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Bimax+Kinn 18.04.11 :-)

17.04.11 Stationäre Aufnahme

Am Sonntagmorgen um 11.00 Uhr musste ich mich für den stationären Aufenthalt im MH anmelden. Dort wurde der ganze Papierkram erledigt und schon wurde ich hoch auf die Station geschickt. Auf der Station angekommen, wurde ich freundlich von einer Krankenschwester begrüßt, die mir dann gleich mein Zimmer zeigte. Da ich eigentlich eine ziemliche Angst vor Krankenhäusern habe ( keine Ahnung wieso ) war ich positiv von dem Zimmer überrascht. Es hatte eine ziemlich tolle Aussicht und war groß genug für 2 Personen. Meine Zimmernachbarin war auch erst gerade angekommen und wurde genau wie ich am nächsten Tag operiert,

Auf dem Zimmer mussten wir dann ca.3 Stunden warten, bis endlich die Krankenschwester kam und uns Fragen stellte. Die Warterei hat uns alle ziemlich verrückt gemacht, da sie einfach nicht vorbeiging. Als meine Zimmernachbarin befragt wurde, musste ich zur Anästhesie.

Vor der Anästhesie hatte ich ein wenig Angst, denn ich war immer noch ein bisschen krank, dh ich hatte zwischendurch einen Hustenreiz und hatte Schleim im Hals. Als ich den Anästhesisten darauf ansprach, meinte er nur, dass er an meiner Stelle auch einen Kloß im Hals hätte ;) Und schon war das Thema damit erledigt...haha

Zurück auf Station wurde ich befragt und durfte dann zum Arzt, der mir erklärte was bei mir gemacht werden soll. Es stellte sich heraus, dass bei mir eine SEHR ausführliche Bimax gemacht werden soll, sprich: OK dreigeteilt, gedreht und vv, UK vv, Kinn und bei Bedarf Knochenentnahme aus dem Becken.

Ich war so schockiert, dass ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten konnte, da mir bewusst wurde, dass mir morgen mein komplettes Gebiss saniert wird :/ Der Arzt hatte totales Verständnis dafür und schaffte es mich dann iwie zu beruhigen.

Im Nachhinein ist mir das schon ein wenig unangenehm, aber was muss das muss !! :)

18.04.11 OP-Tag, IMC

Am Morgen wurden wir freundlich geweckt und dann ging es schon los, da ich die Erste war. Davor musste sich aber noch jeder Patient einer letzten Begutachtung unterziehen

Zurück auf dem Zimmer hab ich mich dann in das schicke OP Outfit geschmissen, die Tablette eingeworfen und schon gings los.

Ich fands iwie cool in dem Bett rumkutschiert zu werden ;)

Im OP angekommen wurde ich auch schon von den Anästhesisten verkabelt und mir wurden noch ein paar Witze erzählt und dann wurden mir schöne Tage in Australien, ein langer und schöner Schlaf gewünscht und schon wurde es heiß im Brustraum und weg war ich.

Aufgewacht bin ich dann so gegen 16 Uhr auf der IMC, da meine Eltern vorbeikamen. Eigentlich gings mir gut, doch ich war verwirrt. Dr K. kam noch vorbei und meinte, dass alles super verlaufen sei und ich bat ihn noch meine Eltern anzurufen. ( Das meine ich mit verwirrt.) Viel mehr habe ich auch nicht mitbekommen, da ich einfach noch zu müde war. Bin dann ab und zu wieder wegen den Geräuschen aufgewacht.

19.04.11 Post-OP 1

Am Morgen durfte ich mich ein bisschen waschen und etwas essen, was ich beides nicht soooo super hinbekommen habe. Es war einfach noch zu anstrengend. Wurde dann noch von der Schwester bisschen gewaschen und die hat mir meinen Zopf neu geflochten ( sehr süß :) )Wurde dann noch von der Magensonde, dem Katheter und den restlichen Sachen befreit und wurde dann abgeholt und auf mein Zimmer gebracht.

Erstaunlicherweise war ich dann doch so fit und konnte ohne Hilfe aufs Klo und hab mich dann auch alleine anziehen können. Mein Kreislauf spielte sehr gut mit, trotzdem war ich danach müde und hab ein bisschen geschlafen. Die Kühlmaske ist echt goldwert, denn ich hatte immer das Gefühl, dass meine Backen brennen würden. Leider habe ich wegen der Kälte schnupfen bekommen, welcher dank Otriven Nasengel schnell beseitig werden konnte. Das Gel wirkt wie ein Zaubermittel :)

Mit dem Abendessen konnte ich nicht wirklich was anfangen, da ich noch nicht den Mut hatte mir was reinzuschieben. Hab dann doch ein paar Tropfen Suppe geschlürft und bin dann auch wieder schlafen gegangen.

