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Samsara

Unterkieferrückverlagerung und Kinnkorrektur am 24.03.11 bei Prof Lindorf in Nürnberg

Hallo an alle,

da mir die Erfahrungsberichte hier im Forum selbst immer sehr geholfen haben, möchte ich nun meinen eigenen schreiben.

Meine OP ist nun mittlerweile fast 5 Wochen her. Über die Zeit im Krankenhaus nur ein kleiner Überblick:

23.03.11 --> Aufnahme im Krankenhaus, Gespräch mit der Anästhesie, letztes "normales" Abendessen und die letzte Zigarette

24.03.11 --> 7h morgens OP Termin, vorher Trombosestrümpfe an und LMAA Tablette nehmen

Den Rest des Tages mehr oder weniger im Halbschlaf verbracht, Nahrungsaufnahme nur durch den Tropf

25.03.11 --> Frühstück bekommen...nur die Frage: Wie soll ich das essen? Löffel funktionierte nicht und die Strohhalme waren zu klein

Hier der Tipp an alle: Lasst euch vom Besuch welche von einer bekannten Fast Food Kette mitbringen, die sind dicker und robuster und lassen

sich bequem neben den Gummis einschieben.

26.03.11 --> Immernoch sehr schwach auf den Beinen, aber die Schwellung ist nicht schlimm. O-Ton Assistenzarzt: " Hab schon geschwollenere Weisheitszahnpatienten gesehen"

27.03.11 --> Typisch Sonntag, viel Besuch, mit dem ich mich auch unterhalten kann :) Reden fällt leichter

(erste zwei Tage nur per Handy bzw mit Stift und Papier kommuniziert)

28.03.11 --> nicht viel neues..mittlerweile kann ich mir aber meine Kühlungen selbst holen und ein paar Meter alleine gehen ohne Kreislaufprobleme

29.03.11 --> Gott sei Dank gleich einen frühen Termin beim Professor in der Praxis bekommen, deshalb kann ich das Krankenhaus schon um 09:00 verlassen

Röntgen und Kontrolle beim Professor und danach nach Hause. (Alle Wege zu Fuß sind wahnsinnig anstrengend und ich fühle mich sehr schwach und müde)

Emotional gesehen ist man während der Zeit im Krankenhaus sehr angeschlagen, die ersten Tage habe ich oft mal geweint aber ich denke dass daran die "fremde" Umgebung Schuld ist. Auch ist es für mich sehr unangenehm und ungewohnt gewesen auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.

Zu Hause wird alles besser :)

Die zweite Woche nach der OP habe ich noch mehr oder weniger im Bett verbracht. Von Tag zu Tag ging es aber dem Kreislauf besser.

Am Dienstag 05.04.11 hatte ich dann den ersten Kontrolltermin mit Röntgen.

( Sehr faszinierend was da alles gemacht wurde und man selbst hat rein gar nichts davon mitbekommen)

Die Gummis sollte ich selbstständig täglich wechseln und auch den Splint rausnehmen und säubern.

Die Druckpflaster wurden abgemacht und die kleinen Fäden an den Wangen wurden auch entfernt (Von Außen wurden durch die Wange durch winzige Löcher die Schrauben am Unterkiefer festgezogen) --> Absolut nichts sichtbar

Emotional (trotz Nikotinentzug) und körperlich ging es mir schon sehr viel besser. Grund dafür ist sicher das Essen (Ideen schreibe ich später)

Juhuuu es geht bergauf und alles wird gut! Mein neu gestärktes Nervenkostüm wurde allerdings schon wenige Tage später getrübt.

Freitag abend beim "Zähne putzen" (Vorderzähne mit extrem weicher Zahnbürste streicheln und mit Chlorhexamed spülen) plötzlich Blut im Mund.

Habe sofort Panik bekommen, kann sowieso kein Blut sehen und dann schon gar nicht aus meinem Mund nach einer OP!!

