Ich oute mich…, als heimlicher Leser.

Bin bereits seit vielen Jahren in diesem Forum angemeldet, kenne viele eurer Geschichten bei denen ich schon heftig mit gelitten oder auch geschmunzelt habe, jedoch kennt mich keiner.

Gehöre bereits zum älteren Jahrgang sprich ich bin bereits 41 Jahre alt und stolze Mama von zwei süßen Kindern.

Mein Großvater war seinerseits Zahntechniker in einer Zahnärztlichen Praxis und hat mit als Kind meine Zahnspange verpasst, beim Kieferorthopäden war ich eigentlich nie, bis auf einmal. Nachdem man mir im Unterkiefer 35 und 45 gezogen hatte um Platz zu schaffen und die restlichen Zähne einigermaßen gerade gerückt hatte wurde ich dann einmal zum Kieferorthopäden geschickt. Dieser meinte: Behandlung ist okay, aber um ein hübscheres Profil zu bekommen muss der Unterkiefer ( im Alter von 18 Jahren) operatorisch zurückgelegt werden, danach wird der Mund für zwei Monate verdrahtet, ob der der Kiefer jedoch wieder richtig anwächst kann nicht garantiert werden. Ich war mit meinen ca. 14 Jahren total geschockt. Die Jahre zogen ins Land und ich schaffte mir aus lauter Angst ein dickes Fell bezüglich meiner Fehlstellung an. Wem es nicht gefällt, braucht ja nicht hingucken. Glücklich war ich damit nie, aber man hat ja immer eine prima Ausrede parat, Ausbildung, Beruf, Kinder…. Seit vielen Jahren leide ich unter starker Migräne, habe Schulter und Nackenschmerzen, da bin ich auf einen Zeitungsartikel gestoßen, dass meine Probleme mit meiner Fehlstellung zusammenhängen können. Aufgrund dieses Artikels habe ich im Internet noch mal Nachforschungen über dieses Thema gestartet und bin dann auch irgendwann hier gelandet. Seit ca. 4 Jahren beschäftige ich mich mehr oder weniger mit diesem Thema, aber Beruf und Familie haben mich das Thema dann doch immer wieder verdrängen lassen. Nun musste mein Töchterchen jedoch auch einen Kieferorthopäden aufsuchen, da sie wohl sehr nach der Mama kommt und somit habe ich mich auch entschlossen dieses Thema für mich erneut in Angriff zunehmen.

Diagnose des Kfo:

Befundgruppe nach Schmuth: 3, Steilstand der Front, Lückenstand zwischen 12/13 und 22/23, div.

OK Zahndrehungen und -kippungen, 18 ist nicht angelegt, 28 ist retiniert.

UK Steilstand der Front, Flachfront, Lückenstand zwischen 32/33 die Zähne 35,45 sind bereits extrahiert worden. Div. Zahndrehungen und -kippungen, Frontmittelverschiebung um 2 mm nach links

Bisslage Mesialokklusion um 2 Pb bei C re, Mesialokklusion um 1/3 PB bei C li, 12/43 progen verfangen Mittellinienverschiebung.

Warte nun sehnlicht auf die Zusage der KK. Schon komisch, da lässt man Jahrzehnte vergehen und kann es jetzt nicht abwarten. Ach ja, lt. KC muss der Oberkiefer nach vorne verlagert werden, vielleicht ist es ja gut, dass ich solange gewartet habe, da die heutigen Geräte zur Befundermittlung doch anders sind und sich die OP-Methoden verändert haben.

Letztendlich kann ich also noch nicht viel zum Forum beitragen, aber ich bin nun froh mich als heimliche Leserin geoutet zu haben.

LG

wenzel

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Hallo Wenzel,

immer herein und herzlich willkommen! Hört sich nach ziemlich krassen Fehlstellungen bei dir an?

Alles Gute für deine Behandlung!

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Hallo Wenzel,

ist das mein Bericht?

Könnte meiner sein! :D

Abgesehen davon, dass mein Opa Schlosser war, und ich nur ein Kind habe, ist bei mir alles ganz ähnlich.

Bin wegen Kieferknacken vor ca 14 Jahren zu einer Kieferchirurgin gegangen. Sie meinte, es müsste unbedingt eine OP gemacht werden. Unterkiefervorverlagerung. Auch ich hatte als Kind eine Zahnspange (und sogar einen hübschen Außenbogen). Damals fand ich das alles ziemlich heftig, zumal ich gerade sooo verliebt war und meinen damaligen Freund - heute Mann bald heiraten wollte. Das passte mir gar nicht und außerdem hatte ich ja keine Schmerzen. Dann kam ein guter Job, Hochzeit, Reisen, Kind bekommen usw.

