ldw

Totale Katastrophe nach Re-OP

28 Beiträge in diesem Thema

Nachdem ich vor 2 Jahren bei einer UK VV um ca. 3 mm überkorrigiert wurde, habe ich seitdem mit den Folgen zu kämpfen. Die Kiefergelenke sind soweit hinten am Anschlag, dass Kiefergelenkschmerzen, Ohrendruck, Hörsturz, HWS-Bandscheibenvorfall usw. zu meinem Alltag gehören. Kieferorthopädische Versuche, dies über die Zähne auszugleichen, waren erfolglos, so dass ich mich nun zu einer Re-OP entschlossen hatte. Diese sollte in Form einer OK VV von 3 mm sein, damit der UK und die Kiefergelenke endlich wieder mehr Platz haben. Ich wollte dem Ganzen endlich ein Ende bereiten und wieder ein normales Leben führen können.

Vor 14 Tagen hatte ich dann diese OP, die für mich nun der absolute SUPERGAU ist. Statt der versprochenen 3 mm nach vorne wurde der OK irgendwie nur (vorne nach unten und hinten nach oben) gekippt, Platz habe ich dadurch noch weniger als vorher! Die 3 mm sind einfach nicht da, und dadurch dass die Schneidezähne nun tiefer sind, kann ich gar nicht mehr nach vorne und fühle mich völlig eingepfercht. Ich muss den UK permanent künstlich nach hinten halten, dies ist sehr, sehr schmerzhaft!! Meine Muskeln verkrampfen und meine Gelenke sind schon entzündet, in Ruhelage hätte ich nun einen frontalen Kopfbiss, aber ich kriege durch die noch geringe Mundöffnung nach OP den Mund erst gar nicht so weit auf, um nach vorne rutschen zu können. Jede Stunde, jede Minute ist eine Qual und ich weiß nicht, was ich tun kann!! Ich kann einfach nicht mehr, ich bin am Ende. Allein der Gedanke an eine dritte OP macht mich völlig fertig, aber so lassen kann ich es ja auch nicht!

Ich habe inzwischen auf eigene Kosten ein MRT und DVT erstellen lassen, auf dem man sieht, dass die Kiefergelenke immer noch ganz hinten stehen - aber was nutzt mir das? Der operierende Arzt meinte bisher, meine Schmerzen kämen "woanders" her und ich soll mir ABGEWÖHNEN, den UK nach vorne zu schieben!!! Ich bin gespannt, wie er reagiert, wenn ich ihn mit diesen Aufnahmen konfrontiere.

Werde morgen mal ein paar Bilder einstellen, mal sehen, was ihr zu dem Biss sagt.

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Hi Idw,

das darf doch nicht wahr sein! War das derselbe KFC? Also, - im Moment fehlen mir die Worte. Selbst "Gute Besserung" klingt da abgedroschen und irgendwie fehl am Platz ... Wünsche dir ganz viel Kraft, dass du weiter kämpfen kannst!

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Vielen Dank, Dagmar.

Nein, das war nicht der gleiche KC wie bei der UK VV. Diesmal war es ein KC, den ich auch hier über das Forum gefunden hatte und von dem man den Eindruck hatte (u.a. auch durch die Berichte hier über ihn), dass er viel Erfahrung - auch bei Re-OPs - hat und weiß, was er tut. Tja...mein KFO hat das Malheur heute bestätigt. Es ist ein Alptraum, und jeden Abend beim Einschlafen hoffe ich, dass ich am nächsten Morgen daraus aufwache.

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Das ist wohl das worst case scenario :(

Aber der KFC muss doch sehen dass es nicht passt vom Biss her... Hast du das Gefühl dass er nicht zugeben will dass er einen Fehler gemacht hat?

Zu sagen: Menschen machen auch mal Fehler - ist hier Fehl am Platz, so was darf nicht passieren, aber es danach nicht einmal zugeben...

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Echt, da muss ich schlucken! Und genau das fällt mir seit der letzten kfo Behandlung schwer. Kein großer Trost, aber wenigstens scheinst du einen fähigen und vertrauenswürdigen KFO zu haben. Was rät er? Wie erklärt er (sich) diese op Schwenkung des OK statt Verschiebung, wenn ich es richtig verstanden habe?

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Ja, der KFO hat die Problematik erkannt. Gott sei Dank. Er versteht das Ganze auch nicht und rät zur Re-OP.

