m0ntakz

Bin ich "komisch" ? Bimax am 15.04.2011

Hey Leute :-) Schön, hier auf Menschen zu treffen, die das gleiche "Schicksal" gewählt haben wie ich.

Also, zu meiner Geschichte:

Am 13.04.2011 wurde ich ins Krankenhaus "Klinikum-Mitte" in Bremen in der Sankt-Jürgen-Straße überwiesen. Nach einigen Prozeduren zur Vorbereitung auf die bevorstehende OP (Abdrücke in Wachs etc), verbrachte ich den lieben langen Tag auf der Station. Abends kam noch mein Dad mit ner ordentlichen Portion von McDonalds (man muss sich ja auch mal was gönnen), Donnerstag gings dann zum Narkosearzt (kranker Typ!) und ich war noch so frei mir einen Döner reinzuscheffeln :-)

So, Freitag um 08:00 Uhr nun die OP. Vorher noch die Scheiß-Egal-Tablette eingeschmissen (anscheinend n bisschen spät, habe der Ärztin nicht zugehört WANN genau ich sie nehmen soll *g*) Anti-Trombosestrümpfe und Kittel an, Haube auf und ab gings in den OP. Im OP angekommen lag ich nun hilflos auf der Liege und dieser Arzt stellte meine Schlafmixtur her. Ich weiß nicht ob es seine Absicht war mich zu beunruhigen oder einfach nur zu belustigen und mir die Aufregung (dazu gleich mehr) ein wenig zu nehmen, aber andauernd kamen Sprüche wie "Ich mix dir jetzt 'nen Traum. Was hättest Du gerne? Einhörner und bunte Regenbögen? Oder doch lieber nen Traumurlaub auf den Malediven?" und "Wir sind die Guten. Egal, was passiert: Was wir Ärzte hier machen, ist IMMER richtig." .. Ich entschied mich für den Urlaub auf den Malediven.

Aufregung meinerseits war garnicht vorhanden. Ich glaube die operierenden Leute hatten mehr Schiss als ich :lol:

Laut Arzt waren meine Werte "wie aus dem Lehrbuch". Über mir piepte das EKG, mein Puls war unter 75. Ich nahm die Herausforderung an und brachte meinen Puls auf stolze 65 B) Danach schlief ich stolz ein.. :rolleyes:

Meine OP schien 4-6 Stunden gedauert zu haben, als ich im Aufwachraum aufwachte, blickte ich in die entsetzten Gesicher meiner beiden Eltern. Anscheinend sah ich wohl nicht so gut aus. :lol: Sie fragten kurz ob es mir denn gut ginge, ich hob meinen Daumen und nickte. Nun schlief ich wieder ein. Im Laufe des Tages verlor ich noch ein wenig Blut, aber nichts Gravierendes.

Gegen Abend hin störte mich diese eklige Magensonde in meinem Hals. Ich wäre fast ausgerastet, da es einfach nur ein be***issenes Gefühl war und ich mehr und mehr einen Brechreiz bekam. Nach mehrmaligem Rufen entfernte der Mitarbeiter (sehr, sehr netter Mensch) die Sonde und ich war wieder froh. Zum Schlafen bekam ich noch etwas zusätzliche Luft, da das Nasenloch, durch das die Sonde ging, anschwoll und ich noch kaum Luft bekam.

Mein Mund ist komplett verdrahtet, für Notfälle habe ich immer eine Zange bei mir. Ich konnte schon am selben Tag sprechen (auch wenn man mich immer schlechter verstand, je später es wurde). Schmerzmittel gabs per Infusion, außerdem hatte ich auch keine großen Schmerzen zu beklagen.

Montag bin ich dann wieder nach Hause gekommen, bereits am Sonntag Morgen machte ich einen gemütlichen Spaziergang durch den Stationsflur und setzte mich mit Patrick Süskinds wunderbaren Geschichte "Das Parfum" in den Besucherraum und las ein paar Seiten. Nachdem ich meine Zähne am Abend so gut es ging geputzt habe, ließ ich mich wieder extern beatmen.

Brühe "gegessen" habe ich nur am Samstag, danach wurd mir schon vom Anblick und vom Geruch nur noch schlecht, also aß ich 3 Tage lang nichts. Sonntag Abend versuchte ich mich an einen Yoghurt, was an sich auch ganz gut klappte, allerdings nahm dann der Schmerz wegen des kräftigen Ziehens und Saugens zu und ich beließ es dabei.. hauptsache mal n anderen Geschmack im Mund.

Heute ist Mittwoch und das mit dem Sprechen und Trinken klappt wunderbar. Gestern gabs ne schöne Spargelcremesuppe und n Haufen selbstgemachte Milchshakes.

PS : Meine Schwellungen sind durchaus noch da (wäre auch ein Wunder, wenn nicht), aber es wird von Tag zu Tag besser. Ab und zu nehme ich noch nen Becher Schmerzmittel (mit Erdbeergeschmack) B), aber ansonsten kann ich mich echt nicht beklagen.

Mein einziges Problem ist nur, dass ich aufgrund der verstopften Nase abends an Atemnot leide und natürlich dann auch an Schlafmangel. Gestern z. B. bin ich um 21:30 ins Bett, erst um 03:15 bin ich wirklich zur Ruhe gekommen. Bin jedes mal froh, wenn die Nacht um ist.

