wieder gerade. Meine Eltern haben immer einen Teilbetrag mitbezahlt. Seit Beginn meiner Ausbildung im Jahr 2009 bin ich jetzt bei der TKK versichert, weil Sie oft bessere Bewertungen bekommen haben und auch jetzt bin ich zufrieden (mit der AOK war ich auch nicht unzufrieden).

Vor meinem Umzug wegen meiner Ausbildung war ich bei einem HNO-Arzt, der mir dringend riet zum KFO zu gehen, weil meine Zähne sehr nach vorne gekommen sind und bei Nichtbehandlung sonst die Gefahr bestünde, dass ich sie verliere. Noch dachte ich, dass er vielleicht übertreibt. Die erneute Zahnfehlstellung ist mir zwar aufgefallen, jedoch dachte ich es sei "normal" und nicht so schlimm.

Jetzt war ich jedoch bei einem KFO, welcher mir diagnostizierte, dass ich unbedingt noch eine feste Klammer benötige, nachdem ich eine Schlucktherapie bei einem Logopäden gemacht habe. Meine Zähne seien nach vorne gekommen, weil ich mit der Zunge auf die Vorderzähne drücke und ich könnte sonst meine Zähne verlieren. Dies war erst einmal ein Schock für mich, zumal ich auch noch die Klammer selbst bezahlen müsste (ca. 4000 € Kosten!) und ja jahrelang Patientin bei einem KFO war, welcher das falsche Schlucken ja über Jahre bemerkt haben müssen!!!

Deswegen meine Fragen an euch:

-Welche Schritte muss ich jetzt unternehmen? Ich habe meine derzeitige KK kontaktiert, welche mir sagte, dass sie die Kosten nur in absoluten Notfällen übernehmen. Ansonsten auch nur bei Patienten unter 18.

-Soll ich meine alte KK kontaktieren und die Möglichkeit des Wechselns anbieten, wenn sie die Kosten nochmals übernehmen? Der MA der TKK meinte ich sollte sie kontaktieren, da sie bestimmt auch ein Interesse daran haben und gegebenfalls ihr Geld zurückverlangen würden (das wird mir ja nicht unbedingt helfen?)?

-Soll ich meinem damaligen KFO nen netten Brief schreiben, der aber jetzt 4h von mir entfernt ansässig ist?

-Gibt es sonst noch irgendwelche Möglichkeiten (Zusatzversicherungen, Sozialamt, Verbraucherschutz)???

Da ich eine Auszubildende mit einer eigenen Wohnung und vielen Kosten bin, ist es mir im Moment absolut unmöglich die Kosten zu tragen. Und die Zeit eilt! Seit einer Woche bin ich in logopädischer Behandlung.

Vielen Dank schon mal für eure Antworten!!!

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Hi,

hattest du nach Abschluss der Behandlung keine Retainer?

Zumindest lose Retainer sind Standard und sollten noch einige Jahre nach offiziellem Behandlungsende getragen und ganz langsam ausgephast werden, um das Ergebnis zu sichern.

Noch besser sind die - leider nicht von Kasse bezahlten - geklebten Retainer an den Frontzähnen, die laut vielen KFOs "ewig" drinbleiben können und gerade Verschiebungen in der Front verhindern.

Klar kannst du an deinen ehemaligen KFO schreiben, aber es wird schwer nachweisbar sein, dass du damals schon falsch geschluckt hast, denn die Behandlung wurde ja erfolgreich abgeschlossen. Und falsches Schlucken hätte wahrscheinlich auch die Behandlung damals schon erheblich beeinträchtigen können.

Die KK übernehmen neue und auch Wiederholungs-Behandlungen über 18 nur, wenn die Kieferfehlstellung eine operative Korrektur erforderlich macht und dann auch nur in Verbindung mit eine massiven Zahnfehlstellung.

Manche Zusatzversicherungen übernehmen zumindest einen Teil der Kosten - aber auch nur, wenn die Diagnose bei Vertragsabschluss noch nicht feststand. Und gerade bei Zahnthemen ist die Leistung in den ersten Jahren stark eingeschränkt.

So wie dir geht es leider vielen hier, die in der Kindheit / Jugend eine Behandlung mehr oder weniger erfolgreich abgeschlossen haben und deren Fehlstellung nun eine erneute Behandlung erforderlich macht. Auch ich habe 20 Jahre nach dem ersten Behandlungsende meine zweite Spange drin und muss selbstbezahlen.