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Hallo,

erstmal vielen Dank für die lieben PM, die ich von einigen von euch bekommen habe. Es tut mir leid, dass ich bisher nicht geantwortet habe, aber es fällt mir sehr sehr schwer, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen, obwohl ich das ja tagtäglich von morgens bis abends tun muss.

Für die, die es nicht wissen, hier ein kurzes Update: Nachdem die OK OP im März ja der totale Reinfall war und ich es vor Schmerzen etc. nicht mehr ausgehalten habe, wurde ich Ende April, also 4 Wochen nach OP, nochmal operiert. In den ersten Tagen freute ich mich noch über den wieder gewonnen Freiraum, aber schon bald merkte ich, dass der OK wieder nicht dort war, wo er hingehörte: Zum einen völlig schief und zum anderen viel zu weit nach oben gesetzt (ca. 4-5 mm zu hoch).

Dadurch muss ich den Unterkiefer ständig künstlich nach oben halten (Anmerkung am Rande: Nach der ersten OP musste ich den UK künstlich nach hinten halten...), um den Mund schließen oder essen zu können, dies ist für Zunge und Muskulatur auf Dauer sehr schmerzhaft und anatomisch auch gar nicht möglich. Die Kauebene ist viel zu hoch, so dass mir beim Essen und beim Sprechen permanent der Speichel aus den Mundwinkeln läuft und diese dauer-entzündet sind. Ich muss den UK quasi irgendwie in der Schwebe halten, mit ca. 5 mm weit geöffnetem Mund, um eine einigermaßen erträgliche Position zu finden. Vom KFO habe ich ca. 4-5 mm hohe Aufbisse bekommen, mit diesen ist mein UK annähernd in der Position, wo er nach OP eigentlich hätte sein sollen. Dies wurde auch durch ein MRT bestätigt. Nehme ich die Aufbisse heraus (herausnehmbare Kunststoffkappen, zum "Draufstecken"), habe ich wieder die gleiche Kiefergelenkkompression wie vorher, die sich dann unmittelbar durch unterirdische KG-Schmerzen, den typischen Ohrendruck, Hörprobleme, starke Nackenschmerzen etc. bemerkbar macht. Das war der Grund, warum ich mich überhaupt erst habe am OK operieren lassen!

Jeder Tag ist eine Qual, und meistens frage ich mich morgens schon, wie und ob ich ihn überhaupt bewältigen kann. Dem Alltag und meinen Pflichten kann ich schon lange nicht mehr nachkommen, nichtmal meine kleine Tochter kann ich versorgen, sie sieht mich nur noch weinen...und dabei haben wir früher so gerne zusammen gelacht, den Tag genossen und viel unternommen. Jetzt verlasse ich kaum noch das Haus. Nichts ist mehr so wie es war.

Als wäre das alles nicht schlimm genug, fühle ich mich regelrecht entstellt. Meine Oberlippe bedeckt nun völlig meine Zähne, dass sich hinter meiner Oberlippe noch Zähne befinden, lässt sich lt. meiner Zahnärztin nur erahnen...und da der Mittelgesichtsbereich recht weit nach vorne verlagert wurde (warum auch immer!?) sieht der Oberlippenbereich ziemlich eingefallen aus - wie bei älteren Leuten, die ihr Gebiss nicht drin haben. Mein Unterkiefer verschwindet regelrecht durch die starke Aufwärtsbewegung und ist viel zu kurz für mein Gesicht. Meine Nase ist in etwa doppelt so breit und die Nasenflügel sind seltsam nach oben verzogen. Einfach nur schrecklich...Ich muss jedes mal heulen, wenn ich mich im Spiegel betrachte. Was ich da sehe, bin defintiv nicht ich.

Es bleibt mir wohl nur eine neue OP, aber leider habe ich das Vertrauen in die Kieferchirurgie verloren - und wer sollte/wollte mich operieren!? Momentan wird versucht, mit Gummizügen die Zähne zueinander zu ziehen, aber das scheint mir über diese enorme Strecke gar nicht möglich, außerdem macht es sich schon an den Zähnen bemerkbar, die teilweise nun schon freiliegende Zahnhälse haben (sehr schmerzhaft!). Und schief bleibt der OK dann trotzdem...