Also schnell ausgespuckt und ins Bett gelegt (damit ich nicht umkippe) und Schatzilein zur Hilfe gerufen, er hat sich das dann mit einer Taschenlampe angeschaut und meinte zuerst dass es Zahnfleischbluten wäre....habe versucht zu schlafen und mich zu beruhigen. --> Die Nacht war grausam.

Samstag morgen haben wir dann gleich beim Professor angerufen und er meinte es ist nichts schlimmes, aber um mich zu beruhigen kann ich gerne in der Praxis vorbeikommen.

Dort angekommen erklärte man mir dass altes Blut aus der Naht ausgetreten ist, ich bekam einen Tupfer in den Mund um die Blutung zu stillen.

Dann habe ich das Druckpflaster ums Kinn wieder bekommen und hatte dann keine weiteren Schockmomente mehr :)

Das Pflaster habe ich mir nach ein paar Tagen selbst wieder entfernt und nach einer weiteren Kontrolle in der Praxis war alles ok.

In der dritten Woche nach der OP ging es deutlich bergauf. Mit Begleitung war ich sogar shoppen :) Juhuuu, auch wenns nur kurz war, es tut wirklich gut endlich mal wieder unter Leuten zu sein und was von der Außenwelt mitzuerleben :) Nur selbst Auto fahren traue ich mir nicht zu....

4. Woche nach OP --> Das Essen hängt mir wahnsinnig zum Hals raus und neue Ideen tun sich auch nicht auf. Erste Tiefs und "warum nur hab ich den Mist machen lassen" kommen auf...Aber gleich danach folgt ein "Mensch du siehst super aus, keine Komplikationen und das Beste: Du rauchst nicht mehr" und ein netter Nebeneffekt: 5kg verloren

Obwohl ich schon darauf achte viel zu essen..habe mir hochkalorische Drinks besorgt, damit ich nicht wieder Probleme mit dem Kreislauf bekomme.

So und nun sind wir in der 5. Woche angekommen. Heute erst war ich wieder beim Kontrolltermin in der Praxis..eigentlich hatte ich gehofft aktuelle Röntgenbilder zu sehen.

Und auch dass mir jemand sagt "Alles super, nächste Woche kommt der Splint raus" Aber da muss ich mich wohl noch gedulden...Röntgenbilder werden erst nächste Woche gemacht und dann wird entschieden ob ich eeeendlich mit dem Suppe essen aufhören kann.

Hier noch ein paar Ideen um die Gelüste etwas zu stillen :)

Super gegen Schokohunger ist Schokopudding. Besser zu essen ist er wenn man das Päckchen mit 3/4 Liter Milch anstatt mit 1/2 Liter macht.

Dann lässt er sich gut mit dem Strohhalm schlürfen.

Auch Mousse au chocolat, oder Schokosahnepudding geht gut zu schlürfen wenn man das Ganze mit etwas Milch verrührt.

Zum Frühstück: Joghurt mit frischen Früchten pürieren, Smoothies selber machen, Babyfruchtgläschen und einen hochkalorischen Drink :)

Mittag und Abend: Möhrensuppe, Zucchinisuppe, Blumenkohlsuppe (mit Salamischmelzkäse), Brokkolisuppe, Nudelsuppe (püriert), Kürbiscremesuppe, Spargelcremesuppe, Champignonsuppe...... ich mische immer gerne eine Kartoffel unter wegen den Kohlehydraten.

Und mein Geschmackshighlight: Kartoffelbrei mit Spinat und Gorgonzola püriert :)

So... nun heißt es warten auf die nächste Woche und hoffen das nicht noch zwei Wochen Suppe dazu kommen.

Ich freue mich auf eure Fragen und Kommentare!!

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Hallo :)

mein Unterkiefer steht ziemlich weit über dem Oberkiefer :/

mit 8 jahren kam ich dann in kieferothopädische behandlung , damals hat man mir schon gesagt , dass es mit einer zahnspange nur ein versuch sei das alles wieder hin zubekommen.

Heute bin ich 15 und die behandlung hat sich definitiv als gescheitert erklärt.

Ich habe so angst vor so einer Op und frage mich immer wieder wie lange man nicht richtig essen kann :/

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