Zur Mundöffnung: Ich kann den Mund soweit öffnen, dass ich meine kompletten vorderen Zähne sehen kann. Deshalb kann ich auch relativ gut putzen, mit den Seiten wirds dann schon schwieriger und schmerzhaft (wegen den Nähten im Zahnfleisch).

Vollständig betäubt sind ausschließlich Kinn & Unterlippe, wobei ich im Kinn noch/schon ein wenig Gefühl habe.

Zu der Ausgangsfrage: Ich habe gelesen, dass einige sogar brechen mussten (wenn das bei mir der Fall wäre, müsste ich die Drähte aufschneiden und die ganze OP wäre für den A***h :o), oder selbst noch nach 6 Wochen Probleme mit Kreislauf und Sprache haben. Mich kann man soweit gut verstehen, ich bin sogar ans Telefon gegangen :P

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andere kliniken verwenden keine magensonde, da kann es schonmal sein dass man blut von sich gibt. ist bei mir trotzdem nicht passiert, aber wenn es passiert ist es auch nicht weiter schlimm weil man normal auch nicht verdrahtet ist.

ich weiß nicht warum deine klinik das macht, aber ich glaube nicht dass du dir sorgen machen musst wegen dem aufschneiden. die kiefer sind sicher auch verschraubt, sonst müsste er dich 6 wochen oder so verdrahtet lassen, bis der knochen ganz verheilt ist. bei einer anderne patientin aus der gleichen klinik waren es 1 oder 2 wochen.

höchstens verdrahtet er dich wieder, aber die OP umsonst, glaube ich nicht.

wegen der atmung, hast du ein nasenspray?

glückwunsch zur überstandenen OP!

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andere kliniken verwenden keine magensonde, da kann es schonmal sein dass man blut von sich gibt. ist bei mir trotzdem nicht passiert, aber wenn es passiert ist es auch nicht weiter schlimm weil man normal auch nicht verdrahtet ist.

ich weiß nicht warum deine klinik das macht, aber ich glaube nicht dass du dir sorgen machen musst wegen dem aufschneiden. die kiefer sind sicher auch verschraubt, sonst müsste er dich 6 wochen oder so verdrahtet lassen, bis der knochen ganz verheilt ist. bei einer anderne patientin aus der gleichen klinik waren es 1 oder 2 wochen.

höchstens verdrahtet er dich wieder, aber die OP umsonst, glaube ich nicht.

wegen der atmung, hast du ein nasenspray?

glückwunsch zur überstandenen OP!

Hehe, erstmal Danke :)

Ja, ich habe glaub ich 2 oder 3 "L-Schrauben" in jeder Seite, zusätzlich habe ich noch eine "Kinnverschönerung" bekommen und nun ne Platte drin, da ich ein sehr markantes Kinn hatte. Zudem gehe ich einfach mal nicht davon aus, dass ich brechen muss. Alkohol werde ich mit Sicherheit keinen trinken in nächster Zeit.. :rolleyes:

Ja, ich habe quasi 2 Nasensprays.. einmal das aus dem Krankenhaus (weiß gerade den Namen nicht) und Olynth von zuhause. Benutze ich immer abwechselnd.

PS: Habe nach ner weiteren Spargelcremesuppe erstmal ordentlich die Zähne geputzt.. klappt alles wunderbar, sogar ohne Schmerz. Auch in die Seiten komme ich ohne Probleme, habe mich vorher nur nicht so recht getraut :-) Habe nur ab und zu ein bisschen erhöhte Temperatur (38,X °C), ansonsten gehts mir prima.

Freue mich schon auf das Endergebnis :P

Trotzdem, kann mir noch einer sagen:

Bin ich "normal" (was Schmerzen, und "körperliche Fähigkeiten" angeht) und so wie jeder andere, oder habe ich einfach nur riesen Glück? Weil wenn ich lese, dass manche nach 6 Wochen noch große Schwierigkeiten mit dem Sprechen haben, dann muss ich schon irgendwie staunen. Bei mir klappts eigentlich prima, muss nur ab und zu einige Dinge wiederholen (z. B. das Wort "chillen" oder sowas) ..

So far :)

PSS: Als Anhang mal n aktuelles Bild von meiner Schwellung und eins vom 16. April (Tag nach der OP).

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Hallo!

Ich hatte am gleichen Tag meine Bimax und mir geht es soweit auch wieder ganz gut. Allerdings ging es mir in den ersten drei Tagen ziemlich bescheiden. Aber ich leide auch an sehr niedrigem Blutdruck. Da mir der Tubus im Hals große Schmerzen bereitete habe ich auch erst nach 4 Tagen wieder "gegessen" - und 6 Kilo verloren. Aber heute wurde ich aus dem KH entlassen und ich in schon noch weit von meiner alten Form entfernt. Aber ich brauche keinerlei Schmerzmittel mehr. Ich habe einen Splint für die nächsten 6 Wochen. Alles im Gesicht kribbelt. Aber taub ist bei mir auch nur noch die linke Wange, die Unterlippe und das Kinn. Es kommt ja auch darauf an, wieviel verlagert wurde. Bei mir waren es 4 mm OK runter, 3,5 mm OK vor und UK 10 mm vor.

Liebe Grüße,

Marlin

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Hi, ehrlich gesagt weiß ich noch nicht mal wie viel bei mir verlagert wurde. Aber auf jeden Fall wurde mein UK ein ganzes Stück nach hinten verlagert (hatte 12mm Überbiss) und mein OK etwas nach vorne. Inzwischen gehts mir prima und das mit dem Essen etc. klappt alles so wie bei "normalen" Menschen :)

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