Ich kann nur jedem raten, sich zwei- oder gar dreimal zu überlegen, ob man sich am (Ober-)Kiefer operieren lässt. Vor allem sollte man bedenken, dass auch Kieferchirurgie ein hart umkämpftes Geschäft ist und auch Chirurgen ihr Produkt "verkaufen" müssen, da bekommt man im Verkaufsgespräch so einiges erzählt, damit man anbeisst. Bei mir hat letztendlich die gängige Praxis gezogen, dass ich prognostiziert bekam, mit Ende 30 wären meine Kiefergelenke kaputt, wenn ich mich nicht operieren lasse (Angstmache), obwohl ich vor den ganzen OPs NIE Schmerzen oder Probleme mit dem KG hatte. Welch Ironie des Schicksals: Denn das meine Kiefergelenke nun nach 5 - wahrscheinlich bald 6 - Operationen tatsächlich kaputt sind, davon kann ich ausgehen...

Traurige Grüße

ldw

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Hallo,

erstmal vielen Dank für die lieben PM, die ich von einigen von euch bekommen habe. Es tut mir leid, dass ich bisher nicht geantwortet habe, aber es fällt mir sehr sehr schwer, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen, obwohl ich das ja tagtäglich von morgens bis abends tun muss.

Für die, die es nicht wissen, hier ein kurzes Update: Nachdem die OK OP im März ja der totale Reinfall war und ich es vor Schmerzen etc. nicht mehr ausgehalten habe, wurde ich Ende April, also 4 Wochen nach OP, nochmal operiert. In den ersten Tagen freute ich mich noch über den wieder gewonnen Freiraum, aber schon bald merkte ich, dass der OK wieder nicht dort war, wo er hingehörte: Zum einen völlig schief und zum anderen viel zu weit nach oben gesetzt (ca. 4-5 mm zu hoch).

Dadurch muss ich den Unterkiefer ständig künstlich nach oben halten (Anmerkung am Rande: Nach der ersten OP musste ich den UK künstlich nach hinten halten...), um den Mund schließen oder essen zu können, dies ist für Zunge und Muskulatur auf Dauer sehr schmerzhaft und anatomisch auch gar nicht möglich. Die Kauebene ist viel zu hoch, so dass mir beim Essen und beim Sprechen permanent der Speichel aus den Mundwinkeln läuft und diese dauer-entzündet sind. Ich muss den UK quasi irgendwie in der Schwebe halten, mit ca. 5 mm weit geöffnetem Mund, um eine einigermaßen erträgliche Position zu finden. Vom KFO habe ich ca. 4-5 mm hohe Aufbisse bekommen, mit diesen ist mein UK annähernd in der Position, wo er nach OP eigentlich hätte sein sollen. Dies wurde auch durch ein MRT bestätigt. Nehme ich die Aufbisse heraus (herausnehmbare Kunststoffkappen, zum "Draufstecken"), habe ich wieder die gleiche Kiefergelenkkompression wie vorher, die sich dann unmittelbar durch unterirdische KG-Schmerzen, den typischen Ohrendruck, Hörprobleme, starke Nackenschmerzen etc. bemerkbar macht. Das war der Grund, warum ich mich überhaupt erst habe am OK operieren lassen!

Jeder Tag ist eine Qual, und meistens frage ich mich morgens schon, wie und ob ich ihn überhaupt bewältigen kann. Dem Alltag und meinen Pflichten kann ich schon lange nicht mehr nachkommen, nichtmal meine kleine Tochter kann ich versorgen, sie sieht mich nur noch weinen...und dabei haben wir früher so gerne zusammen gelacht, den Tag genossen und viel unternommen. Jetzt verlasse ich kaum noch das Haus. Nichts ist mehr so wie es war.

Als wäre das alles nicht schlimm genug, fühle ich mich regelrecht entstellt. Meine Oberlippe bedeckt nun völlig meine Zähne, dass sich hinter meiner Oberlippe noch Zähne befinden, lässt sich lt. meiner Zahnärztin nur erahnen...und da der Mittelgesichtsbereich recht weit nach vorne verlagert wurde (warum auch immer!?) sieht der Oberlippenbereich ziemlich eingefallen aus - wie bei älteren Leuten, die ihr Gebiss nicht drin haben. Mein Unterkiefer verschwindet regelrecht durch die starke Aufwärtsbewegung und ist viel zu kurz für mein Gesicht. Meine Nase ist in etwa doppelt so breit und die Nasenflügel sind seltsam nach oben verzogen. Einfach nur schrecklich...Ich muss jedes mal heulen, wenn ich mich im Spiegel betrachte. Was ich da sehe, bin defintiv nicht ich.

