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Behandlung: Damon? In-Line?

Hallo!

Vor ein paar Tagen war ich bei einem zweiten KFO. Der Termin lief ganz anders ab als beim ersten. Nun bin ich unsicher bezüglich der Behandlungsmethode.

Die Untersuchung bei dieser zweiten Kieferorthopädin fiel deutlich kürzer und oberflächlicher aus, als beim ersten, was ich zunächst bedenklich fand. Allerdings brachte es die gleichen Ergebnisse (soweit ich das beurteilen konnte). Danach stellte man mir Behandlungsformen vor. Hatte im Vorfeld eigentlich zu Damon tendiert, da ich der Meinung war, dass das bei den Brackets das kleinere Übel ist und ich mir eine unsichtbare Behandlung ohnehin nicht würde leisten können. Bei diesem zweiten Termin sagte man mir dann aber, dass das bei denen preislich kaum einen Unterschied machen würde.

So hatte ich also die Wahl zwischen Damon, Invisalign und In-Line. In-Line stellte man mir als die "deutsche Variante von Invisalign" vor und man zeigte mir die Schienen etc.. Damon und In-Line würden mich beide um die 3500 € kosten (inkl. Retention), Invisalign würde etwa einen Tausender mehr kosten, "weil Amerika ja immer ein bischen teurer ist". Diese Preise fand ich geradezu 'billig', nachdem der erste KFO mich für 6000-6500 mit Damon (wofür ich "prädestiniert" wäre) behandeln wollte (bin übrigens Privatzahler)! .

Da es ja auch preislich gleich ist (zu diesem Zeitpunkt schwankte ich dann zwischen Damon und In-Line), habe ich auch nicht das Gefühl, dass man mir etwas aufschwatzen wollte.

Eitel wie ich bin, habe ich dann mein Interesse an In-Line bekundet und auch Abdrücke und Röntgen gemacht. Dafür zahle ich etwa 150,- (beim letzten KFO hätte mich das 550,- gekostet!). Jetzt werden meine Abdrücke nach Rastede geschickt (da sitzen die In-Line Leute) und ich bekomme für 28,- einen genauen Kostenvoranschlag.

Dann könne ich mir immernoch überlegen, ob ich die Behandlung will. Nur um meine Weisheitszähne (alle vier) solle ich mich vor Behandlungsbeginn kümmern - so das Ergebnis des Röntgenbildes. Wie ich es immer vermutet habe, ist es nämlich vor allem mein unterer rechter Weisheitszahn, der da nach und nach die Zähne verschiebt (der liegt nämlich).

Wie verhält es sich eigentlich, wenn im Rahmen einer KFO-Behandlung die Weisheitszähne gezogen werden müssen - Übernimmt das wenigstens die gesetzliche Krankenkasse?

Naja, warte nun ab, was der Kostenvoranschlag von den In-Line Leuten ergibt. Bis dahin verbleibe ich skeptisch. Ich bin ein wenig verunsichert, da ich meine Fehlstellung schon als vergleichsweise gravierend empfinde (Engstände in Ober- und Unterkiefer, weshalb sich vor allem meine Eckzähne rechts oben und unten verschieben, sowie ein Kreuzbiss im Seitenzahnbereich und leichte Mittellinienverschiebung) und immer dachte, diese Aligner-Technologien wären bestenfalls für 'leichte' Fehlstellungen. Irgendwie denke ich doch konservativ und frage mich, ob ich mit Damon nicht ein besseres Ergebnis würde erzielen können?

Leider muss ich bei diesen Überlegungen feststellen, dass ich mich nicht allzu gut beraten fühle. Man hat mir absolut freie Hand in der Auswahl der Behandlung gelassen und nannte mir kein Für- und Wider (Unterschiede gäbe es keine, sagte mir die Assistentin). Habe mir nun vorgenommen, die KFO beim nächsten Mal mit Fragen zu löchern und mich eventuell dann doch noch umzuentscheiden, was die Behandlungsmethode angeht.

Kann mir jemand einen Rat geben? Hat jemand Erfahrungen mit In-Line?

bearbeitet von TwoToGo

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Hallo,

stehe auch kurz vor einer Behandlung mit ähnlichen Schiefstellungen, wie du sie beschrieben hast, und ich habe mich auch bzgl. der beiden Varianten beraten lassen. Erfahrungen habe ich noch keinerlei damit gemacht, kann dir aber weitergeben, was mir gesagt wurde. Ich habe mich dazu von einer KFO und von 2 verschiedenen KFC beraten lassen, und der Konsens war Folgender:

  • eine Behandlung ist mit beiden Varianten möglich, die Entscheidung bleibt einem selbst überlassen

  • In-Line ist um 2.000 bis 3.000 EUR teurer, da sie aus Gold gegossen werden und ganz individuell angefertigt werden müssen

  • mit In-Line dauert die Behandlung etwas länger (ca. 6 Monate), da die Fein-Justierung der Zähne schlechter möglich ist als mit Brackets außen. Dies liegt daran, dass die Brackets innen den kompletten Zahn bedecken und deshalb auch nicht mehr korrigiert werden können wenn einmal angebracht. Außerdem hat der KFO weniger Platz, da der Zahnbogen innen kleiner als außen ist. Das Ergebnis ist also ungenauer bzw. dauert es eben länger

  • In-Line sieht man von außen zwar nicht, soll aber wesentlich unangenehmer zu tragen sein, da die Zunge sie permanent spürt und sich daran "wundreibt". Auch die Zahnpflege sei schwieriger

Summa Summarum haben mir alle 3 eindeutig von In-Line Brackets abgeraten und die normalen Brackets außen (Damon) befürwortet (günstiger, besseres Ergebnis, Behandlungszeit kürzer, angenehmer). Sollte ich mich zur Behandlung durchringen, werde ich Damon nehmen.

