Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
cocainekatie

Logopädische Behandlung als Erwachsene abbrechen?

Hallo zusammen,

ich bin 30 Jahre alt und habe seit etwa zwei Jahren eine feste Zahnspange, die in zwei Wochen endlich rausgenommen wird.

Da meine Zunge, sowohl in Ruhestellung als auch beim Schlucken, minimal gegen die Frontzähne stößt, hat mein KFO mich monatelang bequatscht, dass ich zur Logopädie muss und mir ein entsprechendes Rezept für 10 Stunden ausgestellt. Die Kosten werden zu 90% von der KK übernommen, die restlichen 10% muss ich selbst bezahlen.

Nun war ich bereits fünfmal bei einer Logopädin, und die Behandlung bringt mir leider wenig bis gar nichts. Zwar liegt meine Zunge nun in Ruhestellung etwas weiter hinten, beim Schlucken von festen Lebensmitteln ist die Zungenspitze leider immer noch minimal an den Zähnen oder die Zungenmitte hängt ein bisschen durch, obwohl sie superfest am Gaumen sitzen soll. Das üben wir nun seit drei Stunden, ohne dass sich etwas bessert. Die Stunden sehen so aus, dass ich diverse Lebensmittel mitbringen muss und dann kauend und schluckend vor der Logopädin sitze, und sie immer dieselben Dinge bemängelt (die ich verstandesmäßig auch begreife, aber trotzdem nicht ändern kann).

Ich bin nun am Überlegen, die Therapie eigenmächtig abzubrechen. Ich bin in Vollzeit berufstätig und habe eigentlich keine Zeit für so eine in meinen Augen eher unnötige Therapie, zumal ich zusätzlich noch jeden Tag "Hausaufgaben" machen soll. Außerdem bin ich der Meinung, dass die Zunge nur so leicht anstößt, ohne wirklich Druck auszuüben, dass ich eigentlich keinen offenen Biss befürchten muss. Schließlich habe ich 28 Jahre "falsch" geschluckt und hatte trotzdem nie einen offenen Biss!

Was sagt die KK, wenn ich einfach abbrechen möchte?

Und wie verkaufe ich das am besten? Wenn ich der KK sage, dass ich die Therapie unnötig finde und deswegen abbreche, muss ich die bereits bezogenen fünf Stunden selbst bezahlen? Oder behaupte ich lieber, ich hätte schon so tolle Erfolge erzielt, dass ich vorzeitig beenden will?

Ich bin für jede Antwort dankbar!

Katie

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

Hallo Katie,

ich würde an deiner Stelle vielleicht mal mit der KK telefonieren und mich beraten lassen.

Hast du auch mal darüber nachgedacht vielleicht den Logopäden zu wechseln?!?! Wenn du so gar nicht zufrieden bist...

Du musst vielleicht auch etwas Geduld mitbringen, denn 3 Stunden sind auch noch nicht wirklich viel, um eine Besserung

herbeizuführen!

Ich wünsche dir alles Gute für den weiteren Verlauf und

sich dein Problem sehr bald lösen wird ....

Alles Liebe

fitzelinchen

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich glaube nicht, dass es ein Problem ist, die Behandlung abzubrechen.

Die Logopädin reicht das Rezept bei der KK ein, ob du kommst oder nicht.

Das ist ähnlich, wenn du dir auf Rezept Medizin in der Apotheke holst und dann

diese nicht nimmst und einfach liegen lässt - aus Unverträglichkeit oder sonst einem

anderen Grund.

Aus Fairness der Logopädin gegenüber musst du aber die Termine absagen, damit sie andere

Patienten in dieser Zeit behandeln kann. Eventuell möchte sie den Grund wissen und hierfür

wäre es auch gut, du sagst ihr offen und ehrlich wie du darüber denkst.

Grundsätzlich stimme ich fitzelinchen zu, wenn sie meint, dass du eventuell einen anderen

Logopäden suchen könntest. Allerdings wird das nicht mit diesem Rezept gehen.

Alles Gute

Sanne

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo,

wenn ich dich richtig verstehe, hast du grundsätzlich ein Problem mit der Logopädie, nicht speziell mit der Logopädin, die dich behandelt. Mir hatte der KfO gleich zu Beginn der Behandlung Logopädie verordnet, da mein Schluckmuster nicht stimmte. Ich habe die 10 Termine wahrgenommen, fand es alles ziemlich albern, was ich da machen musste und hatte, wie du, aufgrund von Berufstätigkeit und Kindern eigentlich gar keine Zeit dafür. Eine weitere Verordnung habe ich mir, obwohl von der Logopäding geraten, aus den genannten Gründen nicht geholt.

Letztlich muss ich aber sagen, dass ich nach den 10 Sitzungen schon "verstanden" habe, was mein Problem ist und auch immer wieder versucht habe, dagegen anzugehen. Nach der OKVV fällt mir das auch deutlich leichter, da mehr Platz vorhanden ist.