Es bleibt mir wohl nur eine neue OP, aber leider habe ich das Vertrauen in die Kieferchirurgie verloren - und wer sollte/wollte mich operieren!? Momentan wird versucht, mit Gummizügen die Zähne zueinander zu ziehen, aber das scheint mir über diese enorme Strecke gar nicht möglich, außerdem macht es sich schon an den Zähnen bemerkbar, die teilweise nun schon freiliegende Zahnhälse haben (sehr schmerzhaft!). Und schief bleibt der OK dann trotzdem...

Ich kann nur jedem raten, sich zwei- oder gar dreimal zu überlegen, ob man sich am (Ober-)Kiefer operieren lässt. Vor allem sollte man bedenken, dass auch Kieferchirurgie ein hart umkämpftes Geschäft ist und auch Chirurgen ihr Produkt "verkaufen" müssen, da bekommt man im Verkaufsgespräch so einiges erzählt, damit man anbeisst. Bei mir hat letztendlich die gängige Praxis gezogen, dass ich prognostiziert bekam, mit Ende 30 wären meine Kiefergelenke kaputt, wenn ich mich nicht operieren lasse (Angstmache), obwohl ich vor den ganzen OPs NIE Schmerzen oder Probleme mit dem KG hatte. Welch Ironie des Schicksals: Denn das meine Kiefergelenke nun nach 5 - wahrscheinlich bald 6 - Operationen tatsächlich kaputt sind, davon kann ich ausgehen...

Traurige Grüße

ldw

*hug*

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hi idw,

von mir auch eine ganz ganz dicke umarmung.

ich kann total nachvollziehen, dass du das thema am liebsten verdrängen würdest, dass du hier am liebsten gar nicht schreiben würdest, um nicht dran denken zu müssen.

schaust du dich schon aktiv nach jemandem um, der operieren würde?

bitte geh NICHT nochmal zu dem, der alles so versaut hat.

Oder waren es gar zwei, weil du nach dem ersten gewechselt hast..ich weiß es gar nicht mehr.

wie sieht es mit der bezahlung aus?

ich kann verstehen, dass du dich da grad am liebsten nicht kümmern willst. ich denke allerdings, auch wg den psychischen auswirkungen, dass zu anspruch auf re op und schadensersatz hast. hast du dich schon informiert?

rein logisch gesehen ist es bestimmt irgendwie hinzukriegen. der kiefer muss in die richtige position gebracht werden. ich frag mich grad, was da für einenkieferchirurgen dran so schwer sein soll und warum der es so versaut hat *kopfschüttel*

ganz ganz liebe grüße,

ich denke an dich

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Hallo,

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Für die, die es nicht wissen, hier ein kurzes Update: Nachdem die OK OP im März ja der totale Reinfall war und ich es vor Schmerzen etc. nicht mehr ausgehalten habe, wurde ich Ende April, also 4 Wochen nach OP, nochmal operiert. In den ersten Tagen freute ich mich noch über den wieder gewonnen Freiraum, aber schon bald merkte ich, dass der OK wieder nicht dort war, wo er hingehörte: Zum einen völlig schief und zum anderen viel zu weit nach oben gesetzt (ca. 4-5 mm zu hoch).

Dadurch muss ich den Unterkiefer ständig künstlich nach oben halten (Anmerkung am Rande: Nach der ersten OP musste ich den UK künstlich nach hinten halten...), um den Mund schließen oder essen zu können, dies ist für Zunge und Muskulatur auf Dauer sehr schmerzhaft und anatomisch auch gar nicht möglich. Die Kauebene ist viel zu hoch, so dass mir beim Essen und beim Sprechen permanent der Speichel aus den Mundwinkeln läuft und diese dauer-entzündet sind. Ich muss den UK quasi irgendwie in der Schwebe halten, mit ca. 5 mm weit geöffnetem Mund, um eine einigermaßen erträgliche Position zu finden. Vom KFO habe ich ca. 4-5 mm hohe Aufbisse bekommen, mit diesen ist mein UK annähernd in der Position, wo er nach OP eigentlich hätte sein sollen. Dies wurde auch durch ein MRT bestätigt. Nehme ich die Aufbisse heraus (herausnehmbare Kunststoffkappen, zum "Draufstecken"), habe ich wieder die gleiche Kiefergelenkkompression wie vorher, die sich dann unmittelbar durch unterirdische KG-Schmerzen, den typischen Ohrendruck, Hörprobleme, starke Nackenschmerzen etc. bemerkbar macht. Das war der Grund, warum ich mich überhaupt erst habe am OK operieren lassen!

