jady

help! Meniére durch Brackets?

Hallo! Seit 24.08.10 habe ich oben und unten eine Zahnspange. Der Unterkiefer ist unterentwickelt, da meine Schneidezähne zu weit nach hinten standen.

Nun sind schon alle schön ausgerichtet. In 2 Wochen sollte die UKV sein, die ich erstmal verschieben muss, da ich übermorgen einen neuen Job mit 3 Monaten Probezeit habe.

Seit Ende 2010 plagen mich immer wieder Schwindelanfälle, später kam Tinnitus hinzu, nun auch Druckgefühl im linken Ohr. Die Abstände werden immer kürzer und führen zu großer Panik.

Mein KFO glaubt nicht an einen Zusammenhang. Der HNO diagnostizierte zu 90% morbus meniére und wollte auf einen Zusammenhang mit der Zahnspange auch nicht eingehen. Dabei steht überall im www, dass der Meniére durchaus seine Ursachen auch darin haben kann.

Nun soll ich dauerhaft medikamentös eingestellt werden, weil Meniére unheilbar ist. Mit allen Nebenwirkungen und ohne Gewähr, dass es hilft, oder wann (Aequamen stufenweie ab 6mg).

Ich hatte VOR der Zahnspange NIE Schwindel oder Tinnitus und bin nun sehr, sehr verzweifelt und weiß nicht, wohin ich mich wenden soll.

Können Sie mir helfen? Osteopath? Orthopäde? Homöopathie?

Vielen Dank und lg

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Hallo Jady,

bei mir wurde letztes Jahr auch vom HNO Morbus Meniere diagnostiziert, ich hatte einen Hörsturz mit beidseitigem Ohrendruck und einem permanenten Knacken, Schwindelanfälle und Gleichgewichtsstörungen - mir wurde von einer Uniklinik und von mehreren HNO (ja, ich musste erst 2 Monate lang von Pontius zu Pilatus laufen, um die richtige Diagnose zu bekommen) fälschlicherweise gesagt, der Kiefer könne niemals eine solche Symptomatik auslösen.

Ich hatte nie zuvor solche Symptome und war überzeugt davon, dass das mit der Kieferbehandlung zu tun haben muss. Glücklicherweise bin ich dann im Laufe meiner Leidensgeschichte an ein paar fähigere Ärzte geraten, die mir bestätigten, dass eine Kieferfehlstellung oder auch eine Bissanomalie Symptome wie Ohrgeräusche, Hörsturz und Ohrendruck auslösen oder sogar zur völligen Taubheit führen kann. Auch der Gleichgewichtsnerv sitz ja in dieser Region. Und in meinem Fall wurde dann letztendlich auch durch ein MRT nachgewiesen, dass eine Kiefergelenkkompression vorlag, und zwar waren die Kiefergelenkköpfchen in einer permanenten Fehlstellung, nämlich zu weit hinten und drückten dabei auf Gefässe und Nerven der Ohren.

Ich würde mal auf ein MRT bestehen, um die Kiefergelenke beurteilen zu lassen. Prinzipiell würde ich - im Nachhinein gesehen (aus Schaden wird man klug) - sowieso vor JEDER Kieferoperation auf ein MRT bestehen, erst recht, wenn schon Beschwerden in Form von Ohrgeräuschen vorhanden sind. Dies ist zwar nicht Pflicht, aber ein seriöser Arzt macht das ohnehin.

Den Durchblutungskram kannst du dir sparen, ist wirkungslos und bessert bloß die Kasse des HNO auf. Wird immer dann verordnet, wenn die Ärzte nicht weiter wissen. ;)

Mir hat mal ein Dentaldiagnostiker gesagt, wenn die Lobby der HNO zugeben würde, dass die meisten Tinnitus-Patienten in Wahrheit Kieferprobleme haben und besser beim KFO/KC/ZA aufgehoben wären, dann würden Sie ja 80% ihrer Patienten verlieren...und wer will schon ein leeres Wartezimmer haben?

PS: Wobei mir auch Kieferchirurgen (u.a. sogar ein Professor!) untergekommen sind, die nicht in der Lage sind, eine Kiefergelenkkompression diagnostizieren zu können und mich zum HNO schicken wollten - wegen "altersbedingter (?? Ich bin 38!) Hörprobleme"! Und O-Ton: "Mit Ohrenproblemen muss man zum HNO und zwar IMMER nur zum HNO, sonst nirgendwohin." Ich sollte mich damit abfinden, mit den Symptomen leben zu müssen. Lustig, dass ausgerechnet ein KFO meinen Hörsturz dann innerhalb von 1 Woche "kuriert" hat ;).

Ich wünsche dir viel Glück und gute Besserung!

Liebe Grüße

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Danke! Eine 1.betahistamin habe ich leider heutemorgen genommen, weil es soooschlimm war. Mein KFO botmir sogleich per Mail an, alle Möglichkeiten der Ursachenforschung auszunutzen, bevor ich Medikamente nehmen. Leider kam die Mail nach der Tablette :((

Er will die Aufbisse entfernen, Gummizüge einziehen (was ist das?), mich zum Pysiotherapeuten schicken...

Soll ich denn das Zeug weiter nehmen? Erst wurde es schlimmer, dann besser. Oder war der Schub vorbei? Einfach wieder absetzen?

Was kann ich tun? Was hast Du gemacht? Bist du beschwerdefrei geworden? Hab ja noch die OP, und Montag den 1. Tag im neuen Job...

Glg

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Wie gesagt, ich würde an deiner Stelle auf ein MRT bestehen. Das ist wichtig, weil man sonst die Kiefergelenksituation nicht beurteilen kann. Wenn dein KFO bereit ist, Ursachenforschung zu betreiben, sollte es kein Problem sein, dass er dir eine Überweisung dafür ausstellt. Je nach Befund muss dann geschaut werden, wie man kieferorthopädisch weiter behandelt, um die Region zu entlasten.

Als der KFO mir damals die Zähne so gestellt hat, dass ich keine Kiefergelenkkompression mehr hatte, waren nach 1 Woche alle Symptome weg und ich beschwerdefrei! Also wirklich schnell, wenn man bedenkt, dass ich zuvor 2 Monate so rumgelaufen bin und sämtliche Medikamente (u.a. Cortison in sehr hohen Dosen, Antibiotika usw.) und Mittelchen ausprobiert habe.

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