20.04.11 Post-Op2

Dr B. kam vorbei und erkundigte sich nach meinem Zustand und wollte nach meiner Narbe sehen. Erst da bemerkte ich, dass sie mir doch Knochen entnommen hatten. Er befand alles für gut. Bin dann noch zur Untersuchung gegangen, die mir dann auch endlich meinen Mund ausgespülten. Wurde dann noch zum Röntgen gefahren.

Am Nachmittag habe ich noch Besuch von meinen Eltern und meiner Cousine bekommen, die sich ganz rührend um mich gekümmert haben. Dank meiner Mutter habe ich wenigstens ein wenig Naturjogurt essen können. Die Suppen sind einfach ungenießbar -.- Sind dann noch etwas spazieren gewesen, so ca 10 min und als wir zurück im Zimmer waren, hab ich erstmal wieder meine geliebte Kühlmaske angezogen und bin dann eingeschlafen. Aufgewacht bin ich dann wieder ein paar mal, aber immer nur wegen dem Schnupfen. Das war wirklich ärgerlich.

In dieser Nacht hatte ich auch eine kurze Panikattacke. Das geschwollene Gesicht, die Kühlmaske, der zugeschwollene Hals und der Schleimbollen waren einfach zu viel für mich und ich habe keine Luft mehr bekommen, da ich mich verschluckt hatte. Hab dann wie blöd auf dem Rufknopf rumgedrückt bis endlich jemand kam. Die Krankenschwester hat mir nur gut zugeredet und hat gemeint ich solle was trinken. Leichter gesagt als getan, durch die Maske ist das Trinken wirklich eine Kunst für sich.

21.04.11 Post-Op 3

Als ich gerade am „frühstücken“ war, kamen auch schon die weißen Kittel und begutachteten uns. Ich, mit meinem Handtuch um den Hals, war bestimmt lustig anzusehen. Hab mir das Handtuch umgehängt, nachdem ich mich bei jeden Schluck vollgetropft hatte und mich ständig umziehen hätte können. Das Trinken aus der Schnabeltasse klappte iwie nicht so gut und auf das Wasser was wir nur trinken durften, hatte ich auch keine Lust mehr.

Dr K meinte zu mir, dass ich später runter in die Ambulanz kommen sollte, da mein Entlassgespräch anstand. Gerade als ich mich verabschiedete , hielt mir Dr. K Papiertücher entgegen, die ich dankend annahm. Anscheinend sabberte ich, was ich allerdings nie bemerkt hätte, da mein Gefühl in der Unterlippe noch vollständig weg war.

In der Ambulanz angekommen, wurden wir schon erwartet. Es wurde alles für gut befunden, die Gummis wurden neu eingehängt und der Papierkram erledigt.

Zurück auf Station hab ich dann nur Fernseh geschaut, denn auf Lesen hatte ich wenig Lust.

Meine Schwellung war echt enorm aber dank der Kühlmaske wurde sie immer weniger.

Die Antibiotikatablette ist echt total fies, da sie widerlich schmeckt und echt groß ist. Habe dann aber einen Mörser bekommen mit dem das dann gut ging.

22.04.11 Post-OP 4

Nächte sind das Unangenehmste am ganzen Krankenhausaufenthalt, da sie sich wirklich in die Länge ziehen. War immer froh, als es Morgen wurde.

Mittlerweile hatte sich ein gewisser Rhythmus eingespielt. Aufstehen, Umziehen, Frühstücken, Untersuchung, Tv, Mittagessen, Besuch oder auch nicht, Abendessen, Tv , Umziehen, Schlafen.

An diesem Morgen war meine Schwellung schon geringer und mein Hals war glücklicherweise wieder frei. Leider konnte man meine Lippen kaum erkennen, da nur Fetzen runterhingen. Habe das im Laufe des Tages mit Bepanthen wieder repariert ;)

Der Besuch hat mich auf andere Gedanken gebracht und an diesem Tag war ich auch zum ersten Mal draußen und siehe da, meine Schwellung hat sich halbiert. Ich kann euch nur raten, geht so oft spazieren wie ihr nur könnt, denn damit geht die Schwellung echt zurück.

Mein Gesicht kribbelte überall und ich hatte schon fast überall Gefühl.