Jeder Tag ist eine Qual, und meistens frage ich mich morgens schon, wie und ob ich ihn überhaupt bewältigen kann. Dem Alltag und meinen Pflichten kann ich schon lange nicht mehr nachkommen, nichtmal meine kleine Tochter kann ich versorgen, sie sieht mich nur noch weinen...und dabei haben wir früher so gerne zusammen gelacht, den Tag genossen und viel unternommen. Jetzt verlasse ich kaum noch das Haus. Nichts ist mehr so wie es war.

Als wäre das alles nicht schlimm genug, fühle ich mich regelrecht entstellt. Meine Oberlippe bedeckt nun völlig meine Zähne, dass sich hinter meiner Oberlippe noch Zähne befinden, lässt sich lt. meiner Zahnärztin nur erahnen...und da der Mittelgesichtsbereich recht weit nach vorne verlagert wurde (warum auch immer!?) sieht der Oberlippenbereich ziemlich eingefallen aus - wie bei älteren Leuten, die ihr Gebiss nicht drin haben. Mein Unterkiefer verschwindet regelrecht durch die starke Aufwärtsbewegung und ist viel zu kurz für mein Gesicht. Meine Nase ist in etwa doppelt so breit und die Nasenflügel sind seltsam nach oben verzogen. Einfach nur schrecklich...Ich muss jedes mal heulen, wenn ich mich im Spiegel betrachte. Was ich da sehe, bin defintiv nicht ich.

Es bleibt mir wohl nur eine neue OP, aber leider habe ich das Vertrauen in die Kieferchirurgie verloren - und wer sollte/wollte mich operieren!? Momentan wird versucht, mit Gummizügen die Zähne zueinander zu ziehen, aber das scheint mir über diese enorme Strecke gar nicht möglich, außerdem macht es sich schon an den Zähnen bemerkbar, die teilweise nun schon freiliegende Zahnhälse haben (sehr schmerzhaft!). Und schief bleibt der OK dann trotzdem...

Ich kann nur jedem raten, sich zwei- oder gar dreimal zu überlegen, ob man sich am (Ober-)Kiefer operieren lässt. Vor allem sollte man bedenken, dass auch Kieferchirurgie ein hart umkämpftes Geschäft ist und auch Chirurgen ihr Produkt "verkaufen" müssen, da bekommt man im Verkaufsgespräch so einiges erzählt, damit man anbeisst. Bei mir hat letztendlich die gängige Praxis gezogen, dass ich prognostiziert bekam, mit Ende 30 wären meine Kiefergelenke kaputt, wenn ich mich nicht operieren lasse (Angstmache), obwohl ich vor den ganzen OPs NIE Schmerzen oder Probleme mit dem KG hatte. Welch Ironie des Schicksals: Denn das meine Kiefergelenke nun nach 5 - wahrscheinlich bald 6 - Operationen tatsächlich kaputt sind, davon kann ich ausgehen...

Traurige Grüße

ldw

Das klingt ja grauenhaft - wo wurdest du denn operiert? :huh:

Hattest du eine Kiefergelenksdiagnostik? Das klingt als wären bei der Berechnung des Endergebnisses schlimme Fehler gemacht worden. 3mm zuviel kann da starke Auswirkungen haben. :(

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Hattest du eine Kiefergelenksdiagnostik? Das klingt als wären bei der Berechnung des Endergebnisses schlimme Fehler gemacht worden. 3mm zuviel kann da starke Auswirkungen haben. :(

Die Kiefergelenke wurden scheinbar bei keiner der OPs berücksichtigt, ich habe eher das Gefühl, es wurde einfach drauf los operiert, mit fatalen Folgen.