Viele Grüße,

Pat

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[*]In-Line ist um 2.000 bis 3.000 EUR teurer, da sie aus Gold gegossen werden und ganz individuell angefertigt werden müssen

Sorry, da hast du was falsch verstanden! die innenliegende spange nennt sich incognito

Wie oben schonsteht ist In-Line so etwas ähnliches wie invisalign.

Viele Grüße Steffi

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@Bolius - wie Everell schon schrieb, du scheinst eher von der incognito Lingualtechnik zu sprechen als von invisalign.

Allerdings kann ich kaum glauben, dass du von der incognito sprichst, denn all diese Nachteile gibt es nach nach Aussage von vielen incognito zertifizierten und erfahrenen KFOs nicht.

Hallo,

  • eine Behandlung ist mit beiden Varianten möglich, die Entscheidung bleibt einem selbst überlassen

  • In-Line ist um 2.000 bis 3.000 EUR teurer, da sie aus Gold gegossen werden und ganz individuell angefertigt werden müssen

  • mit In-Line dauert die Behandlung etwas länger (ca. 6 Monate), da die Fein-Justierung der Zähne schlechter möglich ist als mit Brackets außen. Dies liegt daran, dass die Brackets innen den kompletten Zahn bedecken und deshalb auch nicht mehr korrigiert werden können wenn einmal angebracht. Außerdem hat der KFO weniger Platz, da der Zahnbogen innen kleiner als außen ist. Das Ergebnis ist also ungenauer bzw. dauert es eben länger

  • In-Line sieht man von außen zwar nicht, soll aber wesentlich unangenehmer zu tragen sein, da die Zunge sie permanent spürt und sich daran "wundreibt". Auch die Zahnpflege sei schwieriger

  • es stimmt, mit Lingualtechnik sind bis auf wenige Ausnahmen alle Behandlungen möglich, die mit normalen Brackets möglich sind.
  • richtig ist auch, dass die incognito teurer ist und individuell gegossen wird. Die individuelle Fertigung hat den Vorteil, dass die Brackets passgenau gefertigt sind und für innenliegend dünner möglich sind. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Brackets damit auch ganz spezifisch für die Fehlstellung bzw. die richtige Zahnstellung am Ende der BEhandlung gefertigt werden und in Verbindung mit den Robotorgebogenen Bögen ein optimales Ergebnis ermöglichen.
  • dem Argument die Behandlung dauert länger kann ich absolut nicht zustimmen, mir wurde mit Damon-Brackets und incognito 1 Jahr veranschlagt und nun werden es mit incognito wohl 10 Monate werden. Der KFO hat bei der Behandlung weniger Platz, das ist aber kein Argument für ungenauigkeit. Die Brackets werden indirekt und passgenau geklebt, somit passen sie 100%ig. Die Bögen sind CAD-mässig angepasst und ebenso genau. Das einzige ist, dass es für den KFO ein wenig zeitaufwendiger ist, aber ich empfand das bei 10 gewechselten Bögen nicht als Problem.
  • die incognito ist anfangs sicher etwas gewöhnungsbedürftiger als normale Brackets - ich hatte vor über 20 Jahren bereits meine erste Behandlung mit normalen Brackets. Aber auch normale Brackets sind gewöhnungsbedürftig

Mein Fazit - man muss selbst wissen, für welche Behandlung man sich entscheidet, denn wichtig ist, dass man dem behandelnden KFO und seiner Methode vertraut. Ich bin super zufrieden mit der incognito, denn für mich ist das Innenliegende ein klarer Vorteil, zumal bei mir wegen Schmelzschäden der ersten Behandlung außenliegende Brackets nur schlecht möglich gewesen wären. Das Putzen empfinde ich nicht als aufwendiger, eine Spange ist einfach immer aufwendiger zu putzen. Aber ich empfinde es als großen Vorteil der incognito, dass man die Speisereste nach dem Essen nicht sieht ;-)

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Sorry, da hast du was falsch verstanden! die innenliegende spange nennt sich incognito

Wie oben schonsteht ist In-Line so etwas ähnliches wie invisalign.

Viele Grüße Steffi

Ja, Steffi hat wohl Recht. Kleines Missverständnis!

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Hallo zusammen,

ich trage die Damon-Insignia-Brackets und bin sehr zufrieden damit.

Zur Info stelle ich den Link nochmals rein. Diese werden auch individuell für jeden hergestellt, womit ein perfektes Ergebnis erzielt wird.

http://www.damon-bracket-bocholt.de/de/insignia.php

Mit der angesprochenen Beratung ist das natürlich immer schwierig für einen KFO, denn rät er dir speziell zu einem System, heißt es bei den Patienten gleich: der hat mir das aufgeschwatzt. Lässt er einem die Wahl, heißt's er hat mich nicht beraten.

Wie macht er es nun richtig?

So muss jeder seinen Weg finden und die Entscheidung treffen.

Viel Erfolg dabei, bin gespannt auf deinen Bericht.

Sanne

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Hallo zusammen,

ah ok, dann habe ich wohl die beiden Systeme durcheinandergebracht - sorry!

Wie gesagt ich selbst habe noch keine Erfahrungen damit gemacht, habe nur weitergegeben, was mir meine KFO und die beiden KFC gesagt haben. Ich glaube die Meinungen gehen einfach von Arzt zu Arzt immer etwas auseinander.

Viel Erfolg auf jeden Fall bei deiner Behandlung!

Pat

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Hallo Sanne!

Ich bekomme jetzt auch Brackets im Insignia-Verfahren!

Hat es bei dir auch so lange gedauert, bis das Ergebnis aus dem Fremdlabor da war.

Ich warte schon 7 Wochen!

LG

Axel

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