23.04.11 Post-Op 5

Alles lief wieder nach dem gleichen Schema ab. Konnte aber deutlich besser reden, als die Tage davor.

Hab mich dann auch gleich nach dem Essen auf den Weg gemacht und war im ganzen Krankenhaus spazieren, natürlich immer mit Papiertüchern und Schnabeltasse bewaffnet. :) Man weiß ja nie. Habe auch immer zur Sicherheit meinen Mund abgeputzt auch wenn ich nicht gesabbert habe. Zur Vorsorge J

Zu meiner Verwunderung tat mir die Narbe gar nicht weh und auch die Gehbeschwerden, welche die Knochenentnahme mit sich bringt, traf nicht zu.

24.04.11 Post-Op 6

Ich durfte endlich nach Hause. Wurde gegen halb 11 von meinen Eltern abgeholt nachdem ich noch ein letztes Mal bei der Untersuchung war. Der Heimweg von etwa 140 km war ziemlich anstrengend, aber machbar J Zu Hause angekommen, fühlt man sich sowieso gleich besser und viel gesünder.

Post-Op8

Da meine Schwellung nun nicht mehr so groß ist, habe ich meinen Mundinnenraum abgetastet und habe gemerkt, dass der Splint überhaupt nicht passt. Meine Zähne im UK tun auch schon richtig weh. Mein Vater hat daraufhin im Mh angerufen, die dann gesagt haben, dass wir vorbeikommen sollen.

Dort angekommen wurde der Splint erstmal entfernt. Es war ein komisches Gefühl. Nach etlichen Beratungen und einer Röntgenaufnahme, entschieden sie sich mir den Splint doch wieder reinzusetzen. Das war sehr schmerzhaft, da die Naht unter der Oberlippe richtig weh tat und die haben mir doch knallhart so einen Mundöffner reingehauen. Das war ziemlich schmerzhaft. Um meine Mundöffnung muss ich mir keine Gedanken mehr machen, da die durch diesen Spreitzer richtig gedehnt wurde -.- War echt nicht toll. Das ganze hat eig gar nichts gebracht, denn ich hab immer noch den falschsitzenden Splint drin, nur wurden die Gummis anders eingehängt. Naja ich kann nichts machen außer den Ärzten zu vertrauen.

Rückblickend kann ich nur sagen, dass alles halb so wild ist. Man muss sich jedoch im klaren sein, dass man danach in gewissen Dingen eingeschränkt ist und alles seine Zeit braucht. Ich habe es mir sehr viel schlimmer vorgestellt, da ich hier im Forum Sachen gelesen habe die ich jetzt im Nachhinein als weniger dramatisch und schmerzhaft einstufen kann. Aber natürlich ist das bei jedem anders, es kommt auch immer darauf an, wie viel man verkraften kann und wie wehleidig man ist.

Gefühl habe ich eigentlich schon überall aber noch nicht vollständig. Mein Kinn und die Unterlippe sind jedoch noch am meisten betroffen. Aber da die Op erst eine Woche zurückliegt, habe ich gute Hoffnung, dass das auch noch wird.

Seitdem ich jetzt zu Hause bin, mache ich auch wieder alles wie zuvor. Kräftemäßig bin ich eigentlich wieder die alte, nur habe ich ein wenig abgenommen :/

Kann mich aber schlecht verständigen, was sicherlich an dem schicken Splint liegt.

Über Fragen und Kommentare würde ich mich freuen :)

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Auch hier nochmal: Glückwunsch zur überstandenen OP :)

Die Tablette fand ich auch sehr fies. Ich hab die immer in zwei Hälften mit viel Kaba runtergespült.

Dann war der Geschmack wenigstens erträglicher, aber ich hätte schwören können, dass ich die Stelle im Magen orten kann, an der die Tablette angekommen ist ;).

Frohes Sabbern und gute Besserung! :)

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hei -

wahrscheinlich kann ich den Anfang deines Berichtes kopieren und in meinen Beitrag (in wenigen Wochen dann) einsetzen.

Sonntag Aufnahme MH, 11 Uhr.

Danke schön für deinen Bericht. Er liest sich sehr positiv und bestärkt mich, den richtigen Weg gegangen zu sein.

Alles Gute weiterhin & gute Erholung, ;)

Sanne

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Er liest sich sehr positiv und bestärkt mich, den richtigen Weg gegangen zu sein.

Das ist auf jeden Fall der richtige Weg. Trotz meiner Schwellung, bin ich jetzt schon viel glücklicher und mach mir nicht mehr so viele Gedanken :)

LG :)

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