Mein Fall ist sicherlich nicht einfach, denn meine Kiefergelenke sind so lädiert und mein Bindegewebe so schwach, dass wenn ich in Narkose bin, der UK total nach hinten fällt und ich dann in dem Moment eine riesige Stufe habe. Es sieht dann so aus, als liegt mein UK weit zurück. Kiefergelenkstechnisch bin ich dann aber hinten ganz am Anschlag, das ist aber wohl keinem aufgefallen - allerdings dachte ich, dass der letzte Arzt dies nach der ersten OK OP auch registriert hat und es beim zweiten Mal richtig machen würde. Weiter nach vorne wurde dann zwar auch verlagert, warum der OK dann allerdings 5 mm zu weit oben angesetzt wurde, ist mir ein völliges Rätsel und führt eben genau wieder zu dieser Gelenkkompression (mal ganz abgesehen davon, dass es zusätzlich auch noch völlig schief ist).

Es gibt wohl eine Methode, die OP genau nach den Kiefergelenken auszurichten, wenn diese im Vorfeld mit einem Splint über mehrere Wochen richtig eingestellt wurden. Das wird dann durch MRT überprüft und wenn dann alles schmerzfrei und an der richtigen Stelle ist, wird genau dorthin operiert. Klingt gut, allerdings wollte der Arzt, der diese Methode angeboten hat, 6000,- € Zuzahlung... in meiner Verzweiflung hätte ich die auch irgendwie bezahlt, aber ich hätte zu lange auf einen OP Termin warten müssen, das wäre mir nicht möglich gewesen.

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Hallo !

Ich habe mir gerade deine Beiträge durch gelesen und ich finde es schrecklich was dir passiert ist.

Was kann man denn jetzt nur machen damit dein leiden entlich ein Ende hat, ich habe auch seit der OP Probleme aber es steht zu keinem Verhältniss zu deiner Situation da erscheint mir meine Probleme als nicht erwähnenswert, ich fühle total mit dir, ich finde es gut das du hier deine Geschichte erzählst, da wird einem mal so richtig bewusst wie groß diese OP doch ist, man erhält oft mal den Eindruck das die OP garnicht so schlimm ist, aber das ist es ganz sicher nicht, für mich war es jedenfalls ein großer Eingriff,

wie musst du dich dann erst fühlen, ich glaube das keiner nachvollziehen sonder nur erahnen wie das alles sein muss ich weiß garnicht was man da zu sagen soll um dich einfach etwas aufzubauen und mut zu machen wenn man schon so oft Enttäuscht wurde.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und hoffe sehr das bald alles ein Ende hat.

Lg. Diana !

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Die Kiefergelenke wurden scheinbar bei keiner der OPs berücksichtigt, ich habe eher das Gefühl, es wurde einfach drauf los operiert, mit fatalen Folgen.

Mein Fall ist sicherlich nicht einfach, denn meine Kiefergelenke sind so lädiert und mein Bindegewebe so schwach, dass wenn ich in Narkose bin, der UK total nach hinten fällt und ich dann in dem Moment eine riesige Stufe habe. Es sieht dann so aus, als liegt mein UK weit zurück. Kiefergelenkstechnisch bin ich dann aber hinten ganz am Anschlag, das ist aber wohl keinem aufgefallen - allerdings dachte ich, dass der letzte Arzt dies nach der ersten OK OP auch registriert hat und es beim zweiten Mal richtig machen würde. Weiter nach vorne wurde dann zwar auch verlagert, warum der OK dann allerdings 5 mm zu weit oben angesetzt wurde, ist mir ein völliges Rätsel und führt eben genau wieder zu dieser Gelenkkompression (mal ganz abgesehen davon, dass es zusätzlich auch noch völlig schief ist).

Es gibt wohl eine Methode, die OP genau nach den Kiefergelenken auszurichten, wenn diese im Vorfeld mit einem Splint über mehrere Wochen richtig eingestellt wurden. Das wird dann durch MRT überprüft und wenn dann alles schmerzfrei und an der richtigen Stelle ist, wird genau dorthin operiert. Klingt gut, allerdings wollte der Arzt, der diese Methode angeboten hat, 6000,- € Zuzahlung... in meiner Verzweiflung hätte ich die auch irgendwie bezahlt, aber ich hätte zu lange auf einen OP Termin warten müssen, das wäre mir nicht möglich gewesen.

Hallo!