Ich befürchte, auch für dich wird nur die Selbstbezahl-Lösung übrigbleiben. Allerdings bieten die KFOs hier auch Ratenzahlungen an.

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Hallo,

auch bei mir ist in meiner Kindheit durch die KfO-Behandlung sehr viel Schaden angerichtet worden. Mein jetziger KfO sagte, dass man früher davon ausging, dass sei genau richtig so zu behandeln, heute weiß man, dass das völlig falsch war und man damit ganz viele Fehlstellungen verursacht hat, die vorher gar nicht da waren. Heutzutage würde niemand mehr so behandeln.

Die Kasse interessiert das trotzdem nur, wenn die jetzige Fehlstellung so erheblich ist, dass eine OP notwendig ist. Nur dann übernimmt sie die Kosten.

LG

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Hallo,

ich hatte als Kind auch schon eine Zahnklammer und 15 Jahre später habe ich nun wieder eine. Die Krankenkassen übernehmen ab 18 Jahren leider nur eine Behandlung wenn die so schwerwiegend ist das auch Operiert werden muß. Auch wenn die Gefahr besteht das du deine Zähne verlierst ist das für die Krankenkasse keine Grund die Behandlung zu bezahlen. Ich denke auch das es schwer sein wird nachzuweisen das du früher schon falsch geschluckt hast. Bei Zusatzversicherungen mußt du wie Tantefrieda schon sagt nachweisen das die Fehlstellung erst nach Vertragsbeginn bestanden hat. Sozialämter übernehmen sowas überhaupt nicht, auch wenn man unter der Fehlstellung erheblich leidet. Sorry das ich dir keine Positivere Antwort geben kann!

LG

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Fast zu einhundert Prozent meine Situation. 6 Jahre Behandlung bei einem Kfo. Abschluss der Behandlung. Dann Rezidiv. Ich zu einem anderen KFO und dann kam der Schock. Die ganzen 6 Jahre wurde nur Mist gemacht und die AOK zahlt trotzdem keine neue Behandlung. Ich habe jetzt mehr Fehlstellungen als vorher. Ich solle zivilrechtlich dagegen vorgehen, so deren Worte. Immerhin haben sie mir ein Gutachten über den Medizinischen Dienst anfertigen lassen. Was ich jetzt mache, weiß ich noch nicht. Ein Arzt hat mir gesagt, man müssten die Kosten dem Vorbehandler auferlegen, aber das müsse ein Richter entscheiden..

Fakt ist jedenfalls, dass ich die neue Behandlung grade selbst bezahlen muss. Und das ist für mein Empfinden eine riesige Sauerei,aber man kann nichts machen. Keine Op, kein Geld von der Kasse. So dümmlich das ist, aber die zahlen nur die Holzhammermethode..

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Das gleiche Problem hier!

Spange und Multiband im Jugendalter und jetzt Nichterfüllung der KIG-Richtlinien wegen Kompensation trotz eindeutiger skelettaler Fehlstellungen. :evil:

LG

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Das kommt mir auch bekannt vor.

Ich hatte als Kind auch ewig ne lose Spange, so ca 5-6 Jahre. Damals schon gab es einen vorwitzigen Zahn, der sich nicht richtig einordnen wollte. Mein Zahnarzt (ich habe die Behandlung damals beim Zahnarzt gemacht) sagte, das sich das mit der Zeit von alleine geben würde....

Jetzt, 20 Jahre später, habe ich einen Kreuzbiss entwickelt, an den sich einige KFO gar nicht mehr rantrauen, da mein Kiefergelenk auch einen leichten Schaden davon getragen hat.

Glücklicherweise war mein ZA damals so unfähig, das er auch den Überbiss nicht richtig behandelt hat und die KK jetzt die Kosten übernimmt. Und ich darf mich operieren lassen!

Das wäre alles jetzt nicht nötig, hätte er mir irgendwann geraten zu einem KFO zu gehen. Und ich war einfach noch zu jung, um so etwas zu entscheiden.

Ich bin tierisch wütend, aber der ZA lebt mittlerweile nicht mehr und es gibt keinen mehr den ich dafür Verantwortlich machen könnte.

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