Sobald das von der OP stammende Taubheitsgefühl weg ist und alles wieder besser "funktioniert", werde ich mir auf jeden Fall noch einmal eine Logopädie-Verordnung holen, um das richtige Schluckmuster zu festigen, obwohl ich jetzt schon weiß, dass mir die Übungen wieder "viel zu blöd" sein werden. Ich habe viel zu viel Angst, dass alles umsonst war, wenn sich der alte Zustand durch eine falsche Zungenlage / Schluckmuster wieder einstellt.

Letztlich würde ich dir raten, die restlichen Termin wahrzunehmen und das Ganze nicht so negativ zu sehen. Versuch doch, das Beste für dich mitzunehmen! Albern ist es nach der 10. Sitzung genauso wie nach der 3., aber vielleicht hast du nach der 10. doch etwas gelernt oder festgestellt, was nützlich für dich ist.

Viele Grüße

Tanja

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Vielen lieben Dank für eure Antworten! :-)

Ich denke, ich werde es, zumindest erstmal, so machen, dass ich die Behandlung abbreche und hoffe, dass das keine negativen (finanziellen) Konsequenzen haben wird. Nach den fünf Terminen, die ich jetzt hatte (nicht drei), habe ich mich auch schon deutlich verbessert und mir reicht das Ergebnis so.

Die Termine bei der Logopädin frühzeitig abzusagen, hätte ich natürlich ohnehin gemacht, damit sie rechtzeitig Bescheid weiß und die Termine anderweitig vergeben kann. Ich werde auch versuchen, ihr ehrlich zu sagen, warum ich nicht weitermachen möchte, aber das habe ich schon ein paarmal angedeutet, und sie hat jedesmal sofort angefangen, mich zu "belabern", wie wichtig das doch sei und ich dürfte das auf keinen Fall schleifen lassen usw...

Ein bisschen unfair finde ich es außerdem, wenn sie jetzt die kompletten 10 Stunden, die auf dem Rezept stehen, bei der KK abrechnet, obwohl ich nur fünf gemacht habe... Ist das wirklich so? Und ich muss ja einen Eigenanteil von 10% zahlen - auch für die kompletten 10 Stunden? Weiß das jemand?

Ein Problem mit der Logopädin an sich habe ich übrigens nicht, sie ist eigentlich sogar ziemlich nett, aber man merkt doch schon sehr deutlich, dass das Feld der Logopädie zu 90% auf Kinder ausgerichtet ist. Die Behandlung findet auch in einem "Spielzimmer" statt, vor dem man sich die Schuhe ausziehen muss, um den Spielteppich nicht dreckig zu machen... ;-) Da komme ich mir irgendwie albern vor, auch bei diesen ganzen bescheuerten (sorry) Übungen. Von daher würde mir das Wechseln wohl nicht viel bringen.

@ Tanja: Genau so geht es mir auch! Ich hatte auch schon nach der zweiten Sitzung verstanden, was ich falsch mache und habe seitdem daran gearbeitet. Aber seit der dritten Stunde "verbesser" ich mich irgendwie nicht mehr. Und ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass alle Leute so schlucken, wie es die Logopädin vormacht. Also mit der Zunge weit hinten und superfest am Gaumen dran (das ist der Teil, der mir schwer fällt: Meine Zunge hängt beim Schlucken so ein bisschen in der Mitte durch...). Solange aber die Zungenspitze nicht ständig an den Zähnen dran ist, ist mir der Rest ehrlich gesagt egal. ;-) Inwiefern schluckst du denn "falsch"??

Natürlich will ich meine, endlich mal geraden, Zähne auch nicht durch ein falsches Schluckmuster "gefährden", aber das Risiko halte ich für gering, da ich ja wie gesagt, vorher auch keinen offenen Biss hatte. Und anders überlegen kann ich es mir ja immer noch, sobald die Spange draußen ist (nächsten Freitag!). :-)

Ich danke euch nochmal für eure hilfreichen Beiträge, das hat mir schon sehr weitergeholfen.

Katie

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@ Tanja: Genau so geht es mir auch! Ich hatte auch schon nach der zweiten Sitzung verstanden, was ich falsch mache und habe seitdem daran gearbeitet. Aber seit der dritten Stunde "verbesser" ich mich irgendwie nicht mehr. Und ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass alle Leute so schlucken, wie es die Logopädin vormacht. Also mit der Zunge weit hinten und superfest am Gaumen dran (das ist der Teil, der mir schwer fällt: Meine Zunge hängt beim Schlucken so ein bisschen in der Mitte durch...). Solange aber die Zungenspitze nicht ständig an den Zähnen dran ist, ist mir der Rest ehrlich gesagt egal. ;-) Inwiefern schluckst du denn "falsch"??

Hallo Katie,

bei mir ist (war) es so, dass die Zunge beim Schlucken vorne gegen bzw. zwischen die Zähne drückt und nicht, wie die Logopädin immer so schön gesagt hat, "am Platz" ;) am Gaumen bleibt. Ich muss mich da genau drauf konzentrieren, selten klappt es von alleine.

Alles Gute!

Tanja

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0