Das hat schon fast was von Fahrlässigkeit der Chirurgen! Das hat nichts mehr mit den sonst üblichen Risiken bei so einer OP zu tun - hier wurde wohl schlicht und ergreifend gepfuscht durch falsche Berechnung. :angry:

Die Kiefergelenkszentrik zu diagnostizieren ist gängige Praxis, aber diese Methode muss privat bezahlt werden. Die Kasse schließt diese Arten der Diagnose als "nicht zweckmäßig" aus ihrem Leistungskatalog aus.

Mir wurde das auch empfohlen, weil ich auch an einseitigem knacken im Kiefer leide, aber 6000,- Euro dafür ist ja wirklich übertrieben. Mein Kfo hat was von ca. 1500,- Euro gesagt inkl. diesen Splint. Bei korrektem Zusammenbeissen nach der OP MÜSSEN auch die Kiefergelenke neutral liegen - nur so macht das auch Sinn.

lg

Progi

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Was sagt denn jetzt der Arzt zu diesem Ergebnis?

Die Diskussion mit dem Arzt erspare ich mir - welcher Arzt gibt schon freiwillig zu, dass eine OP schief gegangen ist?

Das hat schon fast was von Fahrlässigkeit der Chirurgen! Das hat nichts mehr mit den sonst üblichen Risiken bei so einer OP zu tun - hier wurde wohl schlicht und ergreifend gepfuscht durch falsche Berechnung. :angry:.

Und das gleich 3 mal (bei ein und denselbem Patienten!).

Bei korrektem Zusammenbeissen nach der OP MÜSSEN auch die Kiefergelenke neutral liegen - nur so macht das auch Sinn.

Das war ja eigentlich auch Sinn und Zweck dieser 3 Operationen...:-(

@ sherly79, Mia19 und Dagmar: Vielen Dank für euer Mitgefühl, manchmal tut es echt gut, ein paar warme Worte zu hören, wenn man sonst immer mit seinem Problem alleine dasteht...

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Vielen Dank für euer Mitgefühl, manchmal tut es echt gut, ein paar warme Worte zu hören, wenn man sonst immer mit seinem Problem alleine dasteht...

Ach Idw, du stehst mit deinem Problem nicht alleine da. Es gibt einige, etliche, nur kaum Raum, es zu artikulieren ...

aber es gibt dieses Forum ...

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Hey ldw,

willst du uns nicht verraten, wo und bei wem du operiert wurdest?

Passieren kann dir dabei ja nix, du gibst ja nur einen "Erfahrungsbericht" ab und es würde im Gegenzug vielen helfen, damit sowas nicht wieder passiert.

Kannst mir auch gerne eine PN schicken, denn jetzt habe ich Angst vor der OP :(

Viele Grüße,

David

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Hallo David,

das tut mir leid, ich wollte niemandem Angst machen. Aber man muss sich im Klaren darüber sein, dass so eine OP auch mal (oder gleich 3 mal) schief gehen kann. Wobei das bei mir bei jeder Operation vermeidbar gewesen wäre, wenn vor den Operationen genau geschaut worden wäre, wo die Kiefergelenke stehen und vor allem, wo sie hingehören. Das macht es ja umso schlimmer, ich hätte mir das alles ersparen können, wenn ich vorher gewusst hätte, auf was ich achten und auf welche Behandlung ich bestehen muss.

Wichtig ist, dass man vorher sehr gut informiert ist, am Besten auch Fachlektüre liest und auf gewisse Untersuchungen (z.B. MRT oder DVT) besteht. Werden diese verweigert oder mit Sprüchen wie "Ich habe schon 6000 Kiefer operiert" abgetan, so ist Vorsicht geboten. Es gibt aber auch Ärzte, die ohne vorher ein MRT gemacht zu haben, gar nicht erst behandeln. Diese muss man allerdings suchen...

LG,

ldw

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Hallo David,

das tut mir leid, ich wollte niemandem Angst machen. Aber man muss sich im Klaren darüber sein, dass so eine OP auch mal (oder gleich 3 mal) schief gehen kann. Wobei das bei mir bei jeder Operation vermeidbar gewesen wäre, wenn vor den Operationen genau geschaut worden wäre, wo die Kiefergelenke stehen und vor allem, wo sie hingehören. Das macht es ja umso schlimmer, ich hätte mir das alles ersparen können, wenn ich vorher gewusst hätte, auf was ich achten und auf welche Behandlung ich bestehen muss.