Tja, es holt einem aber alles ein. Nachdem nun mein Sohn (8,5 Jahre)leider die schiefen Zähne von der Mama geerbt hat, bin ich gleich mit ihm zum KFO weil er ja nicht das gleiche Schicksal erleiden soll wie seine Mama. KFO hat ihm dann auch gleich eine Zahnspange verpasst, die er sehr gut trägt. Durch all die Jahre ist mir aufgefallen, dass meine Zähne im Unterkiefer immer schiefer werden (ich dachte, das bleibt so). Also hab ich mir auch einen Termin beim KFO geholt. Dachte mir, dass ist auch gut, da kann ich meinen Sohn unterstützen. Tja, leider sagte der KFO genau das, was ich vor 14 Jahren schon einmal gesagt bekam - OP!

Nun bin ich 40. Aber ich muss sagen, dass ich heute die Sache ganz anders sehe als damals - das geht dir doch sicher auch so oder?

Man hat schon einiges erlebt, hat mehr Selbstbewusstsein als mit 20 und außerdem sind mir meine Zähne nicht mehr so egal wie früher. Sie werden mir und meinem Aussehen immer wichtiger. Ja, ich hab auch schon gedacht, dass die Medizin sicherlich heute nochmal anders denkt/arbeitet, wie damals :D

So, nun siehst du - du bist nicht alleine. Wie weit bist du denn mit deiner Planung?

Ich habe morgen wieder einen Termin beim KFO und dann wird ausfühlrich der Heil- und Kostenplan besprochen. Leider habe ich von der KK noch keine Zusage aber wenn alle Stricke reissen, dann zahl ich es eben selbst (auch das wäre vor 14 Jahren nicht möglich gewesen)

Freue mich, von dir zu hören/lesen.

Viele Grüße

Antje

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Hallo Dagmar!

Hallo Antje!

Nachdem ich gestern meine Diagnose schriftlich hier erfasst hatte, dachte ich auch, mein Gott du musst ja völlig entstellt aussehen. :blink:

Was mich immer sehr gestört hat, sind die Lücken neben den Eckzähnen und vom Profil her sieht es immer irgendwie aus, als hätte man schlechte Laune, sonst sehen die Zähne eigentlich schön gerade aus. Mit der Zeit trainiert man sich aber eine gewisse Mimik an, dass man die Lücken an den Eckzähnen nicht so richtig sieht, sprich man traut sich nicht befreit zu lachen.

Meine Kleine bekommt Anfang Mai nun ihre lose Spange (lila) und war schon ganz enttäuscht das es sich jetzt bis Mai (w. Ferien) hinzieht und sie nicht schon direkt schicke Brackets bekommt. Ich hoffe, dass ich bis dahin dann auch meine Zusage von der KK erhalte.

Zur Zeit sind alle Unterlagen, Abdrücke etc. beim Gutachter.

Ich habe mir noch keine Gedanken darüber gemacht, wie es sein wird, wenn die KK die Kosten nicht übernimmt. Allein der Eigenanteil für die Zahnspange > nicht KK Modell> beträgt für mich ca. 3.000,00 € für die Kleine noch mal 2.600,00 €. Wie teuer dann die OP Kosten wären, kann ich nicht sagen, da ich mich darüber noch nicht informiert habe. Mein Kfo meinte jedoch, dass bei meiner Sachlage die Kosten übernommen werden. Sollte ich jetzt nur die Zähne richten lassen, hätte ich immer noch die Fehlstellung des Kiefers, somit auch weiterhin Migräne etc. .

Warte jetzt erst mal ab, was die KK sagt und vielleicht werde ich auf meine alten Tage noch schön. ;)

Gruß

wenzel

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Hallo wenzel,

irgendwie kommt mir das alles bekannt vor. Ich hatte mit 13 auch eine Zahnspange, aber meine Kfo. hat damals nicht erkannt, das sich der Kiefer nicht verändert, sondern höchstens die Zahnstellung. Da mein OK aber viel zu schmal war, hatten die Zähne die im Kreuzbiss übereinander standen aber gar keinen Platz sich zu verschieben. Als ich dann mit 19 nochmals zum Kfo. bin, der alte war schon in Rente gegangen, bekam ich auch nur zu hören: "man sieht es ja kaum" und " sie sind ja nicht den ganzen Tag von Kieferortopäden umgeben", und so Horrogeschichten wie: "nach der OP können sie nie wieder ein Brötchen essen, da springt ihnen dann jedesmal das Kiefergelenk raus". Wer lässt nach solchen Prognosen noch eine OP machen? Das war vor 27 Jahren. Was die heutige Technik und die Neuerungen betrifft, bin ich daher froh, dass ich so

froh, dass ich solange gewartet habe. Aus gesundheitlichen Gründen, wäre es allerdings viel früher, nötiger gewesen. Dann wären sicher einige Gelenkprobleme gar nicht erst aufgetreten.

Ich kanns dir daher echt nachfühlen.

Ganz lieben Gruß

Cobra

GNE 08.02.2010

BIMAX 31.03.2011

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