Wichtig ist, dass man vorher sehr gut informiert ist, am Besten auch Fachlektüre liest und auf gewisse Untersuchungen (z.B. MRT oder DVT) besteht. Werden diese verweigert oder mit Sprüchen wie "Ich habe schon 6000 Kiefer operiert" abgetan, so ist Vorsicht geboten. Es gibt aber auch Ärzte, die ohne vorher ein MRT gemacht zu haben, gar nicht erst behandeln. Diese muss man allerdings suchen...

LG,

ldw

Das ist wahr - leider werden Gelenksdiagnostik und MRT/DVT nicht als "zweckmäßig" eingestuft und somit ist das ganze wieder eine Kostenfrage. Ich werde selber auch auch auf diese Privatleistung bestehen, allein schon, um die Chance auf Nerv-Verletztung im UK zu minimieren.

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was machen diese ärzte, die auf ein MRT bestehen, wenn sie darauf schäden erkennen? die OP absagen?

die neutrale gelenksposition wird während der OP bestimmt.

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was machen diese ärzte, die auf ein MRT bestehen, wenn sie darauf schäden erkennen? die OP absagen?

die neutrale gelenksposition wird während der OP bestimmt.

Die neutrale Gelenksposition muss ja überhaupt erstmal erfasst werden. Wenn die Gelenke vorher schon falsch stehen, wird für die Berechnungen eine falsche Ausgangsposition angenommen. Außerdem ist die Gelenkbestimmung während der OP vermutlich genau der Grund, warum meine erste OP schief ging. Anders kann ich mir nicht erklären, warum bei einem 5 mm Überbiss der UK um 8 mm vorverlagert wurde.

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OMG! ich bin den Tränen nahe! =(

deine Geschichte hat mich so sehr bewegt...

ich hatte am 6.7. meine erste OP (ober- und unterkiefer)

nachdem was du beschrieben hast, habe ich angst, dass auf mich das selbe zukommt

ich habe zwar keine starken schmerzen aber gesehen dass mein oberkiefer schief ist

auf meine zähne kann ich auch nicht mehr beißen weil zu viel luft dazwischen ist (wird allerdings grade versucht mit gummies zu beheben) Ohrendruck habe ich sowieso seit nach der OP sehr stark und wenn du sagst dass das wegen den Gelenken kommt, könnte das ja bei mir auch sein oder ? dass die gelenke beschädigt wurden ? vllt liegt das aber auch an der schwellung ist ja erst eine woche her...

schlucken ist auch kaum noch möglich, da i-wie was im rachen entzündet ist und sehr schmerzhaft ist..

und ich dachte schon mir geht es schlecht.. doch deine geschichte ist glaube ich nicht mehr zu toppen -.-

du tust mir so sehr leid, dass man es kaum noch in worte fassen kann! ich hoffe nur für dich dass die nächste OP ein ERFOLG wird und du endlich nicht mehr leiden musst!! unvorstellbar dass es sich bei dir schon über jahre hingezogen hat.. und ich hab schon nach einer woche depressionen...

ich bete für dich dass alles wieder gut wird!!

viele liebe grüße und das wichtigste VIEL ERFOLG!

PS: morgen zum fädenziehen den Chirurgen fragen ob alles so gelaufen ist wie es sollte........

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Oh du Arme ! Das ist ja schrecklich !!! Ich wünsche dir alle Kraft der Welt ! Aber ich finde du müßtest auf jeden Fall den Chirurgen der das so verbockt hat zur Rechenschaft ziehen !! Ich hoffe dass du wenigstens Schmerzensgeld bekommst auch wenn das nicht mal annähernd etwas vonb dem was dir passiert ist wiedergutmachen kann ! Warum war bei dir die OP nötig ? Alles alles GUte und halte durch !!!!

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Das ist ja schrecklich, was du da durch gemacht hast... Ich hoffe das wird irgendwie wieder....

Danke für deinen Bericht! Du hast mich gerade in meinem Meinung bestärkt, dass es richtig war diese OP nicht zu machen. Es wäre bei mir genauso abgelaufen, nur dass ich es selbst vorher gemerkt habe, dass was schief läuft.

Die Praxis Kiefer zu brechen nach Augenmaß ist eine bodenlose Frechheit aber weit verbreitet...

Alles Gute für deinen weiteren Weg....

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